Star Trek Attack Wing – Organized Play – nach dem Dominion War ist vor dem Collective – „The Tholian Web“, „Arena“ und „The Collective“ Besprechung

Zum Start von Star Trek Attack Wing (STAW) schickte WizKids seine neuen Spieler direkt in eine epische Auseinandersetzung im Star Trek Universum.

In einer sechs Monate umfassenden Kampagne wurden Turniere gespielt, die in groben Zügen an bekannte Momente und große Schlachten des Dominion Krieges, also dem Kampf nahezu aller Völker der Alpha und Beta Quadranten gegen das Dominion aus dem Gamma Quadranten und seine lokalen Verbündeten wie die Cardassianer und später die Breen, anknüpften.

Am Ende dieser Kampagne trug der Gewinner eine bemalte DS9 Station als Trophäe davon.

Mehr zum Dominion War hier: http://antoniusblog.de/star-trek-attack-wing-organized-play-programm-update-zur-halbzweit-inkl-op-kit-3/

Doch schon vor dem Ende dieses Zyklus wurde bekannt, dass es weiter gehen würde mit dem Organized Play (OP). Allerdings mit Veränderungen:

Enthielt jedes Dominion War (DW) Kit noch genug Teilnahmepreise für 12 Spieler, sowie sechs Terrain-Sets, so dass also sechs Spiele gleichzeitig angeboten werden konnten, wurden die Kits nach dem Krieg kleiner.

Nur noch 10 Teilnehmerpreise und fünf Map-Sets umfassen nunmehr die neuen Kits.

Die ersten beiden Monate nach der Kampagne wurden kleine Event-Kits, die sich an zwei Folgen der Original Serie (TOS) Episoden anlehnten, gespielt. Diese waren beide sehr thematisch, bis dahin das zum Thema passenden (beide zur Independent Fraktion gehörenden) Preisschiffe ausgespielt wurden.

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Episoden Kit 1:

Zunächst gab es das Event „The Tholian Web“,

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bei dem das Tholianer Schiff Tholia One

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als Preisschiff ausgespielt wurde.

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Das Set umfasst daneben mit Loskene einen Skill-4-Captain, mit interessanter Fähigkeit inkl. Elite Slot und ein dazu passendes Talent mit Tholian Punctiuality.

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Tholianer Schiffe können die Fähigkeit als besondere Aktion ihr berühmt-berüchtigtes Energienetz zu spinnen, als Waffen-Uprade kaufen:

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Dem Schiff liegen auch jeweils passende Energy-Web-Marker bei.

Für die Teilnehmer wurde als Antrittspreis die Föderationsupgrade Karte Red Alert sowie die Skilled Helmsman Ressource – samt neuer dazu passender Manöverschablone! – ausgehändigt.

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Das Map-Set besteht aus den Energy-Web-Tokens mit denen man das Netz der Tholianer darstellen kann.

Eine eigene Variante der Plasma Torpedoes rundet das Set ab.

Die offiziellen Szenario Regeln findet man hier: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/newattackwing/The-Tholian-We-Instruction-Sheet-WEB-COPY.pdf

 

Episoden Kit 2:

Im darauf folgenden Monat galt es in der „Arena“ zu bestehen.

The Arena Op Kit

Dem Sieger winkte hierbei ein Gorn-Kreuzer, die S’Gorn.

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Dieser Gorn Kreuzer ist ein mit einem interessanten Kartensatz (Stichworte: Gorn Pilot, Jammed Communications und Faked Messages) ausgestattes Set, über dessen Sinn und Unsinn und auch seinen Wert auf dem Sekundärmarkt in den einschlägigen englischsprachigen Foren laut nachgedacht wurde.

