Star Trek Attack Wing – Welle 8 – Besprechung – U.S.S. Enterprise-E, Val Jean, Queen Vessel Prime

Auch die achte Welle für Star Trek Attack Wing (STAW) bringt drei neue Schiffe für das Spiel. Verstärkt werden – einmal mehr – die Föderation, aber auch die Borg und die Independent Fraktionen erhalten starke Schiffe.

20141119_134909Die Schiffe der Welle 8 noch in ihren Blistern

Die Borg bekommen mit dem Queen Vessel Prime ein extrem ansehnliches Schiffsmodell, mit überraschend feiner Ausarbeitung des Modells und Details bei der Bemalung. Wir haben hier nicht ganz das Äquivalent zum Bioship Alpha der Species 8472, aber schon ein Schiff, deutlich oberhalb der besser gestalteten Schiffe der Serie.

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Wir bekommen (endlich) die letzte Version der TNGEnterprise, die U.S.S.  Enterprise NCC-1701-E, ein stromlinienförmiges Schiff der Sovereign-Klasse.

20141122_135002Enterprise-E und Borg Octahedron

Der Maquis Raider, das Schiff der Independent Fraktion, war vorher schon als Blind Booster Schiffsmodell aus dem The Collective Story Arc bekannt. Die schlechte Bemalung des dortigen Modells wird auch hier beibehalten. Schade.

20141119_141451Enterprise-E und Val Jean

Dafür ist die Verpackung hier besser. Während man dem Schiff leicht die Flügelapperaturen abbrach, wenn man es aus dem Blind Booster zu versuchen holte, ist es bei der regulären Erweiterung besser. Immerhin.

Die Spielsachen, die man auspackt, miefen angenehmerweise nicht so sehr und auch die Qualität von Karten und Pappe ist durchschnittlich.

Leider waren die Pappbögen der Val Jean verbogen und haben diesen Knick auf die Karten übertragen. Doof.

Was ich bedauerlich finde, ist dass der Trend wieder zu zu dunkel bedruckten Karten geht. Ein Umstand, den ich eigentlich überwunden glaubte. Im Vergleich zu den Preview Versionen der Karten (zu finden auf der offiziellen Star Trek Webseite StarTrek.com), die deutlich Kontrast hatten, fallen die tatsächlichen Versionen der gedruckten Karten ab… Und das ist total schade. Einziger Ausreißer nach oben sind hier noch die Borg Karten, die etwas besser aussehen, als die der beiden anderen Schiffe.

Die Schiffe im Einzelnen:

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U.S.S. Enterprise-E:

Beginnen wir mit dem ikonischsten Schiff der Welle – der Version der Enterprise, die die TNG Crew auf drei ihrer vier Kino-Abenteuer begleitet hat.

Ich nehme es vorweg: Auch wenn hier kein Meilenstein in Punkte Verarbeitung oder Bemalung erreicht wurde, so kann sich das Schiff doch sehen lassen. Zumindest halbwegs. Da hatten wir schon schlimmere Schiffe mit diesem Namen…

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Leider ist die Bemalung nicht sehr originalgetreu geworden, grade wenn man sich die Unterseite des Schiffes betrachtet:

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Aber das Modell erscheint detailliert genug gearbeitet um mit wenigen Handgriffen und etwas Farbe deutliche Verbesserungen herbeiführen zu können.

Die U.S.S.Enterprise-Erweiterung umfasst zwanzig neue Spielkarten, das Modell (samt Aufsteller und Base) und drei Bögen mit Pappmarkern – direkt zu sehen: 90 ° Schußwinkel – Vorne und hinten!

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Die Sovereign-Klasse:

Schiffe der Sovereign-Klasse sind kanonisch gesehen, die modernsten und stärksten Schiffe der Sternenflotte. Sie spielen in der selben Liga wie die Schiffe der Intrepid-Klasse und übertreffen diese sogar noch.

Das Flagschiff der Sternenflotte, die U.S.S. Enterprise, hat die Spielwerte (5 / 1 / 5 / 5) und die bombastische Fähigkeit Torpedoes, ohne die Vorraussetzung einer bestehenden Zielerfassung, (auf Kosten eines ATP-Markers) einzusetzen.

20141119_140720Everything goes – Flagship, Baby!!

