„It’s a Trap!“ – Unboxing Star Wars Armada

Star Wars Armada ist ein weiteres im Star Wars Universum angesiedeltes Raumkampfspiel. Anders als bei X-Wing stehen hier aber nicht die Kämpfe der Jagdmaschinen im Vordergrund, vielmehr geht es um die Begegnungen ganzer Flotten von Großkampfschiffen, die, zwar auch von Jäger-Staffeln unterstützt, um den Sieg ringen.

Klingt durchaus nett und vielfältig, da das Star Wars Universum ja über eine Vielzahl ikonischer Raumschiffe in dieser Größenordnung verfügt und es ein solches Spiel, in Form eines Brettspiels/Tabletops, zur Zeit am Markt nicht gibt.

Und trotzdem habe ich ewig und endlos getönt, ich wäre gegen Armada, das natürlich ebenfalls aus dem Hause Fantasy Flight Games (FFG) kommt – deutsche Umsetzung wie gewohnt durch den Heidelberger Spieleverlag – immun.
Und diese Auffassung fußte auf einfachen, und wie ich fand, auch überzeugenden, Gründen:

  • Zu viel Expanded Universe (EU) Krempel gleich zu Beginn des Spiels (Starter Set und erste Wellen).
  • Wohl zu komplexe Regeln, als das meine Gelegenheitsspieler, die mit X-Wing und Attack Wing am Rande ihres Spaßbereichs agieren, sich damit beschäftigen wollen würden.
  • Ziemlich teurer Einstiegspreis (UVP: 89,95 €!).
  • Und überhaupt kribbelte es nicht so, wie bei X-Wing und Star Trek Attack Wing (STAW) seinerzeit.

Ich schlief ruhig, verfolgte den Internethype um den gleichzeitigen Release der US und deutschen Version und blieb weiter entspannt.

Doch dann war ich in meinem lokalen Spieleladen, als dieser seine Lieferung von Grundspielen ‚reinbekam. Und ich war auch dabei, als dort eine erste Versand-Kiste geöffnet und durchgesehen wurde. Ich floh, mir selbst nicht mehr über den Weg trauend, aus dem Laden. Und beim Verlassen des Geschäfts hörte ich noch die Stimme des Inhabers, „Geh‘ nur, du kommst eh‘ später wieder…“.

Und genau so war es auch. Ich schleppte die Box, die ich zuerst in der Hand hielt, als ausgepackt wurde, von der Verkaufsfläche zur Theke und schmuggelte sie nach Hause.

Lange haderte ich mit mir um spätnachts dann doch schwach zu werden und die Packung zu öffnen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, dachte ich bei mir. Und dann fing das Debakel an…

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Das Spiel kommt in einer episch großen Box. Diese ist nicht so groß wie seinerzeit die FFG Big Boxen von Spielen wie Twilight Imperium oder Descent (1. Edition). Von der Grundfläche ist sie eher entsprechend, wenngleich auch deutlich höher, als die Boxen der 2. Edition von Descent.

Im unteren Bereich der Oberseite ist – wie bei den X-Wing und STAW Starter Boxen – eine Auslassung, in der man die enthaltenen Schiffe, in diesem Falle einen Victory Stardestroyer (Entschuldigung, ich meinte natürlich ein Sternzerstörer der Sieges-Klasse…) für das Imperium, sowie eine Corellian Corvette (corellianische Korvette) und eine Nebulon-B Fregatte für die Rebellen sehen kann.

Alle drei Schiffe kommen zusammengebaut und vorbemalt zum Kunden.

20150328_004715Box-Rückseite

Die Schiffe liegen sicher in einer durchsichtigen Verschalung, wie man es von X-Wing her kennt. Allerdings kann ich gleich vorwegnehmen, dass, anders als bei X-Wing, diese Verschalung nicht zum dauerhaften Transport taugt. Sowohl bei mir, als auch bei der Box eines mir bekannten Spielers, führte die ungenaue Passform zu Schäden an der Brückenantenne des Sternenzerstörers. Hier ist einfach zu wenig Spiel nach oben belassen worden. Extrem ärgerlich.

Und leider ist der Ersteindruck der sich abends bei mir einstellte als ich alles durchgesehen und mal angefasst hatte, auch nicht wirklich positiv!

Obgleich ich mit einer gewissen Vorfreude an die Eröffnung ging, wurden meine, zugegeben hohen Erwartungen, an Qualitität und Quantität der enthaltenen Spielmaterialien nicht zufriedengestellt.
Und ich hatte hohe Erwartungen, keine Frage.

