Star Trek Attack Wing – Vorstellung des Temporal Cold War – Hauptpreises: Der Temporal Cold War Grand Prize Card Pack

Und natürlich stammen die Karten aus dem Mirror Universe...

Vorbei sind die Zeiten, wo der Kampagnen-Hauptpreis eines mehrmonatigen Star Trek Attack Wing (STAW) Organized Play (OP)-Events eine Miniatur umfasste.

So scheint es zumindest, denn auf den Q-Continuum Grand Prize, einen sechteiligen Kartensatz der die Q-Fraktion ins Spiel einführte, folgt der Hauptpreis der Temporal Cold War (TCW) Kampagne, der ebenfalls aus einem solchen, allerdings noch dünneren, Kartensatz besteht.

Weiterspielen gelang es, neben den regulären und Teilnahme-Preisen aus den drei TCW-Kits auch diesen Kartensatz, der jedem TCW Monat 3 Kit „Zero Hour“ zweimal beiliegt, in die Finger zu bekommen, so dass wir ihn Euch vorstellen können.

Fünf Karten, der etablierten WizKids Logik zum Thema alternative Universen folgend, allesamt der Fraktion des Mirror Universe (MU) zugehörig, machen den Kartensatz aus. Begleitet wird der Preissatz von zwei Regelkarten (Mirror Universe – Fraktion und Time Token Mechanik) und einem Pappmarker-Bogen. Alle Karten stammen aus der Serie Star Trek Enterprise, was sich in einer extrem ansehnlichen Bebilderung niederschlägt.

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Das Personal des Sets besteht aus einem Captain (Vosk) und einem Crew Upgrade (Daniels).

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Vosk kostet vier Flottenpunkte, bringt einen passablen Captainskillwert von 7 an den Start und darf ein Elite Talent ausrüsten. Er darf – als ersten Teil seiner Captainsfähigkeit – ein fraktionsfremdes Elite Talent ausrüsten, ohne dass er dafür Strafpunkte zahlen muss.

Doch seine Captainsfähigkeit geht noch weiter: Vosk darf einmalig das Ablegen (discard) einer eigenen Karte verhindern und statt dessen drei Time Token auf die abzulegende Karte packen. Voraussetzung ist allerdings, dass ein gegnerisches Upgrade das Ablegen der Karte erzwungen hat.

Das sind beides nutzbare Fähigkeiten. Zu Vosk selbst und ob seine Umetzung thematisch gelungen ist, kann ich allerdings nichts sagen, da mir sein Auftritt in den Folgen am Ende der dritten bzw. zu Beginn der vierten Staffel nicht bekannt ist. Ich habe diese nie anschauen wollen. Allerdings kann ich sagen, dass Vosk in STAW eine absolut nutzbare Captains-Karte ist.

Zu Crewman Daniels, einem Besatzungsmitglied der Enterprise unter Captain Archer, kann ich allerdings etwas sagen. Er war eine Art Zeitagent der Föderation, der Archer zu einem Eingreifen in den Temporal Cold War bewegt hat.

Daniels kostet ebenfalls stolze fünf Punkte und bietet zwei Einsatzmöglichkeiten. Man darf Daniels ablegen (discard), um einem Gegner einen zusätzlichen Time Token auf eine Karte zu packen, auf die dieser grade welche packen musste. Oder aber, man legt Daniels bei einem Angriffs- oder Verteidigungswurf ab (ebenfalls discard), um eine beliebige Anzahl eigener Würfel neu würfeln zu dürfen.

Finde ich beides praktisch, aber auf jeden Fall zu teuer, grade auch, da die Karte nur einmalig einsetzbar ist.

Vosk hatte ja einen Elite Talent Slot den es zu füllen gilt, so dass es nicht überrascht, dass mit The Benefactor ein solches auch in diesem Set zu finden ist. Darüber hinaus gibt es mit Temporal Observatory ein spezielles Upgrade, welches entweder einen Waffen, Tech oder Crew Slot füllen darf.