Genau. Torpedoes. Keine Begrenzung auf Photonen oder Quanten. Damit kann man dann auch getarnte Schiffe mit den Sekundärwaffen angreifen und eine etwaig vorhandene Zielerfassung (egal ob gegen getarnte Schiffe oder andere) zur Verbesserung des Wurfergebnisses benutzen. Endlich mal könnten Torpedoes interessant werden.

Je zwei Crew– und Sekundärwaffen-Slots und ein Tech-Slot machen die Enterprise darüber hinaus sehr variabel ausrüstbar.

Aber auch die Spielwerte der generische Version: 5 / 1 / 5 / 4 bilden deutlich ab, dass wir hier die modernste Schiffsklasse der Föderation vor uns haben:

20141119_140728Generische Version und Manöverkarte

Ein beeindruckendes Manöverrad und die gewohnten Aktionen Ausweichen, Zielerfassung, Scan und Battle Stations, sowie Crew-, Crew-, Sekundärwaffe– und TechUpgrade-Slots runden die beeindruckenden Fähigkeiten der Klasse ab.

Natürlich bekommt die Enterprise-E auch eine tolle Karten-Ausstattung.

Das Personal:

Es gibt einen weitere Admiral für die Föderation, mit einer defensiven Fähigkeit als Flotten-Aktion.

Admiral Matthew Dougherty aus dem neunten Star Trek Kinofilm Insurrection.

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Die TNG-Crew:

Anders als bei früheren Besprechungen liste ich hier die nachfolgenden Captains bzw. Crew-Karten nicht nach Punkten sortiert, sondern nach Thematik, quasi pärchenweise auf.

Den Anfang machen der Captain und sein Doktor:

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Weiter geht es Mr. und Mrs. Troi, äh…, William T. Riker und Deanna Troi:

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Das dritte Pärchen sind Chefingenieur Geordi LaForge und der Androide Data:

20141119_140859Beste Freunde, bis zum Ende von Star Trek – Nemesis

Der/die Designer schaffen es tatsächlich eine neue Version von Captain Picard zu schaffen, die auf Grund der starken offensiven Ausrichtung und der breiten Auswahlmöglichkeit an Aufwertungen für das Schiff, durchaus spielbar scheint und die es schaffen könnte, die absolute Dominanz des Starter-Set Picards zu brechen.

Picard erhält mit Make it so und Fire at Will! zwei neue Captain Elite Talente, schon auch weil sich der Spieler zu Beginn des Spieles aussuchen kann, ob Picard sein Schiff mit einem weiteren Slot verstärkt oder aber ein zweites Elite Talent auswählen möchte.

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Ersteres erlaubt, die Ausschaltung (disable) Anforderungen bei einer Aktion oder bei einem Angriff zu umgehen, in dem man stattdessen das Talent ablegt.

Letzteres erlaubt einmalig (discard) eine Kombiattacke: Primärwaffe und eine Sekundärwaffe können in einer Runde jeweils eingesetzt werden. Allerdings in verminderter Stärke (- 1 Würfel) und gegen unterschiedliche Schiffe. Dennoch, nicht zu verachten!

Ich finde beide Upgrades stark. Doch weiter mit der Crew…

Beverly Crusher reiht sich ein in die Liste der Ärzte, die in der Lage sind, disable-Marker von anderen Crew-Upgrades zu entfernen oder sogar Crew-Mitglieder vor dem Ablegen (discard) zu retten.

William T. Riker erlaubt es in seiner Crew-Version, die Fähigkeiten (und Elite Talente!) anderer Crew– oder sogar Captains, wenngleich auch auf Kosten eines disable-Markers auf der eigenen Karte, zu kopieren.

Deanna Trois Fähigkeit erlaubt es, einen gegnerischen Captain (oder ein Crewmitglied) zeitweise auszuschalten (disable), auch wenn man für diesen Effekt sowohl seine Aktion, als auch Deanna Troi opfern (discard) muss. Allerdings gibt es ja Möglichkeiten, Deanna im Spiel zu halten, z.B. durch den Einsatz von Doctor Beverly Crusher.

Der neue Geordi gibt seinem Schiff ein Tech-Upgrade Slot. Eine schöne Sache. Dann gibt es auch noch die Aktionsmöglichkeit, ein Schiff zu zwingen, bei jedem Angriff in dieser Runde zwei Angriffswürfel weniger zu werfen, sofern diese Angriffe auf Geordis Schiff ausgerichtet sind.