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Vereinzelt wurden sogar Stimmen gehört, die behaupteten die S’Gorn könnte – nicht zu letzt auf Grund der guten Kombinationsmöglichkeit mit Khan und den anderen zuvor genannten Karten – der Ch’Tang mit ihrer Barrage of Fire Karte, dem bisher teuersten Preisschiff-Set (aus dem zweiten Monat des Dominion Krieges), preislich gesehen den Rang ablaufen oder zumindest das Wasser reichen können. Ein Trend, der sich meiner Erfahrung nach hierzulande bisher nicht bestätigt hat.

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Als Teilnahmepreise wurde die interessante Chief Engineer Ressource ausgegeben – bestehend aus Papptoken und Referenz-Karte -, sowie die Elite-Talent-Karte Full Alert für die Föderation.

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Die offiziellen Szenario-Regeln findet man hier: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/newattackwing/arenaop51414/Arena%20Instruction%20Sheet_Revised%20012214.pdf

Zusammenfassung der Episodenkits:

Da beide Preis-Schiffe unabhängig sind, was die Fraktionszugehörigkeit angeht, eröffnen sich hier – spätestens aber mit der Veröffentlichung der Soong in Welle 6 – Möglichkeiten eine komplett mit eigenen Schiffen und passenden Karten ausgestattet unabhängige Flotte ins Feld zu führen. Hat man dann im Hinterkopf, dass auch noch zwei Maquis Raider erscheinen (Blind Booster: Gavroche und reguläre Welle: Val Jean), mausert sich die Fraktion ungemein.

Doch waren die beiden Episoden-Events nur Zwischenspiele, quasi die Ruhe vor dem Sturm, der danach losbrechen sollte.

Die Borg-Kampagne(n):

Denn in der Zwischenzeit – genauer in Welle 4 – betraten die Borg  die STAW-Bühne. Irgendwie war es klar, dass die Borg dann auch als Leitmotiv eines neuen, mehrmonatigen Arcs dienen würden. So kam es dann auch. Diesesmal wurden gleich zwei Kampagnen angekündigt. Jede mit einer Laufzeit von je drei Monaten.

Die Titel der Kampagnen sind „The Collective“ und „Resistance is Futile“.

Es wird dabei thematisch gesehen im ersten Story Arc vermehrt um die Borg Konflikte im Alpha-Quadranten gehen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich der zweite Arc eher mit den Geschehnissen im Delta-Quadranten befassen wird.

Die hervorstechendste Besonderheit bei diesen Kampagnen ist die Veränderung des Turnierformats. Diese Veränderung wird zwar von den WizKids als „nicht verpflichtendes“ und rein optionales Extra zur Erhöhung des Spielspaßes angekündigt. Aber auf Grund der Besonderheiten, wird es kaum Läden geben, die sich dem neuen System entziehen werden wollen. So genug Material verfügbar ist.

Die Neuerung besteht in einem weiteren OP Produkt, was neben die OP Kits eines Story Arcs tritt. Dieses Ding trägt den Namen Tournament Brick und umfasst dann zehn sog. Blind Booster,

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von denen jeder eines von fünf neuen Schiffen enthält, die natürlich nur auf diesem Wege Einzug in das Spiel halten. Die WizKids erhöhen damit einfach mal auf einen Schlag die Anzahl der Limited Edition Schiffe dieses Arcs von drei auf acht!

Die Vermarktungsidee hinter den Blind Boostern ist, dass die Spieler mit einer 90 Punkte umfassenden, vorkonstruierten Flotte bei Ihrem Event aufschlagen, dort eine nunmehr deutlich erhöhte Startgebühr (in unserem Sprachraum deutet sich eine Gebühr in Höhe von ~ 19/20 € je Spieler und Event an) an den Veranstalter abdrücken und dann eben nicht nur die Teilnahmepreise (Ressource o.ä.) bekommen, sondern auch genau einen Blind Booster.

Aus dessen Inhalt müssen die Spieler dann ein Schiff mit 30 weiteren Punkten bauen und ihrer Flotte hinzufügen. Der vermeintliche „Clou“: Da die Boxen alle gleich aussehen, weiß man zu Beginn des Events nicht, welches Schiff man bekommen wird.

