Star Trek Attack Wing – The Classical Movies Storyline, Month 2 – The Search For Spock (inkl. Kruge’s Bird-of-Prey und Emergency Power Ressource)

"Akti...vieren!"

Am Ende von Der Zorn des Khan blieben Jim Kirk und die Crew der U.S.S. Enterprise traurig zurück. Ihr Freund und Wegbegleiter, Spock, hatte sein Leben geopfert, um seine Freunde und das Schiff zu retten.

Spocks Leichnam hatte die Crew – in einem Photonen Torpedo Gehäuse als Sarg – gen Genesis, dem durch den Genesis Effekt aus dem Mutara Nebel entstandenen Planeten, geschossen, um Spock dort zur vermeintlich letzten Ruhe zu betten.

Doch wissen wir, Spocks Reise war damit noch nicht am Ende. Nein, vielmehr stand nach dem Zorn des Khan eine Suche an. Die Suche nach Mr. Spock.

Auch in der Star Trek Attack Wing (STAW) Organized Play (OP) Kampagne The Classical Movies (TCM), folgt auf The Wrath of Khan mit The Search for Spock (SfS) die Suche nach Mr. Spock.

Auf der Homepage der WizKids zum Spiel wird das Monat 2 Kit wie folgt beworben. Wie gewohnt finden sich in der Zusammenfassung und der Inhaltsangabe des Kits Links zum Szenario des Monats und den Regeln.

The Classic Movies – The Search for Spock (Month 2)

The Genesis planet was created when Khan Noonien Singh detonated the Genesis Device in the Mutara Sector in an attempt to kill Admiral James T. Kirk. The planet is growing very rapidly and you have sent an away team to the planet’s surface to study it. While your away team is on the planet, your fleet is set upon by an enemy fleet who has sent its own away team to the planet’s surface. Can you retrieve your away team before the volatile planet or the enemy’s away team destroys them?

Each The Classic Movies – The Search for Spock OP Kit includes:

Auf der Attack Wing Seite der WizKids, gibt es dann auch noch eine etwas ausführlichere Vorschau auf das Event Set: http://wizkids.com/attackwing/2016/04/26/classic-storyline-movie-preview-month-two-the-search-for-spock/

The Search for Spock:

The scenario for the Star Trek: Attack Wing – The Classic Movies – The Search for Spock event revolves around the Genesis Planet as seen in The Search for Spock. The planet is growing very rapidly and you have sent an away team to study it. While the away team is on the planet, your fleet is set upon by an enemy fleet who has sent its own away team to the planet’s surface. Can you retrieve your away team before the volatile planet or the enemy’s away team destroys them?

The scenario begins by placing a Planet Token directly in the center of the play area. The players then set up using the standard 2 player rules with the following exceptions, Player 1 must place one of his/her ships to the North of the Planet Token, while Player 2 must place one of his/her ships to the South of the Planet Token.

At the start of the game, during the Gather Forces step of Setup, each player must choose an additional 6 [Crew] Upgrades and place them in a stack next to his/her Ship Cards. These cards are members of your Away Team. While these cards are on this stack they are considered to be on the planet and cannot use any text abilities listed on the cards. These cards are in addition to the normal Fleet Build for this event, and the total SP for all 6 cards cannot exceed 24 SP. That means you have about 4 SP to spend per crew card on average but you can also mix and match trying to find the best Away Team that 24 SP can buy.

The Search for Spock scenario has the following Special Rules:

Any ship within Range 1-2 of the Genesis Planet may perform the following Action:

ACTION: If your ship is not Cloaked, disable all of your remaining Shields and then remove 1 of the members of your Away Team from the planet and deploy it to your ship, even if it exceeds your ship’s restrictions. Place 1 Mission Token beside your Ship Cards.

The volatile nature of the Genesis Planet may cause damage to your ships and/or your Away Team. At the end of each End Phase:

  1. Each ship within Range 1 of the Planet Token rolls 2 attack dice and suffers 1 damage for each [Hit] or [Critical Hit] result.
  2. Each player rolls a number of defense dice equal to the number of members left in its Away Team. If a player rolls at least 1 [Evade] result, that player’s Away Team is safe. Otherwise, that player must remove 1 member of its Away Team from the game.

During the Combat Phase, when it is a ship’s turn to attack, if the ship is within Range 1-2 of the Genesis Planet, that ship’s player may choose to forego that ship’s attack and instead attack with his/her Away Team. The attacker rolls 1 attack die for each member of his Away Team (max 2). The defender then rolls 1 defense die for each member of his Away Team (max 2). For each un-canceled [Hit] or [Critical Hit] result, the defending player must remove 1 member of his/her Away Team from the game (defender’s choice).

