Star Trek Attack Wing – Organized Play – Resistance is Futile (inkl. Avatar of Tomed, Korok’s Bird of Prey, Trager)

Und hier ist sie. Die zweite dreimonatige OP-Kampagne mit den Borg als Thema. Nach The Collective ist jetzt der Widerstand zwecklos.

Resistance is Futile:

Resistance is Futile (RiF) bringt drei neue OP Kits, drei neue Preisschiffe, allesamt teilassimilierte Versionen von schon erschienen Schiffsklassen ( Romulaner – D’Deridex, KlingonenB’rel – und  Cardassianer – GalorKlasse)

Enthalten sind interessante Schiffe: Die Romulaner bekommen die Avatar of Tomed, die Klingonen Korok’s Bird-of-Prey und die Cardassianer, äh…das Dominion…die Trager.

Darüber hinaus gibt es einen neuen Hauptpreis und drei neue Teilnahmepreise in Form von Ressourcen.

Szenario-Pappe gibt es – zumindest in den Kits 1 und 2 – nicht mehr. Das finde ich sehr bedauerlich. Ich mochte die Atmosphäre, die durch die Pappteile am Spieltisch entstand. Nicht immer war alles toll, aber z.B. das bajoranische Wurmloch war doch schon ein echter Hingucker und auch die Orbitalen Waffenstationen waren klasse. Evtl. kommt aber in Kit 3 nochmal etwas…

Blindbooster Brick:

Neben den OP Kits gibt es auch wieder einen neuen Tournament Brick mit fünf neuen Blindbooster Schiffen.

Diese liegen Weiterspielen vor und bekommen einen eigenen Artikel, wie es auch schon beim Collective der Fall war.

Die Fraktionen die neue Schiffe bekommen sind die Kazon (!), das Spiegeluniversum (MU), die Vulkanier, die Ferengi (!) und die Borg.

Die Kazon erhalten ein neues Schiffs-Modell, die anderen vier Schiffe sind erneute Nutzungen bereits bekannter Modelle (MU: Galor, Vulkanier: D’Kyr-Klasse, Borg: Scout Cube, Ferengi: Marauder).

Vorgeschlagene Änderungen im Turnierformat:

Das Turnierformat wurde auch geändert – die Kernpunkte:

  • 120 Punkte Flottengröße.
  • 90 davon werden mitgebracht.
  • 30 davon stammen aus einem Blind Booster.
  • Jede Flotte muss mindestens drei Schiffe umfassen (der Blind Booster zählt dabei mit)!
  • Kein Schiff darf insgesamt mehr als 50 Punkte kosten!

Dreadnought-Builds, wie etwa Listen mit nur einem hochgemotzten Schiff wie der Voyager oder einem einzelnen Tactical Cube, gehören damit – auf Turnierebene – der Vergangenheit an.

Diese Änderungen sind nicht verbindlich, sind aber „suggested“ von WizKids.

Quelle: http://wizkidsgames.com/blog/2014/10/24/star-trek-attack-wing-updated-suggested-tournament-format/

Die OP Kits und ihr Material im Einzelnen:

Ressitance-is-Futile-Header

RiF-Monat 1: Dark Frontier

STAW-WEB-Month-1

Fluff-Text:

Your fleet has been on a mission to study the Borg and gather as much information as you can about them. So far, your completely non-aggressive actions have allowed you to go unnoticed by them and, as such, you have acquired substantial knowledge.

While you are near the edge of Borg Space, however, your fleet is ambushed and a battle ensues. You are certain that both fleets should take great care to not be detected by the Borg ships that are very close to your location. Any aggressive behavior would most assuredly bring the Borg ships to your position where both of your fleets would be assimilated and/or destroyed and all of your information would be lost

Will you be able to defeat your enemy and continue your mission? Or will both fleets be doomed?