Die fünf Schiffe stammen aus den vier großen Fraktionen des Dominion Krieges:

Föderation, Dominion, Romulaner und Klingonen erhalten jeweils ein Schiff.

Dabei bekommt die Föderation mit der U.S.S. Yeager, einem Schiff der Saber-Klasse,

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einmal mehr einen komplett neuen Schiffstypen, der (eigentlich) nur über das organisierte Spielen zu bekommen (und dessen Modell unfassbar schlecht ausgearbeitet bzw. bemalt) ist.

Eine Überraschung ist auch das fünfte und letzte Schiff, der Maquis Raider Gavroche, der zur Independent Fraktion gehört und ebenfalls ein neues Schiffsmodell einführt,

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welches – ähnlich schlecht bemalt und gestaltet ist wie die Saber-Klasse – aber in Form der Val Jean (Chakotays Schiff aus der Voyager-Pilotfolge Caretaker) auch in einer regulären Welle erscheinen wird.

Eine persönliche Note: Was einerseits etwas Abwechslung und Spontanität in die Turnierszene bringen könnte, kann andererseits auch ein vorsichtiges Vorfühlen darstellen, seitens des Verlages, ob die STAW-Spieler doch bereit sein könnten, das Spiel komplett in einem „Blind-Format“ anzunehmen. Soll heißen, dass ich hier große Sorge habe, dass diese Events eine Art Problauf darstellen könnten, an dessen Ende dann die Umstellung der Wellen auf Blind Booster stehen könnte. Das wäre für mich der Todesstoss für Attack Wing und ich hoffe inständig dass es entweder garnicht so kommt, oder aber das vorher alle (für mich persönlich und meine Spielegruppe) wichtigen Schiffe erschienen und nicht-blind erhältlich sind.

Zunächst aber gibt es jetzt erst einmal nur die fünf neuen Blind-Booster-Schiffe, des Turnier-Bricks zu „The Collective“.

Soweit ersteinmal zu den Blind Booster-Schiffen aus dem ersten Brick. Zu diesen gibt es hier einen eigenen Artikel.

Ausblick auf die Zukunft: Für den nachfolgenden „Resistance is Futile“-Arc ist ein weiterer Brick, wohl mit fünf anderen Modellen, angekündigt. „Spannende“ Aussichten.

OP Kit 1 – First Contact

Aktuell ist in den USA und im UK der erste Monat des Collective Arcs – First Contact – auf den Matten anzutreffen,

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wobei in den Staaten auch die ersten Schlachten bei Wolf 359 – so der Titel des Kit 2 – bereits geschlagen wurden.

Als Stimmungsmacher wartet die Collective-Event-Homepage (wizkidsgames.com/thecollective) zum ersten Monat mit folgendem Text auf:

While you are in a battle with your enemy, you suddenly find yourselves in a different sector of space. In front of you is a tremendous ship in the shape of a cube. Q, a member of the Q Continuum, has transported both of your fleets into Borg space to “give you a taste of your future, a preview of things to come.”

“The Borg are the ultimate user. They’re not interested in political conquest, wealth, or power as you know it. They’re simply interested in your ship and its technology. They’ve identified it as something they can consume.”

“The hall is rented; the orchestra engaged. It’s now time to see if you can dance…”

—Star Trek: The Next Generation Season 2: Episode 16 “Q Who”

Stimmungsvoll? Oh, ja. (Pseudo-)Kooperativ? Ja, bitte!

Ich war ja eigentlich dagegen, dass die Borg als spielbare Fraktion Einzug in das Spiel halten sollten. Vielmehr sah ich die Borg als alptraumhafte Inkarnation des Bösen, der man in einem kooperativen Spiel gemeinsam hätte entgegen treten sollen.