The game ends when one player is eliminated or the time limit is reached. At the end of the game, each player gains +5 Fleet Points for each Mission Token beside that player’s Ship Cards. The player with the most Mission Tokens beside his/her Ship Cards gains an additional +10 Fleet Points.

Es gibt also wieder eine spannende OP Mission, diesesmal mit dem Genesis Planeten im Fokus und endlich mal wieder mit einem Außen-Team-Einsatz.

Dazu werden sechs Karten (für 24 zusätzliche Punkte) vor Beginn des Events eingekauft und neben den eigenen Flottenkarte – und damit auf dem Planeten – platziert. Man kann die Crew dort retten (und ohne Berücksichtigung der Schiffsrestriktionen eigenen Schiffen zuordnen!) oder auf dem Planeten einen Außen-Team-Kampf gegen die anderen Crew-Karten durchführen lassen. Alles sehr der Vorlage gerecht. Gefällt mir!

Rettet man seine Crew, bekommt man für jedes hochgebeamte Crew-Mitglied einen Missions-Token. Dieser ist am Ende des Turnier-Spiels Fünf-Flotten Punkte wert. Hat man mehr dieser Token gesammelt als sein Mitspieler, bekommt man weitere zehn Flotten-Punkte dazu. Diese Flotten-Punkte zählen hinsichtlich des Turniersiegs.

Der Genesis Planet stellt eine Gefahr für Schiff und Crew dar. Jede Runde wird gewürfelt, ob Schiffe in unmittelbarer Nähe zum Genesis Planeten oder die Außen-Teams Schaden nehmen.

Leider liegt dem OP Kit kein neuer Planet bei. So muss auf einen der Planeten zurückgegriffen werden, der sich bereits bei den Spielern im Besitz befindet. Wir erinnern uns, im Starter Set gab es einen Planeten und in einigen Dominion War Kits (beispielsweise Monate 3 und 4), sowie im Peak Performance Kit gab es weitere.

Das Preismaterial:
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Thematisch völlig passend, werden hier als Teilnahmepreis eine Notenergie-Ressource (Emergency Power) und ein Klingonen-Schiff der B’rel Klasse (Kruge’s Bird-of-Prey) ausgespielt. Wie gehabt gibt es die Ressource alleine für die Teilnahme. Das Schiffs-Preis-Set gibt es einmal für den Veranstalter, einmal für den Gewinner und einmal für den „Fellowship-Award“. Es sind also in einem Kit drei Preis-Packs enthalten, die wieder nur aus Pappe und Papier bestehen. Eine Miniatur gibt es nicht dazu. Nun gut, klingonische Bird-of-Preys (BoP) gibt es wie Sand am Meer. Da lässt sich das besser verschmerzen als zuletzt bei der Miranda oder Constitution Klasse.

Der Teilnahmepreis – Emergency Power:
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„Emergency Power!“ ist der Ausruf Commander Kruges, nachdem die Enterprise seinen Bird-of-Prey direkt beim Enttarnen böse erwischt und mit Phaserfeuer schwer beschädigt. Als Ressource kostet Emergency Power (EP) fünf Punkte und gesteht der eigenen Flotte während eines Spiels fünf zusätzliche Bewegungsmanöver zu. Durchaus passend, nutzt Kruge doch die EP, um sein trudelndes Schiff abzufangen und einen Gegenangriff auf die Enterprise zu startern.

Die Karte funktioniert wie folgt:
Zu Beginn des Spiels platziert man fünf Missions Marker auf der Ressourcen Karte. In der Manöver-Ausführen-Phase einer Runde darf man jeweils einen dieser Marker ausgeben, um einem eigenen Schiff, welches grade ein weißes oder grünes Manöver ausgeführt hat, ein weiteres Manöver mit der Geschwindigkeit 1 oder 2 zuzugestehen. Dieses Manöver muss vom Manöverrad des Schiffes stammen und wird dann als rotes Manöver behandelt. D.h. man bekommt dafür – wenn keine besonderen anderen Fähigkeiten greifen – einen Auxiliary Power Token (APT) zugewiesen und büßt damit die Schiffs-Aktion in der Runde ein. Bewegung ist gut. Zusatzbewegungen sind noch besser. Aber Aktionen sind das Herz des Spiels. Also sind Ressourcen, die auf Aktionen Einfluss nehmen stärker als andere. Hier haben wir also folglich eine nette Ressource, aber keine unfassbar gute.

Thematisch passt die Ressource aber regeltechnisch und vom Namen her extrem gut zum Kampf der unterbesetzten, geschundenen Enterprise mit Commander Kruges Raubvogel.

