Star Trek Attack Wing – Sela’s Warbird

Klingon Civil War OP Kampagnen Hauptpreis

„Humans have a way of showing up when you least expect them.“
Commander Sela

Mit diesen Worten wurde Commander Sela in das Universum von Star Trek – The Next Generation (TNG) eingeführt und nicht von ungefähr haben wir nach langer, langer Funkstille dieses Set ausgewählt, um uns mit den Weiterspielen-Besprechungen zu Star Trek Attack Wing (STAW) Material zurückzumelden. 😉

Sela ist die Tochter der ersten Sicherheitschefin der U.S.S. Enterprise, Lt. Natasha „Tasha“ Yar, und eines romulanischen Offiziers. Diese Verbindung wurde möglich, nachdem Tasha Yar – aus einer anderen Zeitschiene kommend und in die Vergangenheit reisend – die Schlacht bei Narandra III überlebte, dort von den Romulanern gefangen genommen und nach Romulus verbracht wurde (vgl. TNG Epsiode Yesterday’s Enterprise). Alles weitere ist, wie man so schön sagt, Geschichte

Die Hintergrundgeschichte:
Commander Sela war die der zentrale Figur, die, hinter den Kulissen agierend, während des klingonischen Bürgerkriegs versucht hat, der klingonischen Verräterfamilie Duras zu helfen, die Kontrolle über das Klingonische Reich zu erlangen.

Eine Verbindung zwischen den Romulanern und dem klingonischen Haus der Familie Duras gab es ja bereits seit Jahrzehnten. So war es ja auch der Vater des Duras, der die Verteidigungscodes der Khitomer-Kolonie an die Romulaner verriet, so dass diese bei einem Überfall auf den Außenposten alle (naja, fast alle) dort lebenden Klingonen hatten töten konnten.

Der Kampagnenhauptpreis:
Während in den drei einzelnen OPs in jedem Monat ein am Bürgerkrieg beteiligtes Klingonenschiff als Preisset (ohne Modelle) ausgespielt wurde, erhielt der Gewinner der gesamten Kampagne ein Preisset mit Schiff: nämlich den romulanischen Warbird unter dem Kommando von Commader Sela.

Anmerkung: Das Schiff dürfte alleine schon wegen der prestigeträchtigen Personalie begehrt sein. Sela ist einfach eine sehr spannende Figur im Star Trek Universum (s.o.). Darüber hinaus war das Set als Kampagnenhauptpreis auch entsprechend selten – jedem Klingon Civil War OP Kit Nr. 3 lagen gerade mal zwei solche Sets bei, von denen regelmäßig ein Modell an den Ausrichter der Turnierreihe, in Anerkennung seiner Arbeit, ging. 

Der Inhalt und seine Qualität:

Wie die meisten Preissets umfasst das Set neun Spiel-Karten – zzgl. einer doppelseitigen Regelkarte für die Admirals Mechanik des Spiels –, drei Bögen Pappe mit einigen spielrelevanten Markern und das Schiffs-Modell.

Anmerkung: Selas Warbird stammt noch aus den „guten, alten Zeiten“ der „ersten Edition“ von STAW und hat daher die alte Kartenformatierung und Regeltextformulierungen. Selas Warbird ist, wie auch der beiliegende generische Warbird, daher basierend auf der klassischen Punkteformel (Spielwerte x 2 = Punktekosten) gepreist.

Das Pappmaterial hingegen weißt bereits die neue, glattere Oberflächenstruktur auf, die mit den Card Packs und dem neuen Starter Set zum Standard des Spiels geworden ist.

Die Spielkarten sind ausreichend stark geworden, so dass sie gut in der Hand liegen. Hier scheint sich ein Trend in die richtige Richtung abzuzeichnen. Ich begrüße das sehr. Auch die Bebilderung ist in Ordnung. Ebenso das Druckbild der einzelnen Spielkarten.

Das Modell:

Beim Modell findet sich – erstmals in der Romulanerflotte – die neue, leicht metallisch wirkende Bemalung der aktuellen Repaint-Zeiten von STAW. Das metallische Grün schimmert dabei leicht im Licht. Das Finish bleibt recht hell, auf einen starken Wash scheint verzichtet worden zu sein. Die Warp-Gondeln sind nicht mehr blau angemalt (endlich!) und es gibt andersfarbige Applikationen am Raubvogelkopf des Schiffes. Vom Modell her ist das hier möglicherweise der bisher schickste Warbird der romulanischen Flotte, auch wenn ich persönlich die Belak in ihrem durchscheinenden Grün auch sehr mag.