Das hier ist ein FFG Spiel. Der Name steht für Qualität und opulente Ausstattung. Und ich traue mich das auch zu sagen. Ich bin begeistert gewesen, als ich X-Wing in die Finger bekam. Aber ich kann auch auf hohem Niveau Kritik üben. In diversen Foren wird man sofort niedergebrüllt, wenn man auch nur den Hauch von Kritik an der Qualität von FFG Produkten äußert, da das so abwegig und selten sei, dass es da Probleme gibt. Aber ich finde das legitim und wichtig. Und ehrlich.
Persönlich spielt noch mit ‚rein, dass das Spiel im Star Wars Universum angesiedelt ist und dort Raumschlachten abbildet. Da will ich was für’s Auge haben, mit den Schiffen, den Markern und den Karten.

Aber weiter im Text.

Nach dem Öffnen der Schachtel habe ich ersteinmal alles aus der Box geholt und auf meiner (nicht im Lieferumfang des Spiels enthaltenen) Weltraummatte verteilt.

20150328_004958Star Wars Armada Starter Set – kompletter Inhalt

Es gibt (links zu sehen) den „Plastikblock“ mit den drei Schiffen, dann diverse Tütchen (mittig zu sehen) mit durchsichtigen Basen und Halterungen, ein Tütchen mit Plastikverbindern, eines mit dem (nicht zusammengesetzten) Manöver-Werkzeug, eines mit den grauen Plastikteilen für die Schiffsbasen, noch eines mit den 30 (unbemalten) Plastik-Jägern und (im Bild rechts oben) einen Beutel mit den neun Spezial-Würfeln und drei weitere Tütchen mit den Spielkarten. Diese letztgenannten Tütchen liegen im Bild oben auf einem eingeschweißten Set mit Spielregeln und drei Lagen Pappmarkern.

Und das ist dann auch schon alles. Und dafür werden rund 90 € aufgerufen. Da musste ich erstmal schlucken. Klar hätte ich das im Netz alles vorher sehen können. Doch das Gefühl für das Spielzeug ist eben dann doch am größten, wenn man es selbst in der Hand hat und auf den Tisch packt.

Schauen wir uns das Material genauer an.

Der eingeschweißte Spielregel-Block:

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Entfernt man die Folie findet man unter dem Spielregelheft noch ein Referenzhandbuch. Eine schöne Überraschung für mich, der das Spiel vorher nicht wirklich ausgekundschaftet hatte. 😉

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Die Pappmarker gefallen mir gut, aber ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht, sie aus dem Rahmen zu lösen. Daher kann ich zu ihrer Passgenauigkeit und Lösbarkeit noch nichts sagen.

Update 1: Die Pappmarker sind allererste Sahne. Genau das, was man von FFG erwartet. Sie sehen super aus, lassen sich problemlos aus den Stanzbögen lösen (keine Beschädigung zu vermelden), sind aus stabiler Pappe und haben eine sehr angenehme Haptik.

Die Marker sind genau so, wie ich sie haben wollte.

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Als nächstes mache ich die drei Kartentütchen auf. Dem geschulten Auge fällt sofort auf – es gibt drei unterschiedliche Kartenformate.

Die üblichen beiden Versionen „Gross“ (FFG Hüllencode: Grau) und „Klein“ (FFG Hüllencode: Gelb), die man von X-Wing kennt.
Dazu kommt aber noch ein Satz Karten (bestehend aus sechs Stück) in einem Tarotkartenformat (FFG Hüllencode wohl Orange).
Diese Karten sind etwas größer und etwas schmaler als die normalen „Grossen“ Karten und werden genutzt um die drei Schiffstypen abzubilden. Und sind vielerorts bereits vergriffen…

20150328_005220Schiffskarten Tarot

Jeder Schiffstyp erhält zwei unterschiedliche Ausgestaltungen:

Victory-Stardestroyer:

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Nebulon-B-Fragatten:

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Corellianische Korvetten:
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Dann gibt es viele Karten in der normalen Größe, die Jägerstaffeln, Missionen und sonstiges zeigen:

20150328_005337vier unterschiedliche Rückseiten

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Was hier schon auffällt, ist eine Abweichung der von X-Wing etablierten Nomenklatur. Es wird eingedeutscht: TIE-Jäger und X-Flügler-Staffel lösen TIE-Fighter und X-Wings ab.

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Es gibt dann noch kleinformatige Karten, verteilt auf mehrere Kartendecks.