Als hätten die Designer meine Wünsche zur Kenntnis genommen, sollte es dann bei den OP-Events des Borg-Story-Arcs dann auch tatsächlich – zumindest in gewisser Weise – gemeinsam gegen die Borg gehen.

Im ersten Monat stellen sich beide Flotten gemeinsam einem Borg Cube Token (BCT) und diejenige Flotte, die am Ende noch Schiffe hat, gewinnt. Einen Bonuspunkt gibt es, wenn man das letzte Schiff der gegnerischen Flotte vernichtet. Nichtwirklich kooperativ.

Die kompletten Regeln zu dem Event finden sich hier: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/06/71508-Instruction-Sheet-Revised.pdf

Der Turniersieger erhält dann auch – halbwegs passend zum Hintergrund von First Contact – als Preisschiff einen Vulkanier-Kreuzer –

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die Ti’Mur –

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Ein nettes Set, dessen Highlight in einer von Borg besiedelten (OP-)Landschaft neben Captain Vanik und seinem Elite Talent Diplomacy sicherlich die Crew-Karte Koss sein dürfte.

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Wie man oben auf den Bildern sehen kann, lässt die Bemalung und Verarbeitung des Modells allerdings einmal mehr zu wünschen übrig. Was grade im Hinblick auf das Erscheinen eines weiteren Suurok-Klasse Schiffes in einer regulären Welle doppelt bedauerlich ist.

Schön finde ich aber, dass man dem Schiffsset tatsächlich – ohne Grund – einen Asteroiden/Kometen Marker beigelegt hat, der sich thematisch natürlich aus der ENT Folge Breaking the Ice herleiten lässt. Solche Kleinigkeiten versöhnen mich dann zum Teil wieder mit dem Verlag und vor allem mit den Designern, weil es liebevolle Details, die einzig und allein für das gute Gefühl der Fans der Serien eingebaut sind.

Die Ressource des Monats ist in gewisser Weise eine Rückkehr zum OP Kit 1 des Dominion Wars. Dort gab es seinerzeit den Elite Attack Die. Einen besonderen Würfel, der den Schadensoutput vergrößerte.
Jetzt kommt der Counter Attack Die, der vereinzelt auch Elite Defense Die gerufen wird, der es ermöglicht, beim Verteidigen einem Angreifer Schaden zu zu fügen.

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Das Map-Set des Kits besteht aus dem übergroßen Borg Cube Token (BCT) und einigen Pappelementen für die Mission, die zum Teil an die „Destroy the Scimitar“-Mission aus der Valdore Expansion erinnern.

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OP Kit 2 – Die nächste Herausforderung steht schon vor der Tür:

 

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The Battle of Wolf 359!

Der offizielle Werbetext auf der Collective-Seite klingt spannend –

A Borg Cube has entered into the Wolf 359 System on its way to Sector 001. You have gathered an allied fleet to battle the Borg and to stop their advance into the heart of Federation space. This will not be an easy task. The Borg are unlike any foes you’ve encountered before.

Normally, the Borg would take the time to assimilate their prey, but with a fleet of ships bent on the Cube’s destruction, the Borg decide to simply destroy the ships at Wolf 359 and continue on to their primary target: Earth.

Your fleet quickly learns that it is indeed a futile gesture to attack, as the Borg Cube is dispatching your starships with ease. Your weapons are just not strong enough to do any real damage to the Borg Cube. But as part of the allied fleet, it is your task to do all you can to stop the Borg’s relentless progress. Can you defeat a seemingly unbeatable foe? Will your fleet survive the massacre at Wolf 359?

– und verheißt endlich ein kooperatives Szenario!

Hier treten die Flotten tatsächlich gemeinsam gegen den Cube an. Diejenige Flotte die die meisten Schadenspunkte produziert, gewinnt.