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Der Benefactor ist die Gestalt, die die Suliban, allen voran Silik, in ihren Bann und in den Temporal Cold War hineingezogen hat. Er kostet fünf Punkte (langsam glaube ich ein Muster zu erkennen) und gehört natürlich auch zur MU Fraktion. Zu Beginn eines Spiels wandern drei Missions Marker auf die Karte. Diese darf man ausgeben, wenn man Time Token platzieren soll, auf einer eigenen Karte. Für jeden Marker den man ablegt, darf man einen Time Token weniger platzieren, als die Karte fordert. Ist die Karte leergespielt, legt man sie ebenfalls ab. Schon nett, aber auch wieder zu teuer für meinen Geschmack.

Das Temporal Observatory (TO) kostet sechs Punkte. Soviel zum Muster… TO erlaubt eine neue, extrem starke Aktion. Man darf, wenn man sie ausführt, drei Time Token auf die Karte packen. Dann darf man sich die bereits eingestellten Manöverräder anderer Schiffe anschauen und sein eigenes anpassen. Unfassbar stark! Und die Fähigkeit bleibt solange erhalten, so lange noch Time Token auf der Karte liegen. Die Karte ist der Knaller! Gut, nicht wirklich billig, aber doch der Knaller. Alleine dafür will man das Preisset in der Sammlung haben, finde ich.

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Die Tech Upgrade Karte Temporal Conduit rundet den Kartensatz ab. Sie kostet dann doch auch wieder fünf Punkte und erlaubt ebenfalls eine besondere Aktion. Man darf die Karte ablegen (discard) um eine bereits abgelegte eigene Upgrade Karte, deren Kosten vier oder weniger Punkte gekostet hat, wieder ins Spiel zu bringen. Und zwar auf dem Schiff, auf welchem der Temporal Conduit ausgerüstet ist. Auf das zurückgeholte Upgrade wandern dann drei Time Token.

Schicke Sache. Finde ich gut. Mir fällt die Verwendung von Discard-Karten eh sehr schwer, so dass mir diese Karte sehr entgegenkommt. Was mir nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass man fünf Strafpunkte zahlen muss, wenn man die Karte auf einem Nicht-MU-Schiff spielen möchte. Ja, ich bin eh gegen Fraktionsmischen, aber ich mag die Karte und das MU eben nicht. Was will man machen 🙂

Fazit:
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Der Temporal Cold War Grand Prize Kartesatz ist richtig hübsch anzusehen. Und thematisch ist er auch. Das muss man ihm lassen. Er nutzt die „neue“ Time Token Mechanik auf allen fünf Karten, die das Set umfasst. Alle Karten stammen aus der MU Fraktion. Das folgt der etablierten WizKids Logik hinsichtlich alternativer Dimensionen und Universen.

Die fünf Karten des Sets liefern gute und sehr gute Karten. Grade das Temporal Observatory ist eine Monsterkarte, auch der Temporal Conduit ist sehr stark. Vosk ist stark, nur Crewman Daniels fällt irgendwie, aufgrund zu hoher Kosten, ab.

Das Elite Talent The Benefactor rangiert ungefähr auf Augenhöhe mit Vosk, der einzigen Karte, die ein solches ausrüsten darf. Schade, die Karte hätte irgendwie zu Silik von den Suliban gehört. Den hätte ich hier auch gerne gesehen. Der Q-Kartensatz umfasste ja auch sechs Karten, während hier nur fünf vertreten sind. Aber irgendwas ist ja immer…

Ein schönes Preisset, grade auch für Spieler der Mirror Universe Fraktion. Das Ding hätte man auch so (vielleicht plus Silik) in den Verkauf geben können. Dann hätte es die – in meinen Augen zumindest – spielerisch ja eh ungemein interessante Zeitschiene der Enterprise-Ära, nochmals aufgewertet.

Denn dort kann man die Karten ja thematisch absoluit passend einsetzen. Schade, dass solche interessanten Karten wieder nur als Preis an den Start geht…

Allen Gewinnern viel Spaß mit den Karten! Wir lesen uns. Bis dahin, weiterspielen!