Das Schiff:

Sela`s Warbird kostet – einmal mehr der altehrwürdigen Formel (s.o.) folgend – glatte 30 Punkte (Spielwerte: 3 / 2 / 6 / 4) und liefert zwei Tech Slots, einen Waffen Slot und Platz für zwei Crew Upgrades.

Die Aktions-Leiste ist wie bei allen D`Deridex Warbirds mit Ausweichen, Zielerfassung, Tarnen und Sensor-Echo ausgestaltet.

Die Schiffsfähigkeit nimmt sehr viel Text in Anspruch, ist aber im Grunde recht einfach erklärt:

Ist Sela`s Warbird in der Aktivierungsphase getarnt und führt die Sensor-Echo Aktion aus, darf man eine weitere Sensor-Echo Aktion als freie Aktion durchführen.

Anmerkung: Das ist schon mächtig. Die Möglichkeit unter aktiver Tarnung eine Lageveränderung vorzunehmen ist es, was die Romulaner (u.a.) als Fraktion so stark macht. Diese Fähigkeit quasi zu verdoppeln ist eine sehr spielstarke Sache. Zumindest auf dem Papier. Da die Sensor-Echo-Aktion wahlweise mit der 1er oder 2er Manöverschablone durchgeführt werden kann, man schon ganz gut weg vom Fleck, wenn man sie zweimal ausführen darf in einer Runde!

Allerdings muss man für diese Bewegung auch bezahlen. Denn bewegt sich ein Schiff zu sehr, zu schnell, zu weit unter der Tarnung, wird diese leicht löchrig. Spieltechnisch wird dies so umgesetzt, dass man den Tarn-Marker dann auf dessen rote Seite umdrehen muss, wenn man die Schiffsfähigkeit einsetzt. Damit enttarnt sich Sela’s Warbird automatisch am Ende der Runde und kann dann in der nächsten Runde wieder in die Zielerfassung feindlicher Schiffe geraten.

Die dem Set beiliegende generische D’Deridex Klasse kostet 28 Punkte (sie verzichtet auf einen Schildpunkt im Vergleich zu Selas Schiff) und verliert jeweils einen Tech und einen Crew Slot im Vergleich zum benannten Schiff, erhält dafür aber eine zweiten Waffen Slot.

Am Manöverrad der Klasse hat sich nichts geändert.

Das Personal:
Commander Sela war der Kopf hinter der romulanischen Beteiligung am klingonischen Bürgerkrieg. Dementsprechend kommandiert sie nicht nur ihren eigenen Warbird, sondern eine Flotte von Unterstützungsschiffen.

Diesem Umstand Rechnung tragend tritt Sela denn dann auch gleich im Range eines Admirals auf die STAW-Bühne.

Admiral Sela ist (natürlich) einzigartig und gibt einen „+1“ Bonus auf den Captain Skill des unter ihr seinen Dienst versehenden Captains.

Sie kostet vier Flottenpunkte und hat eine defensive Flotten-Aktion (Fleet-Action) zu bieten:

Beim Verteidigen dürfen angreifende Schiffe nicht die Vorteile eines eigenen Scan-Markers in Anspruch nehmen oder ihn für eigene Zwecke ausgeben!

Anmerkung: Das allein ist schon recht stark, zieht es doch beispielsweise Mr. Spock aus der Tinyprise Erweiterung den Zahn.

Doch Selas Fähigkeit geht noch weiter: Angreifende Schiffe dürfen auch keine Kampfstationen (Battlestations) Marker die neben dem eigenen Schiff liegen, gegen das Schiff einsetzen, auf dem die Flotten-Aktion aktiviert wurde. Das ist auch echt gut.