Das Preisschiff – Kruge’s Bird-of-Prey:
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Kruge’s BoP kostet 22 Punkte, hat die schicken Spielwerte von 4 / 1 / 3 / 3 und eine typische klingonische Aktions-Leiste: Ausweichen, Zielerfassen, Tarnen, Ausweichen.

Man darf das Schiff mit vier Upgrades ausrüsten: je zweimal Crew und zweimal Waffe.

Die Schiffsfähigkeit erlaubt eine offensive Aktion. Man darf, so man die Aktion eingesetzt hat, einen gegen die Hülle eines gegnerischen Schiffes erzielten kritischen Treffer zu einem Direct Hit machen. Man sucht die Karte aus dem Schadensdeck, ordnet sie zu und mischt das Schadensdeck dann neu. Man kann damit also einen Doppeltreffer erzeugen, wenn man das Risiko eingehen will, eine Aktion darauf zu verwetten, dass man einen kritischen Treffer durchdrücken wird können.

Die generische Version des Schiffes kostet 20 Punkte (nur zwei Schildpunkte) und verzichtet auf einen Waffen-Slot.

Der Raubvogel der B’rel Klasse hat zwei 90°-Feuerwinkel und ein fantastisches Manöverrad, dessen einziges rote Manöver das Come-About ist.

Das Personal:
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Kruge, Torg, Maltz und Valkris machen das Personal des Sets aus.

Kruge ist ein Skill 7 Captain, der vier Punkte kostet und ein Elite Talent ausrüsten darf. Er versorgt sein Schiff mit einem zusätzlichen Crew-Slot. Das ist auch gut. Denn Kruge kann seine Crew „einsetzen“ (discard) um im Schaden-Zuweisen-Schritt der Kampfphase, bei einem Primärwaffenangriff einen zusätzlichen Schadenspunkt anzurichten. Dazu muss dann aber wie gesagt eine Crew-Karte abgelegt werden.

Torg kostet atemberaubende sechs Flottenpunkte. Und er bringt eine Neuerung mit sich. Wir erinnern uns an die Time-Token-Mechanik, die vor einiger Zeit (Mit Welle 17, meine ich) Einzug ins Spiel gehalten hat. Auf der Regelkarte dazu gab es noch einen weiteren Effekt: den Continous Effect, samt Marker.

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Torg liefert nunmehr den ersten solchen andauernden Effekt! Torgs Einsatz kostet die Karte (discard) und eine Aktion, die man nur auslösen darf, wenn man nicht getarnt ist. Dann muss man alle noch aktiven Schilde deaktivieren um ein Schiff in Reichweite 1-2 (die Transporterreichweite in STAW) anpeilen. Auch dieses Schiff darf keine aktiven Schilde haben oder getarnt sein.

Auf dem Schiff werden alle Upgrades deaktiviert (disable). Solange nicht alle Upgrades auf dem betroffenen Schiff wieder freigeschaltet wurden, büßt das betroffene Schiff einen Angriffs- und einen Verteidigungs-Würfel ein. Sehr, sehr lästig!

Der Effekt, dargestellt durch den Continous Effect Marker, wirkt so lange, wie sich noch ausgeschaltete Upgrades auf dem Schiff befinden. Sind irgendwann alle Upgrades gleichzeitig nicht mehr deaktiviert, legt man den Marker ab. Aber das kann, je nach dem wie dick das Schiff ausgerüstet ist, und wie der Spieler trotzdem auf Karteneffekte zurückgreifen will, ewig und drei Tage dauern. Torg ist monsterstark. Aber halt auch sehr, sehr teuer.

Maltz kostet nur fünf Punkte. Maltz Einsatz ist ebenfalls aktionsgebunden und kostet die Karte (discard). Man darf dann in Transporter-Reichweite (1-2) mit einem befreundeten Schiff, Crew austauschen: Entweder man transferiert bis zu drei Crew-Upgrades von Maltz‚ Schiff auf ein anderes, befreundetes Schiff (auch wenn dieses Schiff nicht die passenden Upgrade Slots frei oder überhaupt zur Verfügung hat!). Anders herum geht es aber auch. Man kann auch bis zu drei Crew-Karten auf Maltz‚ Schiff beamen. Auch hier werden Schiffsbeschränkungen ignoriert.

Erinnern wir uns an die Boarding-Parties (Torg) und die Beamerei auf dem Genesis Planeten sind die beiden Fähigkeiten hier richtig, richtig thematisch.

Weiter geht es mit Valkris und einem generischen Captain.

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Valkris kostet fünf Punkte. Valkris hat die Datensätze des Genesis Projekts erbeutet (und törichterweise auch angesehen), um diese an Commander Kruge zu übermitteln. Dies wird auch versucht ins Spiel zu übertragen.