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Was mir beim Auspacken direkt negativ aufgefallen ist, ist dass meine Karten allesamt in sich gebogen sind. Keine liegt eben auf der Matte, alle sind an den Rändern nach oben gebogen. Das aber wenigstens nicht allzu stark und sehr gleichmässig. Trotzdem kenne ich sowas von FFG nicht. Weder von X-Wing, noch von Descent oder zuletzt Imperial Assault.

Anmerkung: Die Sache mit den Karten scheint aber wohl bei meiner Box besonders ausgeprägt zu sein. Auf Rückfrage bei anderen mir bekannten Käufern habe ich von diesem Problem nicht mehr oft gehört.

Ich lasse die Karten auf der Matte ausgebreitet zurück, in der Hoffnung, dass sie sich in Form liegen und wandte mich den Tütchen mit den Plastikteilen, nein, vorher doch noch schnell den Würfeln, zu.

Neun achtseitige Spezial-Würfel bekommt der neue Spieler an die Hand. Jeweils drei Stück in drei unterschiedlichen Farben.

20150328_005849Rote, schwarze und blaue Spezial-Würfel

Ohne Kenntnis der Regeln vermag ich noch nicht zu sagen, welche Stärken oder Einsatzgebiete die einzelnen Würfel haben. Auch weiß ich noch nicht, ob die neun enthaltenen Würfel, die qualitätiv ungefähr auf Augenhöhe mit ihren X-Wing Pendants sind, wirklich ausreichen. Wovon aber wohl eher nicht auszugehen ist, da für die nahe Zukunft ein separat erhältliches Würfelset angekündigt worden ist und es bei X-Wing und Descent/Imperial Assault ja auch Sinn macht, nachzubessern. 😉

Viele FFG Spiele teilen sich Komponenten, so kommt dem ausreichend geschulten Spieler auch bei den Plastikverbindern schnell ein deja-vú-artiges Gefühl in den Sinn. Was verwundert ist, dass man nur drei komplette Verbinder-Sets auspackt aber weitere 12 lose „untere“ Verbindungs-Stecker erhält.

20150328_005810Wird schon Sinn machen 😉

Kommen wir zum nächsten vermeintlichen Höhepunkt. Das Spiel soll ja neben den drei großen, vorbemalten Schiffen über Jäger-Staffeln verfügen, die durch kleine Plastikflieger abgebildet werden sollen. Dem Spiel liegen 18 kleinste TIE-Fighter und 12 X-Wings bei.

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Diese fallen einem alle zusammen aus einer Tüte entgegen. Sortiert man sie auseinander kann man zwei nebeneinander legen und fotografieren.

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Die beiden Jägertypen sind was ihren Detailgrad angeht natürlich nicht auf dem Miniaturenspiel-Niveau von X-Wing oder der großen Schiffe. Vielmehr findet man hier ein Niveau vor, was man bei einem Brettspiel erwarten könnte. Ich sage mal Star Trek Catan oder so. Muss man halt wissen, damit man nicht enttäuscht ist. Dann ist’s aber auch in Ordnung.

Dass die kleinen Jäger nicht bemalt sein würden, war vorher auch bekannt. Was mir gefällt, ist das der TIE-Jäger (jaja, so heißt der) tatsächlich deutlich erkennbare Unterschiede hinsichtlich Vorder- und Rückseite hat. Was mir nicht gefällt ist, dass direkt einer meiner TIEs kaputt war.

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Nein, das ist nicht zu pingelig, denn das ist nicht gebogen, das ist quasi abgerissen. Spätestens beim Versuch, den TIE auf (s)einem Jäger-Sockel zu installieren, wird ihn die Tragfläche kosten. Klar, ist nur einer von 18 TIEs bzw. von 30 Jägern insgesamt, aber es ärgert mich dann doch.

Update: Natürlich wurde mir hier durch den Heidelberger Spieleverlag unbürokratisch und schnell geholfen und meine Jäger-Staffeln sind wieder komplett. So soll’s sein – danke!

Kommen wir zu den Staffel-Stäbchen.

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Jeweils drei der grade gezeigten Plastik-Jäger sollen auf eine Basis mit Ständerchen montiert werden. Von diesen gibt es unterschiedliche Modelle (quasi nur zu erahnen auf der linken oberen Seite des Bildes), so dass die Staffeln hübsch unterschiedlich arrangiert werden können. Das ganze kommt dann noch auf ein Verbindungsstäbchen (rechts oben) und zusammen gehts auf die runde Basis (recht unten und mittig). Das finde ich eine schöne Idee.