Die Regeln des Szenarios gibt es hier: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/06/71509-Instruction-Sheet-Revised.pdf

 

Der Hauptpreis:

Als Preisschiff wird die U.S.S. Raven,

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das Schiff der Hansens, ausgespielt.

Bei diesem Schiff handelt es sich um das der Eltern von Annika Hansen, der späteren Seven of Nine!

Spieltechnisch wird das Schiff wohl eher nicht überzeugen können. Wohl aber munkelt(e) man Gutes über den Kartensatz. Und wie wir heute wissen, gibt es tatsächlich Karten in dem 9er-Satz, die das Herz eines Föderationsspielers höher schlagen lassen.

Die Raven ist ein Föderations– Schiff der Aerie-Klasse, einem kleinen, verhältnismäßig wendigen Forschungsschiff-Typ,

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mit Minimalbewaffnung und ohne Zielerfassungsfähigkeit,

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aber – im Falle der Raven – mit Durchhaltevermögen, die  durch eine nette Schiffsfertigkeit abgebildet wird.
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Als Forschungsschiff, verfügt die Aerie-Klasse über zwei Tech-Upgrade-Slots. Die Raven darüber hinaus über einen einzelnen Crew-Upgrade-Slot.

Die Qualität:

Die Bemalung des Schiffes ist eher langweilig, wobei die Sternenflotten-Embleme an den Gondeln der Warp-Triebwerken positiv ins Auge stechen.

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Auch die Detailliertheit des Modells ist eigentlich gut. Da hätte man – direkt ab Werk – mehr draus machen können.

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Was aber tatsächlich – selbst für WizKids Verhältnisse – ungewöhnlich schlampig ist, ist die Verarbeitung des Schiffs-Markers. Wie man unschwer erkennen kann…

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…ist die Stanzung der Platte nicht mittig erfolgt. Dadurch passt der Token nicht wirklich auf die Basis des Schiffes. Im Netz ist zu lesen, dass dies eine Vielzahl, vielleicht sogar alle Schiffe betrifft. Es gibt auch Lösungsansätze die von „mit dem Bastelmesser beischneiden“ bis hin zu „mit (leichter) Gewalt die Pappe in den Plastikrahmen der Basis drücken“ gehen. Ich habe mich für die letztgenannte Variante entschieden.

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Mit mittelprächtigem, aber spielbaren Ergebnis. Dafür sind die Qualität, d.h. die Stärke der Spielkarten und Pappmarker wieder verbessert. Aus dem Verlag werde einer schlau…

Der Kartensatz:

Die Besatzung der Raven besteht aus den zwei erwachsenen Hansens, mit Magnus Hansen als Captain und Erin Hansen als Crewmitglied. Beide kommen mit passiven Defensiv-Fertigkeiten, d.h. man kann sie einsetzen, ohne dass eine Aktion verloren ginge.
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Da weder Magnus Hansen noch seine Frau Sternenflottenangehörige waren, sondern zivile Forscher, ist er ein unabhängiger (Independent) Skill 3 Captain, mit einem Elite Talent Slot und sie ein Independent Crew-Mitglied, für drei Punkte.

Ein zu Magnus Ausstattung passendes defensivstarkes Independent Elite-Talent – die Research Mission  – wird selbstverständlich mitgeliefert.

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Dabei handelt es sich um ein nichteinzigartiges, aber auf einmalige Anwendung beschränktes 2-Punkte-Upgrade, welches nach einmaliger Benutzung abgelegt (discard) werden muss.

Bis hier hin ist der Pack einmal mehr sehr stimmig, aber auch wenig atemberaubend.

Die Tech-Upgrades Multi-Adaptive Shields (MAS) und Reinforced Structural Integrity (RSI)

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sind die Stars des Sets.

Während es sich bei der RSI um eine fünf Flottenpunkte teure und dabei deutlich abgeschwächte Version eines Ablative Generators handelt, der auch speziell auf die Raven abgestimmt ist (und andere Schiffe weitere fünf Strafpunkte kosten würde), sind die MAS eine echte Must-Have-Karte für die Föderationsspieler.