Each Resistance is Futile Month One kit includes:

  • “Dark Frontier” Instructions & Score Sheets
  • Participation Prizes: (10) Improved Shields Cards with Reference Cards
  • Competitive Prizes: (3) I.R.W. Avatar of Tomed/D’Deridex Class ships

Quelle: http://wizkidsgames.com/star-trek-attack-wing-resistance-is-futile-storyline-organized-play-series/

Szenario-Regeln: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/09/71511-Instruction-Sheet.pdf

Die Zeit der (quasi) kooperativen OP-Szenarien scheint auch schon wieder vorbei, wenn man sich den Fluff-Text und die Regeln des ersten Monats ansieht. Doch beginnen wir mit dem Teilnahme-Preis, den jeder Spieler mit nach Hause bekommt, unabhängig davon, wie er beim Spiel abschneidet:

Der Teilnahme-Preis – Improved Shields:

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Für stolze zehn Flottenpunkte kann man sich eine Spielkarte nehmen (eigene Schildmarker liegen der Ressource nicht bei…) auf der vier Schilde abgebildet sind.

Dort packt man zu Spielbeginn vier Schildmarker (aus dem eigenen Fundus) drauf und kann von dieser Karte Bonusschildmarker an seine Schiffe verteilen. Maximal zwei pro Schiff.

Diese Marker werden als erste vernichtet und werden dabei verbraucht. Zerstörte Schildmarker werden abgelegt. Nicht zerstörte kehren auf die Karte zurück und können neu eingesetzt werden.

Zu teuer und wenig überzeugend.

Sowohl von den Regelmechaniken, noch von der Ausführung. Billig und überflüßig. Sehr schade… Vielleicht eine der schlechtesten Ressourcen des Spiels bisher.

Das Preisschiff:

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Die Avatar of Tomed hat ihren Ursprung nicht in einer der Serien und stammt damit nicht aus dem sog. Canon. Vielmehr taucht das Schiff in einer Roman-Trilogie auf, die aus der Feder von Captain James T. Kirk, äh… William Shatner, stammt.

In The Return wird die Wiedergeburt Kirks nach dessen Tod im Kinofilm Generations – als Teil eines Plans von abtrünnigen Romulanern und einer Splittergruppe des Borg-Kollektivs erzählt, an dessen Ende die Unterwerfung der Föderation und die Absicherung des Romulanischen Imperiums vor den Borg stehen soll – erzählt. Eine epische Trilogie.

Genauso wie bei der Assimilation Target Prime (ATP) wurde bei der Avatar of Tomed auf ein bestehendes Schiffsmodell, diesesmal, zur Vorlage passend, auf einen Warbird der D’Deridex-Klasse, zurückgegriffen. Dieser wurde dann mit teilassimilierten Patches versehen, wie sie auch auf die ATP aufgebracht wurden.

20141202_17311920141202_173112Die sehen aber leider richtig schlecht aus. Da ist die ATP viel besser gelungen.

20141202_173032Okay, die Bilder sind auch nicht gut gelungen, aber es wird tatsächlich nicht viel besser, wenn man das Schiff in der Hand hat.

Einen bedeutenden Unterschied gibt es denn dann aber doch: Die Warpgondeln sind endlich, endlich im richtigen Farbton, in GRÜN, bemalt worden. Vorbei die Zeiten mit FöderationsBlau an romulanischen Warbirds 🙂

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Die Schiffs-Karten:

Es gibt vier Schiffskarten zum Modell. Zwei Versionen der Avatar of Tomed. Eine rein romulanische und eine Hybrid Version Romulaner / Borg.

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Dazu passend noch zwei generische Schiffe.

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Die romulanische Version der Avatar of Tomed bekommt eine Möglichkeit, einen Bonusangriffswürfel zu erzeugen, auf Kosten eines Hüllenschadens. Nun haben D’Deridex Warbirds schon eine recht dicke Hülle, aber all zu oft würde ich das nicht machen wollen, grade auch, weil durch das viele getarnt fliegen, die Hülle eh schon oft angekratzt werden wird. Für Notfälle und First-Strike-Aktionen auf Reichweite 1 sicherlich schon mal nutzbar.