Im Zusammenspiel hat Sela hier echt etwas zu bieten. Das Problem ist – wie gerne mal bei den Romulanern – die Spielmechanik: man muss diese Fähigkeit mit einer Schiffs-Aktion in der Aktivierungsphase auslösen. In den meisten Fällen wird dann aber das passieren, was auch passiert, wenn das romulanische Elite Talent Counter Attack ausgelöst wird: Der Gegner wird sich einfach ein anderes Ziel suchen und die eigene Aktion ist verpufft.

Löst ein Schiff mit einem sehr niedrigen Captain Skill die Aktion aus, können andere Schiffe unter Umständen darauf reagieren und durch eigene Lageveränderung andere Ziele ansteuern.

Das Alles muss ja auch nicht immer schlecht sein, aber es schwächt die Aktion in ihrer Wirksamkeit schon deutlich ab.

Anmerkung: Was verwundert ist, dass Admiral Sela offensichtlich keinen Elite Talent Slot auf ihrer Spielkarte abgebildet hat. Dies verwundert umso mehr, wenn man die Karte umdreht und sieht, dass Captain Sela durchaus über einen solchen Elite Talent Slot verfügt!
Gut, Romulanern ist grundsätzlich ersteinmal alles zuzutrauen, aber was könnte an diesem Punnkt noch näher liegen, als romulanische Durchtriebenheit? Richtig, es könnte sich um einen Fehler seitens der WizKids handeln. Und, ja, es ist tatsächlich so. Die Karte wurde von WORF (dem offiziellen Regelforum) korrigiert. Auch Admiral Sela verfügt über einen Elite Talent Slot und darf Elite Talente ausrüsten! Das ist irgendwie mal wieder typisch für die WizKids, bleibt aber leider nicht die einzige nachträgliche Änderung, die eine Karte dieses OP Hauptpreissatzes widerfahren soll.

In ihrer Captains-Version (auf der Rückseite der Admirals –Karte zu finden!) bietet Sela, die auch als Captain einmalig ist, einen soliden Captain Skill von 7. Damit rangiert sie hinter Genre-Größen wie Picard, Kirk, dem Romulan Commander oder Dukat, aber ist doch sehr weit vorne dabei in ihrer eigenen Fraktion. Sela kostet auch als Captain vier Flottenpunkte, um sie auszurüsten und liefert die oben beschriebene Fleet-Aktion als normale Karten-Aktion, eben beschränkt auf das Schiff, auf dem Sela ihren Dienst versieht.

Die Möglichkeit ein Elite Talent auszurüsten legt nahe, dass es im Set auch (zumindest) ein solches gibt. Dazu kommen wir dann auch gleich, direkt nachdem wir einen Blick auf Movar, den zweiten Captain des Sets, geworfen haben.

Movar war Selas rechte Hand bei der Unterstützung der Familie Duras während der romulanischen Kampagne zur Destabilisierung des klingonischen Reichs. Er kann für 3 Flottenpunkte ausgerüstet werden und erlaubt lustige Spiele beim Zuweisen der Karten beim Flottenaufbau. Movar kann man nämlich in der Gather Forces Phase des Spiels nutzen um einen Tech, Waffe oder Crew Slot des eigenen Schiffes gegen einen Crew, Tech, Waffe oder sogar einen Elite Talent Ausrüstungs-Slot zu tauschen. So kann man Movar benutzen, um aus einem Scout Schiff ein kleines Kanonenboot zu machen. Das kann für eine Überraschung am Tisch sorgen. Falls nicht, ist Movar immerhin noch ein Skill 5 Captain, was in der romulanischen Flotte nicht ganz schlecht ist.

Die Elite Talente:

Mit Reverse Course liegt dem Set zunächst ein einzigartiges (und recht teures) Talent bei – und ich verrate vorneweg – dass es sich dabei direkt um die zweite Karte handelt, in deren Text WORF nachträglich eingegriffen hat…

Reverse Course kostet direkt einmal fünf Punkte. Das ist ein teurer Spaß, gerade auch im Hinblick darauf, dass romulanische Schlachtschiffe schon auch recht teuer in der Anschaffung sind.

Dafür ist Reverse Course aber auf den ersten Blick sehr, sehr praktisch: denn es erlaubt dem Captain eines Schiffes, der dieses Talent ausgerüstet hat, in der Aktivierungsphase das ausgewählte eigene Manöver zu ignorieren und statt dessen ein Rückwärtsmanöver, wahlweise mit „Geschwindigkeit 1“ oder „2“, zu fliegen! Da die Manöverschwierigkeit (d.h. seine Farbe) nicht benannt ist, ist das Manöver auch kein rotes, so dass für den Einsatz des Talentes kein Auxiliary Power Tokens (APT) fällig wird!