Genauso wie Deanna, dreht der Einsatz von LaForge einen etwaigen Tarn-Marker auf dessen rote Seite um.

Der selten gespielte Grundspiel Data bekommt nunmehr auch eine neue Version. Die Filmversion von Data kann geopfert werden, um einen Angreifer zu zwingen, seinen kompletten Angriffswurf erneut zu würfeln.

Wie auch schon Deanna Trois Fähigkeit scheint sich diese Ausgestaltung an den Ereignissen des Kinofilms Star Trek Nemesis zu orientieren, auch wenn der restliche Erweiterungspack doch eher auf den Film Star Trek Insurrection abstellt.

The (later) Ships of Jean-Luc Picard:20141122_135113Enterprise-E und Enterprise-D

Die Upgrades:

Zwei quasi bekannte Sekundärwaffen (Photon Torpedoes und Quanten Torpedoes) machen den Anfang:

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Es gibt aber auch noch eine dritte, neue SekundärwaffenUpgrade-Karte im Pack:

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Und das Dorsal Phaser Array ist eine weitere Gewinner-Karte für die Föderation.

Mit dem Dorsal Phaser Array wird jedem Schiff der Föderation, dessen Hüllenwert „4“ oder mehr beträgt, und das über einen Sekundärwaffen-Slot verfügt, die Fähigkeit auf Reichweite 1-2 auf 360° zu schießen eröffnet!

Diese Karte gehört (mindestens einmal) in das Arsenal eines jeden Föderations-Spielers!

Doch damit ist das Set immernoch nicht komplett: Es gibt noch ein (leider weniger überzeugendes) TechUpgrade mit dem eigentlich verheißungsvollen Titel:

Advanced Shields

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Eine schöne Idee, die leider nicht sehr überzeugend umgesetzt wird, die es einem Schiff auf Kosten von fünf Flottenpunkten bei der Listen-Erstellung und im Spiel auf Kosten einer Aktion, einzelne Zusatzschildmarker neben dem Schiff zu platzieren.

Natürlich gibt es auch in dieser Erweiterung eine Mission, die sich diesesmal an der Geschichte von Star Trek Insurrection orientiert und auf den Namen „Briar Patch“ hört.

20141119_141019Missions-& Regelkarten, generischer Captain

Hier spielen die Enterprise-E und die Son’a (die dann hoffentlich irgendwann noch erscheinen, in welcher Fraktion auch immer) im Briar Patch und seinen gefährlichen Gasansammlungen, dargestellt durch Marker, Katz-und-Maus. Die Gasfelder können durch Waffeneinsatz zur Explosion gebracht werden. Auf dem Papier liest sich die Mission sehr unterhaltsam.

Fazit:

Ein starkes Schiff, super Karten, ein Captain, der es tatsächlich schafft, dem Starter Set Jean-Luc Picard Konkurrenz zu machen und alles thematisch gelungen abgefasst. Ein Must-Have-Schiff für seine Fraktion, wie es im Buche steht.

Karten wie Dorsal Phaser Array könnten das Set möglicherweise sogar für einen Mehrfachkauf interessant machen. Und solange es das Set am Markt gibt, gibt es endlich auch wieder regulär zu kaufende Quantum Torpedoes. Bei der permanenten Abwesenheit der Defiant-Erweiterung eine nicht unwillkommene Beigabe!

Mich als Fan freut es, dass fehlende Karten (Beverly Crusher, Deanna Troi) endlich Einzug gehalten haben in das Spiel. Wäre die Bemalung noch etwas besser, wäre das hier eine der rund-um-besten Erweiterungen der Föderation. Aber auch so ist hier eine Kaufempfehlung auszusprechen und das sogar von mir, der der Sovereign-Klasse in den Filmen eigentlich nichts abgewinnen kann und weiter Fan der Galaxy-Klasse Enterprise geblieben ist.

Die Val Jean:

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Commander Chakotays Schiff aus der Pilotfolge von Star Trek Voyager stand Pate für diese Erweiterung, in der sich aber mit dem zweiten Captain auch eine Maquis Figur aus DS9, Calvin Hudson, wiederfindet.

20141119_141555Inhaltsübersicht

Wie gesagt, waren sowohl die Spielwerte als auch das Modell des generischen Maquis Raiders (2 / 3 / 3 / 2) durch das Blind Booster Schiff Gavroche, bereits bekannt. Die generische Version kostet 20 Flottenpunkte, hat das gewohnte Föderations-Arsenal an Aktionen (Ausweichen, Zielerfassung, Scan und Kampfstationen) und verfügt über drei Slots (Crew, Waffe, Waffe).