Nicht zu verachten sind die drei Sekundärwaffen-Slots des Upgrade – Bars, die zusammen mit dem Tech-Slot einiges an Zuladungsmöglichkeiten geben (Advanced Weapons Array, Cloaked Mines, 2x Plasma Torpedoes hört sich finde ich schon recht gut an). Dazu noch einen Crew-Slot, den man beispielsweise mit einem Romulan Pilot oder einem Tactical Officer oder einem Centurion belegen könnte. Das Schiff lässt sich schon aufhübschen.

Die Schiffsfähigkeit der Borg-Hybrid Version, ist überraschend passiv, für ein Schiff mit Borg-Beteiligung. Nach einer Tarnaktion, auf Kosten des eigenen Angriffs eine freie Regenerate Aktion durchführen zu können, wertet diese, meiner Kenntnis nach quasi fast nie benutzte Aktion deutlich auf. Perfekt wäre es natürlich, wenn man diese Aktion mit der Schiffsfähigkeit der puren Romulaner Version des Schiffes kombinieren könnte, um so den Hüllenschaden durch den Bonus-Würfel-Einsatz reparieren zu können. Auch hier behalte ich mir ein abschließendes Urteil vor, wenn ich beide Versionen ausgiebig im Einsatz hatte.

Allen vier Schiffen ist ein gleiches Manöverrad gegeben.

 

Vier Schiffe, eine Manöverkarte:

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Das Personal:

Das Schiff bekommt, passend zum Hintergrund, einen romulanischen Captain Salatrel (Skill-5) und einen Borg Captain, eine Skill-1-Drone.

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Salatrels Fähigkeit ist eine Mischung aus der vom neuen Picard und dem Romulan Commander aus der Gal Gath’thong Erweiterung. Das ihr zugehörige Elite Talent ist – ebenfalls absolut thematisch – die Karte Borg Alliance. Die Karte ist grundsätzlich ein Gewinner für die Romulaner Fraktion.

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Allerdings ist einmal mehr das „wording“ der Karte…suboptimal. Was ist genau ein „non-Borg Ship„? Hängt das von der Fraktionszugehörigkeit ab? Dann wäre die Avatar of Tomed direkt mal raus! Ich sage: nein. Kann es aber nicht wirklich begründen… Hier hätte eine sauberere Formulierung die Sache klar(er) gemacht.

Nichtsdestotrotz: Mit dieser Karte bekommt ein Schiff einen einzelnen Borg-Upgrade Slot und der Captain erhält vier Dronen Marker auf seine Captains-Karte. Starke Ansage!

Die Einschränkung, dass die Karte nicht spielbar ist, von einem Borg-Captain oder auf einem Borg Schiff, macht da natürlich extrem Sinn.

Die übrigen Upgrade-Karten sind dann „Borg„:

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Vox ist der ehemalige romulanische Liebhaber von Salatrel und nunmehr eine Borg-Drone. Nein, nicht wirklich eine Drone, mehr das romulanische Gegenstück zu Locutus. Also die Stimme der Borg gegenüber den Romulanern. Was sich ja auch sehr hübsch im Namen widerspiegelt.

Die Karte gehört passenderweise auch zu beiden Fraktionen.

Das Borg Upgrade des Schiffes ist die Karte Hive Mind.

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Mit einer Aktion kann man seinen Pool an Dronen wieder auffüllen. Etwas abhängig davon, wie viele Upgrades man bereit ist, vorübergehend auszuschalten (disable).

20141202_173530Die Pappteile des Sets

Fazit:

Okay, dass WizKids so früh die canon Schiffe ausgehen würden, überrascht mich dann doch. Dann aber gab es auch eine Avatar of Tomed in der HeroClix Reihe, so dass auch hier, in STAW, damit zu rechnen war.

Für dieses Schiff gab es zumindest noch einen Hintergrund in einer Romanreihe. Wie das dann bei den folgenden Schiffen gehandhabt wird, die in den Kits 2 und 3 ausgespielt werden, bleibt abzuwarten…

Das Set selbst ist für Romulaner Spieler sehr interessant. Einen weitere Warbird zu bekommen ist reizvoll, doch besonders die Hybrid Variante mit den Borg Upgrade Möglichkeiten ist spannend. Auch dass man endlich mal einen Warbird (rechnet man den generischen dazu, sogar zwei) mit einem Angriffswert von 4 Würfeln spielen kann.