Okay, wow, das ist stark und bei einem hochklassigen Captain, der schön weit hinten in der Initiativereihenfolge einer Runde agiert, extrem praktisch. So kann man sich toll aus Karambolagen heraushalten, die sich während der Aktivierungsphase vor seinen Augen abzuspielen beginnen.

Und da das Manöver keinen APT verursacht (anders als quasi alle anderen Rückwärtsmanöver), kann das Schiff seine Aktions-Phase retten und noch normal agieren. Das ist schon mal sehr, sehr praktisch und lässt die Karte ihre fünf Punkte fast schon wert erscheinen. Doch die Tatsache, dass die Karte weder ausgeschaltet (disable) noch abgelegt (discard) werden muss, macht die Karte darüber hinaus richtig stark. Und fast schon wieder zu stark. Zumindest in den Augen von W.O.R.F.. Das Regelteam sah sich gezwungen – nach Erfahrungsberichten von einem großen Turnier in England – einzugreifen und die Karte zu einem 5 Punkte teuren Einmalspaß zu machen, indem er die Karte zu einer einmalig verwendbaren „discard“-Karte erklärte.

Nach der offiziellen Regelung muss man nunmehr das Talent ablegen (discard), wenn man es anwendet, was natürlich den Nutzen deutlich verringert. Für ein Discard-Talent fünf Punkte zu investieren ist eine Hausnummer, die meistens die Einsparungen am Ende des Listenbaus nicht überleben dürfte.
Das ist echt schade…

Das zweite Elite Talent des Sets ist sehr thematisch und passt genau hier hin.
Es trägt den Namen Klingon-Romulan Alliance, ist einzigartig und darf nur auf einem klingonischen oder romulanischen Schiff unter einem klingonischen oder romulanischen Captain gespielt werden. Diese Karte ist von Haus aus eine einmalige Karte (discard). Wenn das Schiff, auf dem sich diese Karte befindet in Reichweite 1-2 zu einem befreundeten Schiff der Romulaner oder Klingonen steht und sich verteidigt, darf man die Karte ablegen und bis zu zwei Verteidigungswürfel neu würfeln.

Das kann einem zwar theoretisch in einer brenzligen Situation mal den Hals retten, aber doch wirkt die Karte zu situativ, zu teuer und überhaupt zu selten einsetzbar, um von wirklichem Nutzen zu sein. Bei einem Preis von vielleicht „2“ Punkten und einem freien Slot auf einem von Movar kommandierten Schiff hätte man über die Allianz nachdenken können. So finde ich sie zu teuer, für das, was sie eventuell einmal im Spiel leisten kann.

Die einzige Crew Karte des Sets, Tokath, hat nichts mit der romulanischen Beteiligung am klingonischen Bürgerkrieg zu tun, passt aber thematisch trotzdem durch eine Hintertür ins Set.

Tokath kostet zwei Flottenpunkte und liefert eine einmalige (discard) Aktion.

Tokath darf man ablegen, um zwei Ausgeschaltet (disable) Marker von anderen Upgrades (es wird dabei nicht spezifiziert, welche Art von Upgrades dies sein müssen!) zu entfernen.

Da eine Einschränkung fehlt, welche Art von Upgrades so wieder klar gemacht werden dürfen, ist Tokath für zwei Punkte durchaus spielbar. Gerade in Verbindung mit Plasma Torpedoes der alten Schule etwa, kann man da sicherlich schöne Listen entwerfen.

Anmerkung: Auch wenn seine Fähigkeit vielleicht nicht seinen Hintergrund im Setting widerspiegelt, so macht es doch Sinn, Tokath hier in ein solches thematisches Set zu packen. Tokath war der Commander eines nach einer Schlacht von den überlebenden von Romulanern und Klingonen zusammen errichteten und bewohnte Camps auf einem ansonsten unbesiedelten Planeten.
Somit hat die Figur Tokath sowohl mit Romulanern als auch mit Klingonen zu tun. Es war ihm auch gelungen, eine Gesellschaft zu etablieren, in der die beiden – ansonsten auf den Tod verfeindeten Völker – zusammenleben konnten (vgl. TNG – Birthright, pt. I & II).