Valkris darf einmal (discard, oh ja, wie im Film…) eine Aktion wirken, um auf einem Schiff in Reichweite 1-3 ein Crew-, Tech,- oder Waffen-Upgrade nach Wahl) auszuschalten (disable) und mit dem eigenen Schiff einzusetzen, als wäre es auf dem eigenen Schiff ausgerüstet! Was sich da für Möglichkeiten bieten… Der Wahnsinn! Ein tolles Upgrade, wenn auch sehr teuer.

Der generische Captain bietet keine Überraschungen.

Sehr teuere, aber auch sehr thematische Crew liefert das Set also ab. Mal sehen, ob man das auch über das Elite Talent des Sets für Kruge sagen kann:

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Retaliatory Strike (RS) kostet auch fünf Punkte. Die Karten des Sets bleiben also teuer.

Man darf mit RS einen Gegenschlag vornehmen. Auslöser dafür ist die Beschädigung des eigenen Schiffes durch ein Schiff im eigenen vorderen Feuerwinkel. Das gegnerische Schiff muss sich in Reichweite 2-3, also in der Photonen Torpedo Reichweite, befinden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, darf man RS ablegen (discard) und dieses Schiff sofort mit einem Photonen Torpedo Upgrade angreifen.

Ob man eine Zielerfassung für den Einsatz der Torpedos auf dem Gegner braucht, sagt die Karte selbst ersteinmal nichts, aber man muss die Torpedos direkt ablegen (discard). Ich fürchte aber, dass alle Voraussetzungen für eine Torpedo-Attack eingehalten werden müssen. Damit bräuchte man dann auch eine aktive Zielerfasssung auf das gegnerische Schiff. Das wäre bitter, weil einfach zu viele Voraussetzungen aufeinander kommen und man oben drauf auch noch die Torpedos und das fünf Punkte teure Elite Talent dafür opfern muss.

Aber weiter im (Regel-) Text: Diese zusätzliche Attacke sperrt die normale Attacke in dieser Runde nicht, ist also eine der wenigen Möglichkeiten im Spiel, doppelt zu attackieren in einer Runde. Das ist immerhin an Anreiz, die Karte zu spielen.

Dennoch: bräuchte man noch die bereits bestehende Zielerfassung, wäre die Karte wohl viel zu situativ. Mindestens mal neun Punkte für einen einzelnen Schuß, der dann noch nicht einmal modifiziert werden kann. Das überzeugt mich nicht.

Für den Fall das man es hausregelt, dass man keine Zielerfassung braucht, wäre die Karte flexibler und einsetzbar. Ich denke auch, dass wir das in unserer Gruppe so handhaben werden. Sonst ist die Karte einfach sinnlos. Vielleicht sollte man auch überlegen, eine Anfrage bei W.O.R.F. (WizKids Official Rules Forum) zu stellen. Es wäre ja nicht das erste mal, dass dort Text auf einer Karte ergänzt würde… Außerdem diskutiert die Spielergemeinschaft in der Neutralen Zone eine Hausregelung der Karte: http://www.neutralezone.net/t1360-umfrage-hausregel-retaliatory-strike.

Das Fazit:
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Wieder ein schönes Kit. Nicht nur ein schönes Preis-Set, mit netter Ressource, nein, das gesamte Kit überzeugt schon wieder. Eine spannende, fluffige Mission, ein passendes Preis-Schiff mit coolen Karten, die auch eine gute Verkaufserweiterung ausgemacht hätte, ordentliche Kartendicke und -bebilderung. Mit The Search for Spock wird die mit Der Zorn des Khan grandios gestartete Classical Movies Storyline ganz stark – und thematisch überzeugend! – fortgesetzt.

Das Set wartet auch – in bester OP Tradition, ich erinnere an die Fighter Squadrons aus dem Dominion War – mit der Premiere einer neuen Regelmechanik, den Continous Effects, auf!

Torg bietet diesen Effekt erstmalig, der seit Welle 17 ja quasi angekündigt worden ist. Knapp ein Jahr später. Das ging ja „schnell“. Ich hoffe, diese Mechanik schafft auch bald den Sprung in die regulären Wellen des Spiels. Ohne das wir noch ein weiteres Jahr warten müssen.

Genauso wie bei den Filmen, macht Die Suche nach Spock auch bei Star Trek Attack Wing Spaß. Sie fällt etwas ab hinter dem actionreichen Wrath of Khan, macht aber dennoch unheimlich viel Spaß. Auch hier greife ich u.a. auf Erfahrungsberichte aus dem Netz zurück, die die Kampagne als die beste seit langer, langer Zeit loben.

Ich empfehle, die Mission nachzuspielen und sich auf die Suche nach dem OP Spielzeug zu begeben. In diesem Sinne, Euch viel Spaß beim Weiterspielen… Wir lesen uns!