Ich bin ganz happy mit dem Schiff. Habe ich doch nunmehr auch die Chance, meine ansonsten so ungebliebten Borg Karten auf einem Romulaner Schiff einzusetzen 🙂

Ich freue mich darauf, die Avatar of Tomed auf dem Spielfeld auszuprobieren. Weniger froh macht mich die Ressource, der ich aber fairerweise auch mal einen Testlauf zugestehen werde.

Das Schiff selber ist wohl nur speziell für Romulaner Spieler ein Leckerbissen.  Spieler, die schwerpunktmäßig andere Fraktionen spielen, verpassen hier, meines Erachtens nach, nicht viel.


RiF – Monat 2: Unimatrix Zero

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Fluff-Text:

A group of Drones has broken their connection with the Hive Mind and formed Unimatrix Zero. While regenerating, these Drones are able to enter Unimatrix Zero and recall all of the memories of their former lives. With the assistance of ships outside of the Borg’s influence, these rebel Drones have found a way to maintain their individualities even when they are not regenerating and have staged a rebellion against the Borg Collective.

But the Borg Queen has learned of Unimatrix Zero and has begun hunting down these rebellious Drones and destroying them. Even if it means the destruction of an entire Cube to kill just one of these traitors, she will not let this mutinous action go unanswered or unpunished.


Each Resistance is Futile Month Two kit includes:

  • “Unimatrix Zero” Instructions & Score Sheets
  • Participation Prizes: (10) Advanced Targeting Systems Cards with Reference Cards
  • Competitive Prizes: (3) Assmilated Vessel 80279/B’rel Class ships

 Quelle: http://wizkidsgames.com/star-trek-attack-wing-resistance-is-futile-storyline-organized-play-series/

Szenario-Regeln: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/09/71512-Instruction-Sheet.pdf

 

Der Teilnahme-Preis – Advanced Targeting Systems:

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Der Teilnahmepreis besteht, wie in Monat 1, aus zwei Karten. Der doppelseitigen Regel– und Referenz-Karte (links oben) und einer Ressourcen-Karte, in Ermangelung eines besseren Wortes (oben rechts).

Mit dieser Karte neben seiner Flotte (Kostenpunkt fünf Flottenpunkte) kann jedes Schiff der Flotte bis zu zwei unterschiedliche Schiffe gleichzeitig in die Zielerfassungen nehmen und diese beiden auch gleichzeitig aktiv halten bzw. in der selben Runde einsetzen. Kein Schiff kann jedoch zweimal das gleiche Schiff in die Zielerfassung nehmen. Klingt zumindest nett und wird sicherlich mal in einer Testrunde ausprobiert werden.

Das Preis-Schiff: Korok’s Bird-of-Prey / Assimilated Vessel 80279

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Im Monat 2 wird ein weiteres Hybrid Schiff als Hauptpreis ausgespielt. Diesesmal ein Schiff der Klingonen. Ein weiterer Kreuzer der B’Rel Klasse.

Direkt beim Auspacken fällt auf: Die Verpackung wurde verändert. Der Bereich unter dem Schiff ist größer aufgeteilt, so dass das Pappzeugs und die Karten besser Platz finden und weniger leiden auf dem Weg zum Spieler. Das gefällt mir ganz gut. Dafür sieht leider die Miniatur ziemlich… ich nenne das jetzt mal… langweilig aus. Zu erkennen, die schwarzen Stellen, die (teil-)assimilierte Bereiche darstellen sollen. Was am vorderen „Kopfbereich“ des Schiffes noch ganz gelungen wirkt, ist ansonsten eher mau.

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Die Schiffskarten:

Korok’s BoP ist die Standard Klingonen Variante eines B’Rel-Klasse-Kreuzers

20141209_234418klassische B’rel Version

und 22 Punkte schwer (4 / 1 / 3 / 3), mit typischer Klingonen AktionsLeiste (Ausweichen, Zielerfassung, Tarnen, Sensor-Echo) und mit der UpgradeLeiste Crew, Waffe, Waffe, Tech versehen.