Und nur für solche, da die Karte absolut fraktionsgebunden gespielt werden muss.

Ein mit MAS ausgestattetes Schiff darf immer einen Bonusverteidigungswürfel werfen, solange es noch aktive Schilde hat, muss nicht einen Abzug hinnehmen, wenn das angreifende Schiff noch einen Scan-Marker neben sich hat und darf sich auch immer gegen die Angriffswürfel von Minenfeldern verteidigen. Eine sehr starke Karte, die ihre fünf Flottenpunkte definitiv wert ist.

Der Teilnahmepreis wird die Fleet Captain Cards Ressource sein, die in die Richtung der Flagschiff Ressource geht. Auch hierbei handelt es sich um eine Ressource, die allerdings nur fünf Flottenpunkte kostet und als Set aus vier doppelseitig bedruckten, großformatigen Spielkarten, sowie einer Regel-Referenz-Karte besteht.

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Die vier großen Fraktionen erhalten je einen eigenen Fleet Captain:

Föderation:

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Romulaner:

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Klingonen:

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und Dominion:

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Auf jede Karte packt man genau einen Captain, der dann mit den Fähigkeiten der Fleet Captains Karte aufgewertet wird, also einen Bonus zum Skill, neue Fertigkeiten und Upgrade-Slots erhält.

Auf der Rückseite gibt es dann – genau wie bei den Flagschiffen – eine Independent Version, also insgesamt vier unterschiedliche:

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Eine sehr spannende Ressource, die es teilweise schaffen könnte, die Vormachtstellung der Flagschiff- und Fighter- Ressourcen zu brechen!

Nachzutragen zu den Crew-Karten bleibt, dass sich mit Captain Erika Benteen ein weiterer bekannter Captain in den Reihen der Skill-1-Generic-Captains eingefunden hat :/

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Bleibt zu hoffen, dass es die U.S.S. Lakota dennoch als eigenes Schiff noch geben wird. In einer fernen Zukunft.

Die Szenerie:

Mittlerweile wurden die Zusammensetzungen der zukünftigen Turnierkits bekannt.

Die schönen Papp-Szenerie-Teile, die bisher einen gewissen Charme der Kits und eben der Turniermissionen, ausmachten, sind ein Auslaufmodell.

Im Resistance is Futile Arc, werden diese Specials nahezu komplett gestrichen. Ein Grund mehr, jetzt noch über die letzten Map-Teile zu sprechen, die wir bekommen.

Das Map-Set des Monats 2 besteht aus einem weiteren Borg Cube Token (größer und mit anderen Werten, sowie Missionsmarkern)…

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und Debris-Token, die die Wracks der Schiffe darstellen, die beim Aufeinandertreffen der Borg und der Föderationsflotte bei Wolf 359 vernichtet wurden.

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Quelle: TNG Doppelfolge „The Best of Both Worlds„.

Fazit:

Einmal mehr liefern die WizKids ein super thematisches Set ab. Bis auf die beiden Tech-Upgrades braucht man das Schiff, zumindest im Turnierspiel, nicht wirklich. So dass die Auswahl als Preisschiff nachvollziehbar und im Grunde ok ist. Allerdings wären die MAS als Karte schon gut aufgehoben in einer regulären Erweiterung. Bleibt abzuwarten, ob da zu einem späteren Zeitpunkt nachgebessert werden wird…

The Battle of Sector 001:

Im dritten und letzten Monat der Kampagne, wird es zwei Preise geben. Als Preisschiff des Monats wird die U.S.S. Stargazer – Picards erstes Kommando! – ausgespielt.