Das Ganze sieht dann beispielsweise so aus:

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Das fertige Ergebnis lässt sich auf der Basis immer mal wieder in seiner Ausrichtung verändern und so optisch schön und abwechslungsreich gestalten. Im richtigen Spiel kommen unten auf die Basen auch noch Pappmarker, die den optischen Wert sicherlich auch untermauern.

20150329_183853Update 2: zusammengebaute Staffeln

Richtig rund ineinander gehen die Teile aber bei Weitem nicht. Hier ist eine Mischung aus Gewalt und Fingerspitzengefühl gefragt. Und Auge, beim Einpassen in die Bodenplatten. Fuddelarbeit. Und wie ich erwartet habe, hat es meinen angeschlagenen TIE-Jäger von weiter oben, beim Zusammenbau erwischt und vollends zerrissen.

20150329_182552Update 2.1: RIP TIE

Auch ist eine Basis mit dem Stäbchen irgendwie abgekaut worden. Aber das mag auch meine Ungeschicklichkeit gewesen sein.

Kommen wir schließlich und endlich zum Herzstück des Grundspiels, den drei vorbemalten und zusammengebauten Großraumschiffen.

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Links, direkt aus der Box, rechts dann schon auf ihren durchsichtigen Basen (noch ohne Pappinlays) zu sehen.
Joa. Sehen schonmal nicht schlecht aus. 🙂

Beim Zusammenstecken der Schiffe auf ihre Ständer und dieser dann auf den Basen traten bei mir auch Probleme auf. Die Passgenauigkeit war nicht immer perfekt. Grade die Rebellen-Schiffe glitten nicht – wie gewohnt von X-Wing – quasi widerstandslos auf ihre Ständer. Vielmehr musste man nach einer guten Position suchen und dann doch recht starken Druck ausüben. Ähnliches gilt auch für die Jäger und ihre Apparaturen. Passgenau ist anders. Das hat mich schon sehr verwundert. Schließlich steht ja FFG auf der Schachtel…

Die Imperiale Flotte:

Das größte Schiff des Sets ist das des Imperiums.

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Sternzerstörer der Victory / Sieges-Klasse

Die Ausarbeitung ist gut, die Bemalung ist auch sehr gelungen. Zumindest für ein Massenprodukt. Das Schiff hat einige liebevolle Details in der Modellierung, beispielsweise filigrane Antennen an der Brückenseite, die man aber sehr, sehr vorsichtig behandeln sollte und die sofort leiden, wenn man das Schiff zurück in der Ursprungsverpackung legt und versucht, es damit einzulagern.

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Außerdem bekommen wir hier ein FFG Novum zu sehen: Angemalte Triebwerke 🙂

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Unter dem Strich können wir festhalten: Die Victory Klasse der Sternenerstörer ist zwar Teil des EU und längst kein Imperial StarDestroyer, aber für das Starter Set macht das gute Stück schon mächtig was her und ist daher ein würdiger Vertreter, bis das Original in Welle 2 erscheit.
Ich habe zwar nicht verstanden, warum man den ikonischsten aller Sternenzerstörer nicht in die gleiche Box packt, in der auch die corellianische Korvette enthalten ist. Dieses Schiffspärchen hat ja seinerzeit Star Wars quasi mit eröffnet…aber ich muss ja auch nicht alles verstehen. Optisch ist die Sache zumindest ähnlich…

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Ich nehme einfach mal an, es hat mit der Spielbarkeit, also der Spielstärke der einzelnen Fahrzeuge untereinander, zu tun, und nicht nur mit dem Marketing.

Die Rebellen-Flotte:
Die Rebellen-Flotte besteht, wie nun schon mehrfach ausgeführt, aus zwei unterschiedlichen, wesentlich kleineren Schiffen.
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20150328_010822Seitenansicht Korvette

20150328_010930Rückwärtige Ansicht Fregatte

20150328_010948Detailaufnahme Fregatte

Update 5:

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Bringt man die Schiffe auf ihre Basen und versieht diese mit den Papp-Applikationen (Inlays und Schildräder), sehen die Modelle gleich nochmal so gut aus!

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Da man sich so nur ein Bild der Schiffe im Verhältnis zueinander machen konnte, habe ich noch einige Vergleichsbilder gefertigt, die die Flotte aus dem Starter Set neben einer Galaxy Klasse aus einem Star Trek Attack Wing Starter Schiff zeigen.

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Dabei fällt mir auf, dass ich persönlich die Rebellenschiffe gerne etwas größer gehabt und wohl auch erwartet hatte.