Das Schiff hat sowohl einen vorwärtsgerichteten und einen rückwärtigen 90°-Feuerwinkel.

Die Schiffsfähigkeit erlaubt, bei einem Angriff auf Reichweite 1 und unter Tarnung, dem Gegner einen Verteidigungswürfel zu versagen. Für Klingonen eine schöne Fähigkeit.

Der sperrige Name Assimilated Vessel 80729 ist die Bezeichnung für das Klingonen/Borg-Hybrid Schiff.

20141209_234412(teil-)assimilierte Version

Dieses Schiff ist teurer (5 / 1 / 3 / 4) und verfügt über eine exakt gleiche AktionsLeiste. Die Upgrade-Leiste wird um ein Borg-Slot erweitert.

Anmerkung:
Das die Macher beim Copy&Pasten nicht das Symbol für eine B’rel Klasse eingefügt haben, sondern den romulanischen D’Deridex Warbird unten links auf der Karte beließen, ist eigentlich nicht schlimm, zeugt aber einmal mehr von schlammpiger Qualitätskontrolle seitens des Verlages.

Die Schiffsfähigkeit erlaubt es, auf Kosten von drei Dronen Markern kann eine beliebige Anzahl von Angriffswürfeln neu gewürfelt werden, selbst wenn diese schon neu gewürfelt wurden (beispielsweise durch den Einsatz eines Zielerfassungsmarker). Nett, eine Art besserer ReserveTarget-Lock.

Zwei generische Versionen der Schiffe und eine Manöverkarte (ohne Abbildung) runden dieses Segment des Preissets ab.

20141209_234507generische Schiffe beider Versionen

Das Personal:

Der Captain des Sets ist – naheliegenderweise – Korok. Ein klingonischer General, der im 24. Jahrhundert von den Borg assimiliert worden und aus Star Trek Voyager Doppelfolge Unimatrix Zero bekannt ist. Gelungen, wie ich finde, bedenkt man den Titel der Mission 🙂

Korok ist ein Skill-6 Captain, der über ein Elite Talent Slot verfügt und mit Warrior Spirit eines mitgeliefert bekommt.

Beide Karten haben Kosten von vier Flottenpunkten.

20141209_234436Korok und sein klingonenexklusives Elite Talent

Koroks Fähigkeit harmoniert gut mit der seines Schiffes. Bei einem Angriff auf Reichweite 1 deaktiviert Korok – falls möglich – ein aktives Schild des gegnerischen Schiffs.

Unter Einsatz des Warrior Spirits kann man einmalig (discard) exklusiv als klingonischer Captain nachdem man Schaden angerichtet hat, zwei weitere Angriffswürfel werfen. Jeder Treffer oder kritische Treffer fügt dem angegriffenen Schiff diesen Schaden zu, gegen den es sich nicht verteidigen kann.

Allerdings richtet jedes gewürfelte Kampfstationen Symbol einen Hüllenschaden am eigenen Schiff an. Die gewürfelten Ergebnisse können nicht mehr modifiziert werden. Klingonisch durch und durch, wie ich finde.

In seiner assimilierten Version ist Korok auch ein Skill-6 Captain, d.h. man platziert zu Spielbeginn sechs Dronen Marker auf seiner Karte.

20141209_234529der assimilierte Korok

Mit dem Einsatz eines Dronen Markers kann Korok aus einem normalen einen kritischen Treffer machen, wenn der Schaden zugeteilt wird. Eine starke Fähigkeit.

Weitere Captains oder Crew-Karten gibt es nicht. Dafür aber noch Upgrades:

20141209_234556reguläre Photonen Torpedoes

Die regulären Photonen Torpedoes sind weder neu, noch besonders spannend. Vielmehr interessant sind die beiden neuen Borg– und Tech-Upgrade-Karten:

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Das fünf Punkte teure Borg-Upgrade Vinculum bietet zwei Einsatzmöglichkeiten. Jeweils auf Kosten der Schiffsaktion.