20141119_141832Generische Version und Manöverkarte

Die Val Jean selbst hat vier Slots (Crew, Crew, Waffe, Waffe) und die Fähigkeit, bis zu drei dieser Upgrades auszuschalten (disable) und dafür jeweils einen Ausweich-Marker neben dem Schiff platzieren zu können. Mit Spielwerten von 2 / 3 / 3 / 3 und einem rückwärtigen und einem Front-Feuerwinkel von 90 ° ist dieses kleine Schiff nicht zu verachten.

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Die Bemalung und Gestaltung der Miniatur entspricht ziemlich genau der Version aus den Blind Boostern:

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Bis auf Calvin Hudson (Skill 5, kein Elite Talent) sind alle Figuren des Sets (inkl. des generischen Captains) aus Star Trek Voyager.

20141119_141708Calvin Hudson wertet die Slots seines Schiffes auf und verbilligt den EInkauf von Upgrades um einen Flottenpunkt, so lange er ein Schiff der Independent Fraktion kommandiert. Ein echter Maquis Captain!

Als Haupt-Captain bekommen wir Chakotay (Skill 6, Elite Talent Slot)

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Chakotay ist ein richtig starker Captain, der seiner Fraktion gut tut. Nicht nur verstärkt er sein Schiff mit entweder einem Waffen– oder einem Crew-Upgrade-Slot, sondern er erlaubt es seinem Schiff auch – auf Kosten einer Aktion und ATP – ein zweites Manöver bis maximal Geschwindigkeit „3“ durchzuführen, was den Raider zu einem extrem beweglichen Schiff macht!

Chaktotay bekommt gleich zwei neue Elite Talente für die Independent Fraktion zur Auswahl:

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Be Creative und Evasive Pattern Omega, stammen beide aus der VOY Episode Caretaker und spiegeln die Natur des Maquis wider, der gezwungen war, mit dem klarzukommen, was er unter schwierigen Umständen erbeuten oder modifizieren konnte.

Grade Evasive Pattern Omega, die es – vereinfacht gesagt – einem Schiff u.U. erlaubt, eine Sensor-Echo Aktion durchzuführen und dabei grade mal drei Flottenpunkte kostet und nur disabled und nicht discarded werden muss, ist ein riesen Spass!

Als Crew-Karten bekommen wir neue, bessere Versionen von B’Elanna Torres und Tuvok. 

20141119_141916Voyager-Crew – in der Independent-Version

B’Elanna erlaubt es – als passive Fähigkeit – auf Reichweite 3 einen Bonus-angriffswürfel, unter gewissen Umständen sogar einen zweiten Bonuswürfel, zu werfen, während Tuvok ein weiteres 1-er Manöver erlaubt, direkt nachdem das Schiff angegriffen hat, auf dem Tuvok sich befindet.

Der Pack enthält zwei weitere Crew-Karten. Eine neue Version von Seska und mit Kenneth Dalby einen komplett neuen Charakter, der es erlaubt, Schaden an Schild oder Hülle zu reparieren und dabei extrem billig ist (nur zwei Flottenpunkte!).

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Mit Seskas Einsatz (auf Kosten einer Aktion) kann man einmalig (discard) einen Angriff eines spezifischen Schiffes in der Runde verhindern, in der Seska abgelegt wurde.

Die beiden letzten Upgrade-Karten der Erweiterung sind zwei Sekundärwaffen:

Die Torpedoes sind altbekannt, zeigen aber, warum die Val Jean einen rückwärtigen Feuerwinkel brauchte und bekam.

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Mit Ramming Attack wird das Schicksal der Val Jean im Pilotfilm von Voyager eingefangen und an den Spieltisch übertragen.

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Man kann sein (kleines) Schiff – Hüllenwert „3“ oder kleiner – unter Einsatz dieser Karte opfern um einem anderen Schiff immensen Schaden zufügen. Thematisch stimmig ist eine Kombination dieses Angriffsmanövers und des Cheat Death Elite Talents untersagt!

Auch die Mission „Escape“ fängt Momente der Pilotfolge Caretaker ein und schildert die Flucht von Chakotay vor Gul Evek in die Badlands.