Als einzelnes Tech Upgrade findet sich der Tachyon Pulse im Set, ein vier Punkte teures, auf den einmaligen Einsatz je Schiff limitiertes Tech Upgrade wieder.

Anmerkung: In der Doppelfolge (TNG) versucht Captain Picard die Verwicklung der Romulaner in den Bürgerkrieg aufzudecken, darf jedoch nicht aktiv an den Kampfhandlungen des Bürgerkriegs teilnehmen, da die Föderation diese als interne Angelegenheit des Klingonischen Reichs eingestuft hat.

Um trotzdem die Romulaner auffliegen lassen zu können, ersinnt er mit seiner Crew eine List. Diese sieht vor, ein Netz aus sog. Tachyonen zwischen den Schiffen einer kleinen Flotte von Starfleet Schiffen unter seinem Kommando zu knüpfen. Dieses Netz würde es dann sofort registrieren, wenn ein getarntes Schiff es durchfliegen würde. Um dieser Falle zu entgehen, erdachten die Romulaner einen eigenen Plan. Sie fluten einen Bereich, der durch das Netz abgedeckt sein sollte, selbst mit einer hohen Dosis von Tachyonen-Strahlung. Dadurch entstand quasi ein „Nebelfeld“. In diesem Bereich wird das von der Sternenflotte ausgeworfene Netz dann passierbar. Ein im Grunde guter Plan, der die Rechnung aber ohne einen Androiden gemacht hat…

In STAW Partien ist diese Karte weniger großflächig in ihrer Wirkung als ihr Name es nahelegt. Sie ist schlicht und ergreifend defensiver Natur. Man darf sie ausschalten (disable) um dann einen zusätzlichen Verteidigungswürfel („+1“) zu erhalten. Der Bonus steigt auf „+2Verteidigungswürfel, falls das angreifende Schiff einen Scan-Marker neben sich liegen hat.

Für vier Punkte auch nicht gerade billig, aber wenigstens reaktiv. Man kann die Karte auslösen, wenn man sie braucht und muss sie nicht, wie etwa die (Flotten-) Aktion von Sela, im Vorfeld einer Kampfphase bereits auf Verdacht ausgelöst haben.

Fazit:

Ein schönes Set. Muss ich hier echt noch mehr schreiben? 🙂

OK, ich mag Commander Sela sehr. Ich habe schon seit Beginn des Spiels auf sie gewartet (und habe seinerzeit mit dem Designer des Spiels, Andrew Parks, auf Boardgamegeek.com geschrieben und ihn damit genervt, wann er endlich eine entsprechende Karte designen würde^^). Und nun ist sie da. Thematisch stimmig in einem Set, welches den klingonischen Bürgerkrieg beschließt. Mit eigenem Warbird (samt frischem, neuen Anstrich) und ein paar echt schönen Begleitkarten. Movar, ihre rechte Hand aus den TNG Folgen Redemption, ist auch mit im Set vertreten. Zwei Elite Talente und ein Tech Upgrade liegen dem Set bei. Überraschenderweise keine neuen Waffenkarten, dafür aber mit Tokath eine Crew Karte, die auch mit der Verständigung zwischen Klingonen und Romulanern zu tun hat, nicht aber direkt etwas mit dem Kampagnenthema. Trotzdem finde ich es gut gelöst.

Das Set ist vom Material her gut, Fehler haben sich aber leider auch wieder eingeschlichen. Eine Karte vermisst ein Symbol und eine Karte wurde vom Regelforum abgeändert und (in meinen Augen zu) deutlich abgeschwächt.

Für alle Freunde der Romulaner ist dieses Set auf jeden Fall ein Muss. Commander Sela hat dem Spiel viel zu lange gefehlt. Und selbst wenn weder sie, noch ihr Schiff, noch ihr Kartensatz Karten umfassen, die unglaublich stark wären, so möchte doch jeder Romulanerspieler ein Exemplar dieses leider recht seltenen Preissets in seiner Flotte haben. Und das zu Recht.