Entweder schaltet man die Karte aus (disable) und repariert damit einen Schadenspunkt an Schilden oder Hülle oder man verwendet seine Aktion und schaltet die Node ab (disable), um jedem freundlichen Borgschiff in Reichweite 1 bis 2 einen Dronen Marker zu „spendieren“.

Data Node ist ein drei Punkte teures Tech-Upgrade – Borg Fraktion -, welches man zu Spielbeginn mit drei Missions-Markern aus dem Grundspiel versieht.

Wird man angegriffen, darf man jeweils einen dieser Marker ausgeben, um damit den Gegner zu zwingen, einen Angriffswürfel weniger zu werfen.

Die Karte ist nicht einzigartig (unique) aber begrenzt, auf den Einsatz von maximal einer Karte je Schiff.

Data Node ist eine ganz coole Karte, die sicherlich eher romulanisch anmutet oder zur Föderation passt, als zu den offensiv ausgerichteten Klingonen. Da passt es ja, dass die Karte zur Fraktion der Borg gehört und nur mit einem Hybridschiff ausgeliefert wird. Mit nur drei Punkten Kosten kann man sie sicherlich auch mal bei den Klingonen in einer Angriffs-Flotte einbauen und ausprobieren.

Fazit:

Das Preisschiff des Monats 2 ist für Klingonenspieler interessant. Nicht zuletzt, weil hier wieder ein Schiff der B’Rel Klasse ausgespielt wird. Diese Klasse ist ja bisher nur als OP-Schiff zu bekommen.

Die Schiffsfähigkeit der normalen, nichtassimilierten Version harmoniert gut mit der Captains-Fähigkeit von Kolok. Der Kartensatz hat ein paar nette Spielereien, von denen sicherlich Data Node am vielversprechensten klingt, auch wenn ich die Karte eher in die Fraktionen der Romulaner oder der Föderation verortet hätte, ob ihrer defensiven Ausrichtung.

Als Freund von fraktionstreuem Spiel, begrüße ich es, dass das thematisch gelungene Elite Talent Warrior Spirit an einen klingonischen Captain gebunden ist.

Insgesamt ein nettes Preisset, welches insgesamt elf Karten umfasst.

 

RiF Monat 3: Endgame

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Fluff-Text:

After having spent years in the Delta Quadrant, with little hope of returning to your homes, a plan has been devised to return to the Alpha Quadrant using the Borg’s transwarp network. With this plan, a transwarp hub could be destroyed as well, which would inflict a major blow to the Borg’s power in the galaxy.

A neurolytic pathogen has been introduced into the Borg Collective and the time to strike is now. As you ready to enter the nebula containing the transwarp hub, an enemy fleet is attempting to stop you. Will you succeed and return to the Alpha Quadrant, or will you be thwarted and left in the Delta Quadrant?


Each Resistance is Futile Month Three kit includes:

  • “Endgame” Instructions & Score Sheets
  • Participation Prizes: (10) High Yield Photon Torpedoes Cards with Reference Cards
  • Competitive Prizes: (3) Assimilated Vessel 64758/Cardassian Galor Class ships
  • Grand Prizes: (2) Tactical Cube 001/Borg Tactical Cube ships

Quelle: http://wizkidsgames.com/star-trek-attack-wing-resistance-is-futile-storyline-organized-play-series/

Szenario-Regeln: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/09/71513-Instruction-Sheet.pdf

In Kit 3 gibt es sie dann doch noch: etwas Pappszenerie für die Mission:

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Der Teilnahme-Preis – High Yield Photon Torpedoes:

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Der Teilnahmepreis besteht, wie in den vorangegangenen zwei Monaten, aus zwei Karten. Der doppelseitigen Regel– und Referenz-Karte (links oben) und einer Ressourcen-Karte, in Ermangelung eines besseren Wortes (oben rechts). Auch diese Ressource kostet in der Anschaffung fünf Flottenpunkte.

Diese Ressource wertet alle Photonen Torpedoes einer Flotte auf.

Genau, nur die Photonen Torpedoes.