Der Flufftext der WizKids Seite liest sich einmal mehr kooperativ:

After the destruction of the colony on Ivor Prime, long-range sensors show that a Borg Cube is headed for the Earth. The Borg have entered Sector 001 and are preparing their second large-scale aggression in Federation space; to assimilate the Earth. The United Federation of Planets has assembled a fleet to defend the Earth from the Borg threat.

Unbeknownst to the defenders, the Borg have prepared a contingency plan in case there is resistance. The Cube carries within it a Borg Sphere which, when sent through a temporal vortex, could go back in time and assimilate the planet, defeating the Federation before it ever exists.

Will you be able to defend the planet and thwart the Borg’s plan? Or will the Earth become yet another Borg conquest?

Quelle: www.wizkidsgames.com/thecollective/

Regeldownload: http://wizkidsgames.com/wp-content/uploads/2014/06/71510-Instruction-Sheet.pdf

Neben dem Preisschiff gibt es einen weiteren Kampagnenhauptpreis, diesesmal nicht in der Größe von DS9 (es war durchaus mit einem Oversize Borg Cube gerechnet worden), sondern eine assimilierte Version einer Galaxy-Klasse.

Und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese beiden Schiffe auf dem Markt  Toppreise erzielen werden. Ganz unabhängig von seinen Spielwerten bzw. der fragwürdigen Fraktionszugehörigkeiten der Galaxy-Klasse. Doch dazu später mehr…

Das Mapset des Monats 3:

Richten wir zunächst unseren Blick auf ein Auslaufmodell. Die Map-Sets sind ja leider eine aussterbende Art. Dabei bringen sie für wenig Aufwand (und sicherlich wenig Produktionskosten…) so viel Atmosphäre an den Spieltisch. Hier nun das Set des COP 3:

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Übergroßer Borg Cube Token, ein Borg Sphären Token und ein fetter Borg Token. Kleiner Sheet, aber gutes Aussehen. Mir werden die Mapsets in Zukunft sicher fehlen. 🙁

Das Preisschiff:

Das Stargazer Set umfasst mit einer neue Version von Jean-Luc Picard als Captain und mit dem zu ihm und seinem Schiff passenden Elite Talent Picard Maneuver zwei sehr interessante Karten.

Darüber hinaus kommt mit der Sekundärwaffen-Upgrade-Karte Tactical Station eine der kontroversesten Karten des Spiels bisher in Spielerhände.

Die Stargazer:

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Ein paar Impressionen von Picards erstem Schiff:

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Das Modell ist arg klein – Tinyprise-Größe und sehr sparsam bemalt. Grauer Basecoat und türkisblaue Applikationen an den Triebwerken und der Untertasse, ganz wenige graue Abstufungen an der Seite der Untertassensektion. Im Grunde gefällt mir das Modell sogar, auch wenn die Triebwerke nicht perfekt zueinander angeordnet sind (oben im Vergleich zu unten) und die Befestigungslösung für die Haltestäbchen nicht wirklich elegant ist.

Der Kartensatz:

Wie erwartet, ist auch die ältere Version Jean-Luc Picards ein Captain mit recht hohem Skill-Wert. Auch in dieser Variante kann er schon ein Elite-Talent nutzen, was natürlich mit dem Picard Manöver dem Stargazer Preisschiff-Set beiliegt.
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Die Stargazer selbst ist ein ordentliches Schiff mit einer interessanten Fähigkeit, mit der man ein ATP auf Kosten eines aktiven Schilds entfernen kann und sich so eine höhere Mobiltät erhält. Mobilität und APT scheinen sowie die Themen dieses Sets zu sein, wenn man sich den Kartensatz anschaut. Ein nettes Zusammenspiel aus dem Picard Manöver, der Fähigkeit der Stargazer und der ihres Captains bietet sich da an.

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Die kontroverse Karte Tactical Station wurde zwischenzeitlich erratiert: Sie gilt jetzt als einzigartig (unique) und darf damit nur einmal je Flotte gespielt werden.