Für X-Wing Spieler habe ich auch noch ein Vergleichsbild mit einem Rasenden Falken Modell aus X-Wing gefertigt:

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Sowie abschließend ein Bild mit allen bisher gezeigten Schiffen zusammen:


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Das war’s auch schon. Mehr Material liegt dem Spiel nicht bei.
Ist ziemlich wenig? Ja, finde ich auch.

Aber halt, ich habe noch das Manöver-Werkzeug vergessen. Dieses Ding, geformt aus einer seltsamen Mischung zwischen hartem und weichem Plastik, muss erst zusammengebaut und dann noch mit Pappinlays verschönert werden.
Den Zusammenbau (Plastiknasen müssen in Plastikringe einrasten) habe ich noch erledigt, die Verschönerung dann aber verschoben.

Das Manöver-Werkzeug gefällt mir nicht. Aber es hat auch einen schweren Stand. Schon bei den diversen Produktinfos und Teasern auf der FFG-Website, hat mir das Ding Kopfzerbrechen bereitet. Da muss ich wohl erst mal die Regeln lesen, verstehen und ausprobieren, ehe ich dazu was sagen sollte. Aber zeigen kann ich das Ergebnis des Zusammenbaus durchaus schon einmal:

20150328_012132noch „unverschönertes“ Manöver-Werkzeug

20150329_182629fertig gestelltes Manöver-Werkzeug –
und der doppelseitige Maßstab

Update 5: Zusammengebaut und mit den Pappmarkern „0“ bis „4“ verschönert macht das Manöver-Hilfsmittel gleich mehr her.

Das war’s dann aber wirklich, was man aus der Schachtel holen konnte. Für fast 90 € bekommt man hier nicht unbedingt so viel Material, wie ich mir erhofft hatte. Ist zumindest mein Bauchgefühl. Ein Schiffchen mehr oder ein paar Würfel. Irgendetwas. Und wenn es ein weiterer Jäger-Typ gewesen wäre.

Nachdem ich dann beim Verpacken der Schiffe, ehe ich mich den Karten und Regeln widmen wollte, beinahe dank der Enge der Verpackung dem Victory-Stardestroyer seine Antenne abgebrochen hätte, habe ich das Projekt „Einarbeiten“, verschoben, alles verpackt und mich ins Bett gehauen.

Update 3: Die Antenne ist immerhin nur verbogen, was man vielleicht auch einfach mal positiv anmerken sollte – schließlich ist das sicherlich auf die Qualität des Modell(plastiks) zurückzuführen.

Beim Erstellen dieses Artikels merke ich: selbst jetzt, nach einigen Stunden Schlaf und einem gemütlichen Samstagnachmittag, bleibt der fade Beigeschmack, den der erste Eindruck der Spielmaterialien bei mir gestern geweckt hat, leider erhalten.

Ich komme nicht umhin zu sagen: Das Spielmaterial hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Keineswegs ist es schlecht oder unspielbar, aber wenn man verwöhnt ist und sich an ein gewisses Mass von Niveau gewöhnt hat, ist ein Unterschreiten dieser Standards unangenehm. Da ist es leichter, von einem schwachen Verlag mit etwas Gelungenem überrascht zu werden. Außerdem ist das Spiel super teuer.

Naja, bisher habe ich aber noch keinen Blick in die Regeln geworfen und daher selbstverständlich auch noch keine Idee, wie sich Armada tatsächlich spielt. Es kann also durchaus sein, dass nach einem ersten Probespiel, ja vielleicht schon nach der Lektüre der Karten- und Regeltexte, bei mir eine andere, viel positivere Haltung entstehen wird.

Ich nehme mir daher vor, nicht zu lange zu warten und dann einen Ersteindruck nach den ersten Erprobungen auf dem Spieltisch zu verfassen und zu posten.

Update 6: Und heute ist’s schon etwas besser geworden. Das Spiel nochmal hervorgeholt. Alle Marker aus den Stanzbögen geholt, Staffeln, Kommandoräder und Co zusammengebaut. Und siehe da: Gleich ist das Gefühl viel besser. Ein gewisser Zweifel bleibt, auch die großen Kritikpunkte von weiter oben. Aber jetzt fängt wenigstens das Kribbeln an… Ich freue mich. Und das hat mir am meisten gefehlt!

Und ich will ja, dass das Spiel großartig ist. Sonst hätte ich ja wohl kaum so viel Geld in die Hand genommen und es trotz anderslautender Vorsätze angeschafft. Die Voraussetzungen für eine Wendung zum Guten sind also noch da. Bleibt also neugierig und gespannt, auf weitere Eindrücke.

May the Force be With You, beim weiterspielen and always!