Bei jedem Angriff mit einer solchen Waffe, darf nunmehr ein Bonusangriffswürfel verwendet werden. Darüber hinaus bekommen die Torpedoes, die von den romulanischen Plasmatorpedoes bekannte Fähigkeit, alle gewürfelten Leerseiten einmalig neu zu werfen.

Damit wird versucht, dem Problem mit der Verwendung der Photonen Toprpedoes in STAW zu begegnen. Ich bezweifele, dass diese Ressource die Lösung ist. Solange nur eine einzige Ressource gespielt werden darf, wird diese Karte oftmals daheim bzw. im Ordner bleiben. Beim heimischen Spiel, wo man eher einmal mit einer Punktebegrenzung für Ressourcen und keiner Begrenzung der Anzahl spielt, könnte ich mir eher vorstellen, auf diese Karte zurückzugreifen.

Das Preisschiff – die Trager:

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Die Trager war das erste cardassianische Schiff in Star Trek und stammt aus der TNG-Episode The Wounded. Dort ebenfalls zu sehen, Marc Alaimo, später bekannt als Gul Dukat, als erster cardassianischer Gul, Macet.

Das Schiffsmodell ist gelungener als das der anderen Monate, zumindest die Ausführung, die dieser Besprechung zu Grunde liegt.

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Die Schiffskarten:

Auch die Cardassianer bekommen in diesem Preisset vier neue Schiffe. Die Trager, die assimilierte Dominion/ BorgHybrid-Version eines Galor-Klasse Schiffes (Assimilated Vessel 64758) sowie dazu passende generische Schiffsversionen.

Die Trager:

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Die Trager kommt auf 26 Flottenpunkte (4 / 1 / 4 / 4) und hat eine interessante Defensivfähigkeit: Man kann auf Kosten eines ausgeschalteten Schildes (disable) einen Treffer oder sogar einen kritischen Treffer verhindern. Das kann unter Umständen die Haltbarkeit des Schiffes deutlich erhöhen!

Die Schiffsaktionen sind Scan, Zielerfassung und Ausweichen. Die Upgrade Möglichkeiten Crew, Waffe, Waffe und Tech. Wie gewohnt für die Schiffsklasse steht ein frontaler 180° Schußwinkel zur Verfügung. Dafür bleibt das Schiff – in allen Ausgestaltungen – eher unbeweglich, wie die Manöverkarte zeigt.

20141210_133221Manöverkarte

Für die Fraktion und für jeden Cardassianer-Fan ein lohnendes Schiff. Weiter geht es mir der Hybrid-Version des Schiffes:

20141210_133143Assimilated Vessel 64758

Die Spielwerte des Schiffes sind etwas stärker und es verfügt über eine andere Schiffsfähigkeit. Für runde 30 Punkte (5 / 1 / 4 / 5) erhält man ein Schiff mit den Aktionen Ausweichen, Zielerfassung, Scan und Regenerate. Die Ausrüstungsmöglichkeiten sind die gleichen wie bei der Trager, erweitert um ein Borg Upgrade.

Die defensive Schiffsfähigkeit erlaubt es, einen Dronen Marker auszugeben und dann einen Verteidigungswürfel auf eine Wunschseite zu drehen und dort einzufrieren. D.h. dieses Ergebnis darf nicht mehr verändert werden. Nicht schlecht, wenn man dringend mindestens einen sicheren Treffer verhindern muss.

20141210_133209generische Versionen

Das Personal:

Der Captain des Schiffes heißt dann auch passenderweise Gul Macet, ein Skill-5 Captain, mit Elite Talent Slot. Dazu gibt es das Elite Talent Truce.

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noch schick mit dem putzigen Kopfschmuck, den spätere Cardassianer dann nicht mehr trugen / tragen mussten. Bei einem Angriff, kann Gul Macet einen Auxiliary Power Token (APT) nehmen um dafür einen extra Angriffs-Würfel zu werfen.

Das Elite Talent Truce erlaubt es einmalig (discard) einen Angriff zu canceln. Dafür muss dann ein APT neben das eigene Schiff. Der gecancelte Angriff darf nicht umgeleitet werden und verpufft also. Sollte das Schiff, das Truce spielt bereits selber angegriffen haben, muss es einen zweiten APT neben sich packen.