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Jack Crusher kann geopfert werden, um die Überlebenschancen seines Schiffes zu erhöhen und das Tech-Upgrade Secundary Impulse Reactor greift das Thema APT, was ja auch schon bei der Schiffsfähigkeit der Stargazer eine Rolle spielte, erneut auf und erweckt den Eindruck, eine sehr nette, kostengünstige Karte zu sein, deren Einsatz Spielspass bringen dürfte.

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Die Bewegungskarte und die generische Constellation Klasse.

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Es fehlt in dieser Übersicht lediglich der generische Captain, hier Admiral J.P. Hanson aus The Best of Both Worlds, von dem ich aus Versehen kein Photo gemacht habe 😉

Auf dem letzten Bild ist schön zu sehen, dass die Constellation Klasse über einen 180° Feuerwinkel nach vorne und keinen nach hinten verfügt.

Alles in allem ein sehr thematisches Set, das den Fans wohl sehr wichtig werden wird. Die Erratierung der Karte Tactical Station ist zu begrüßen, auch wenn eine Beschränkung auf einen Einsatz einmal pro Schiff wie schon bei anderen Karten (etwa Enhanced Hull Plating aus der NX-01 Erweiterung) sinnvoller erscheint.

Trotzdem sollte die Neuregelung nicht nur dämliche Momente auf Turnierebene verhindern, sondern es auch möglich machen, für weniger Geld an eine Stargazer mit kompletten Kartensatz zu kommen.

Officer Card Ressource:

Die Officer Cards sind der Teilnahmepreis des COP 3.

Die Ressource besteht aus vier normalgroßen Karten, die den Ersten, Operations taktischen und WissenschaftsOffizier ins Spiel einführen.

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Dazu gibt es noch die obligatorische Referenzkarte, die hier ohne Rückseite gezeigt wird.

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Man kann bei der Zusammenstellung der Flotte bis zu vier dieser besonderen Offiziere benennen (und die passende Karte einer bestimmten Crew-Karte zuordnen). Es ist aber auch möglich, nur einzelne Offiziere auszuwählen. Jede Karte kostet dabei drei Flottenpunkte, so dass die Kosten zwischen drei bis 12 Punkten liegen können.
Eine sehr reiz- und stimmungsvolle Erweiterung, die anders als die Flagschiff– und Fleet Captains-Karten weniger Platz auf dem Spielfeld einnehmen, da sie einfach der Größe normaler Spielkarten entsprechen.

Lohnend, wie ich finde, und eine schöne Ergänzung des stetig wachsenden Ressourcen Arsenals der (OP-) Spieler.

Der Hauptpreis des The Collective Story Arcs:

Als Hauptpreis am Ende des Arcs, steht mit dem „Assimilation Target Prime“ eine assimilierte Version einer Galaxy Klasse, die wohl über drei einzigartige Captains verfügen soll (diese Informationen kann man aus dem Vorbestell-Formular der WizKids entnehmen) und höchstwahrscheinlich – in welcher Form auch immer – in die Fraktionen Borg und Mirror Universe (MU) gehören wird.

Das Schiff wird – warum auch immer! –  zur Mirror Universe Fraktion gehören. Einer Fraktion, die in Zukunft von sich reden machen wird. Auch Schiffe im Blind Booster Set des kommenden „Resistance is Futile“ Story Arc gehören überraschenderweise in diese Fraktion und machen sie sehr, sehr spielstark.

Da es sich hierbei um einen Hauptpreis handelt, wird es bei Gelegenheit einen eigenen Artikel zu dem Schiff geben, der dann an dieser Stelle verlinkt werden wird.

Für den neuen Story Arc „Resistance is futile„, der weiter unter dem Thema „Borg“ steht, wird es zu gegebener Zeit, entsprechend der Materialverfügbarkeit, einen ganz neuen Artikel geben.

Der Artikel über die Assimilation Target Prime ist jetzt online!

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