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Fazit:

Ähnlich wie bei der Enterprise-E, spreche ich auch hier bei der Val Jean von einem Must-Have Schiff der Fraktion.

Ein gutes Schiff, insbesondere aber sehr starke Karten und eine unterhaltsame Mission machen den Kauf des Schiffes für Independent Spieler lohnend.

Aber auch für Föderations– oder allgemein thematische Spieler ist die Erweiterung wegen der alternativen Versionen von Chakotay, Seska, Tuvok und B’Elanna interessant.

Die Independent Fraktion mausert sich immer mehr zu einer ernstzunehmenden Größe. Eine Entwicklung die mir – aus dem Bauch heraus – besser gefällt als die Entwicklung und Ausgestaltung des Mirror Universe… doch dazu an anderer Stelle mehr.

Queen Vessel Prime:

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Eines der beiden Elite Talent-Upgrades dieses Erweiterungs-Sets trägt den Titel „Resistance is Futile“ und ich erwische mich dabei, dass es auf das gesamte Set passt.

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Ich gestehe: mir gefällt dieses Borg Schiff, trotz meiner bekannten Abneigung gegen die Borg allgemein und insbesondere als spielbare Fraktion in STAW, überraschenderweise.

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Queen Vessel Prime / Octahedron:

Das Schiff selber hat imposante Werte und kostet in der benannten Version stolze 42 Punkte. Dafür bekommt man die Spielwerte 6 / 0 / 8 / 7, gepaart mit den üblichen Borg Besonderheiten, Regenerate Aktion, Spin-Bewegung und 360°-Schußwinkel. Die Sonderfähigkeit macht einen Scan-Marker zu einem Bonus Angriffs-Würfel. Auch gut!

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Die dritte Aktion auf dem Action Bar (neben Scan und Regenerate) ist die Zielerfassung. Das Schiff verfügt naturlich auch im großen Stile über Upgrade Slots. Es sind vorhanden: Crew,  Crew, Waffe, Tech, Borg, Borg.

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Die generische Version verzichtet auf einen Crew-Slot und hat einen Schildpunkt weniger und kostet 40 Flottenpunkte.

Amüsant ist die unterschiedliche Schreibweise der Schiffsklasse, die mal Octahedron, dann wieder Octahdron genannt wird. Man könnte meinen, das Schiff gehöre in die Fraktion der Vulkanier 😉

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Das Personal:

Die Borg erhalten mit dem Queen Vessel Prime einen ersten Admiral. Die Borg Queen hat einen zweiten Auftritt in STAW. Diesesmal in der Doppelfunktion Captain / Admiral.

Aber es gibt auch zwei neue Tactical Drone Captains (Skill 4 und generischen Skill 1).

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Elite Talente:

Beeindruckend sind die beiden Elite Captain Talente Resistance is Futile (RiF) und We are the Borg (WatB). Eins – RiF – ist offensiver Natur, das andere – WatB -ist defensiv.

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RiF ist vielleicht das ultimative Borg-Elite-Talent. Jedenfalls kommt es mir so vor. Zeigt es passenderweise auch Locutus.

Die Crew:

Mit Magnus Hansen ist nur ein einzelnes Crew-Upgrade in diesem Set enthalten.

20141122_130849Debilo Borg?

Magnus Hansen, der Vater von Annika Hansen und damit Seven of Nine, kann für einen einzelnen Flottenpunkt eingekauft und statt eines Dronen-Markers abgelegt werden. Als Karte bringt er uns auch den vielleicht bisher debilsten Gesichtsausdruck aller STAW-Karten 😉

Die Upgrades:

Drei Borg Upgrades umfasst die Erweiterung, von denen mit den Assimilation Tubules  eines bereits aus einer früheren Borg Erweiterung bekannt ist (Bild weiter unten). Interessanter sind die beiden anderen, Borg Shield Matrix und Transwarp Signal. Nette Spielereien, die beide die Besonderheit haben, dass sie nicht gegen die Species 8472 erfolgreich einsetzbar sind.

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Die Borg Shield Matrix ist eine defensive Karte.Aber eine, die es in sich hat.