Das Elite Talent kostet stolze fünf Punkte und weitere fünf werden fällig, wenn man es einem Captain mit einem Skill größer/gleich fünf zuordnet.

Tactical Drone:

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Der Borg Captain ist eine cardassianische Tactical Drone mit Skill-6, d.h. sechs Dronen Markern zu Spielbeginn auf der Spielkarte.

Auch diese Karte hat eine defensive Fähigkeit. Freundliche Schiffe in Reichweite 1 können unterstützt werden, auf Kosten einer Drone, und dürfen daraufhin einen Verteidgungswürfel extra werfen.

Das Crew Upgrade: Glinn Daro

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Glinn Daro stammt ebenfalls aus der TNG-Folge The Wounded, und passt damit perfekt zu seinem Gul und dem Schiff Trager. Für lediglich drei Flottenpunkte kann man nun auf Kosten einer Aktion einen Schadenspunkt an Schilden oder Hülle reparieren. Finde ich cool. Solche Karten sind stark und wertvoll.

Zwei Upgrades runden den elfteiligen Kartensatz des Preisschiffes des Monats 3 ab, wobei mit dem Waffenupgrade Magnetmetric Guided Charge eines bereits bekannt war und sogar mit dem selben, irgendwie unpassenden Bild, recyclet wird und ein neues Borg-Upgrade ist mit dabei: Neural Link.

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Die Guided Charges sind eine ganz starke exklusive Borg Waffe für fünf Punkte und der neurale Link ist mit drei Punkten eine echte Schnapperkarte. Man darf auf Kosten seiner Schiffsaktion mit allen Dronen Markern aller befreundeten Borg Schiffen in Reichweite 1 bis 3 jonglieren und diese nach Belieben (im Rahmen der Captains-Fähigkeiten und der Gesamtsumme) neu verteilen! Unglaublich praktisch, auch wenn man die Karte dafür ablegen (discard) muss.

Fazit:

Wow, ich bin total überrascht von diesem Set. Und das positiv.

Die ganze Zusammenstellung ist thematisch gelungen, der Kartensatz ist interessant und stünde jeder cardassianerlastigen Dominionflotte gut zu Gesicht. Die Mini ist nicht weltbewegend, aber eine der besserer teilassimilierten Schiffe. Das Ding hätte, versehen mit vielleicht 1-2 Karten mehr und einer Mission, ohne weiteres zur Verkaufs-Erweiterung getaugt. Schade, dass es dazu nicht gekommen ist.

Sehr angetan und eine schöne Verstärkung meiner, zugegeben selten genutzten, Dominionflotte.

Gesamtfazit:

Auf dem Papier fand ich die Preise dieser Kampage eher mau und langweilig.

Ausgepackt und angeschaut, habe ich dann aber richtig Gefallen gefunden. Und das schließt alle drei Schiffe, und sogar den Hauptpreis mit ein.

Was ich bedauere ist, dass es nur bei Kit 3 die Idee einer Pappszenerie noch gibt und dass die Ressourcen nicht wirklich überzeugen konnten. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass solch krass starke Karten wie die Fleet Captains und Flagschiff-Ressourcen bereits im Vorfeld raus gekommen sind und damit natürlich das Leben für spätere, kleinere Ressourcen schwer machen. Ausprobieren, schon aus Abwechlungsgründen, möchte ich sie trotzdem alle gerne mal.
Die spezielle Natur der Preisschiffe macht mir etwas Sorgen, ob ein Ende des Spiels in Sicht ist. Immerhin sind aber schon zwei weitere, einzelne Episoden Kits angekündigt worden, die einzelnen TNG-Folgen nachempfunden sind. Auch gibt es noch Wellen-Ankündigungen bis in den Juni 2015 hinein. Mal sehen, was sich noch ergibt. Ich habe jedenfalls immernoch Spaß mit STAW und hoffe auf eine längere Zukunft.

Viel Spaß mit den Missionen und den Zutaten der Kits wünscht Euch Cut.
Weiterspielen!