Für bis zu drei Schadenspunkte bekommt man je einen Borg Shield Matrix Marker (BSMT) auf seine Schiffskarte. Für jeden dieser Marker darf der Borgspieler einen Bonus-Würfel bei der Verteidigung werfen. Außerdem darf man sich dagegen wehren, wenn Upgrade– oder sogar Captain-Karten vom Gegner durch Kartenfähigkeiten angegriffen werden. Was sich zunächst wie eine Spielart des Ablative Hull Armors anfühlt, entwickelt sich dann ganz schnell in eine eigene Richtung. Auf jeden Fall sollte man die BSMT-Regelkarte aufmerksam studieren.

Ach ja: Man darf nur eine Shield Matrix ausrüsten je Schiff.

Mit Transwarp Signal kann man einem Schiff irgendwo auf den Spielfeld einen Auxiliary Power Token (ATP) verpassen und gleichzeitig einen Aktions-Token (Scan, Ausweichen, Kampfstation oder Zielerfassung) wegnehmen.

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Tech- und Waffenupgrades:

Als würde das nicht schon reichen, bekommen die Borg noch weitere Spielereien mit den beiden Tech– und Waffen-Upgrades Power Node und Multi Kinetic Neutronic Mines.

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Die Power Node ermöglicht auf Kosten von aktiven Schildpunkten, ein rotes Manöver zu einem weißen Manöver werden zu lassen und damit dem Schiff u.a. seine Aktions-Phase zu erhalten. Da die Node nur ausgeschaltet wird (disable), kann man dieses drei Punkte teure Tech-Upgrade wiederholt nutzen. Schöne Sache.

Multi Kinetic Neutronic Mines ist ein zehn Punkte teures Minenfeld für die Borg. Ob es das wirklich gebraucht hätte – obgleich es ja einer Voyager-Folge entlehnt ist – lasse ich mal offen. Haben die Borg doch schon atemberaubende Waffen-Upgrades ohne Gleichen.

Wenigstens richten die vier Angriffswürfel auch Schaden bei eigenen Schiffen an, wenn das Minenfeld ausgelöst wird. Immerhin: WizKids stellt – als Folge des Praetus-Desasters – keine neuen Erweiterungen mehr ohne Minen-Token her, wenn Minen-Karten im Set enthalten sind. Gut!

Zwei doppelseitige Regelkarten (für die Borg– und die Admiral-Mechaniken) runden das Set ab.

20141122_131214Regelkarten für Admirals- und Borgmechaniken

Die Mission:

Collapse the Transwarp Network ist eine Zwei-Spieler-Mission, die sich ebenfalls der Thematik aus der finalen Voyager Folge Endgame bedient.

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Fazit:

Ich kann es eigentlich nicht glauben, aber scheinbar ist Widerstand wirklich zwecklos.

Hier gibt es eine Borg Erweiterung die mich überzeugt. Ist sie zu stark? Klar! Ist sie alptraumhaft? Klar. Ist sie damit thematisch passend? Klar!

Aber die Karten sind dufte und leben absolut von ihrer Thematik.

Das Modell ist toll. Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Sehr gut ausgearbeitetes Modell, detailliert und ordentlich zusammengebaut und ordentlich bemalt. Dazu richtig schön groß. Klasse.

Ob die Borg wirklich einen Admiral gebraucht hätten, und ob das dann nicht evtl. doch eher Locutus statt der Borg Queen sein hätte sollen, lasse ich auch mal offen.

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Gesamtfazit:

Ganz, ganz starke Welle.

Besser noch, als ich gehofft hatte. Meine hohen Erwartungen hinsichtlich der Ausstattung von Enterprise und Val Jean wurden eingehalten. Übertroffen sogar, was das Borg Schiff angeht.

Die Welle ist thematisch, die Verarbeitung ist – lassen wir die Kirche im Dorf und stellen klar, für WizKids Verhältnisse – (r)echt ordentlich und die Karten und Fähigkeiten sind durch die Bank weg gut verteilt und stark.

So kann es gerne in der Welle 9 weiter gehen, wenn wir die Scimitar und Chang’s Bird-of-Prey erwarten.

Zwischendrin erscheinen noch die großen Spielstücke:

Der Oversized Borg Cube (mit einem Wolf 359 Szenario und der langerwarteten Locutus Captains-Karte) und die Verkaufs-Version von DS9 die mit einem neuen Anstrich und tatsächlich dem sagenumwobene GenCon DS9-Crew-Upgrade Pack und einem Manöverrad ausgeliefert wird. Die beiden riesen Teile sollen neuerdings sogar turnierlegal sein. Lustig 🙂

Viel Spass Euch beim weiterspielen. Cut.