Star Trek Attack Wing – Operation Return XXL – Spielbericht

Computerlogbuch der Raumstation DS9  – Commander Cut – Nachtrag:

Gestern ist es mir gelungen, den seit Monaten (!) auf den gestrigen Abend geplanten X-Wing Abend unserer weitverstreuten X-Wing Gruppe zu einem Attack Wing Abend zu machen.

Gut, ich habe meine Mitspielern die auf der Kippe standen quasi bestochen: Zwei Spielern habe ich je einen DS9 Marker geschenkt und einem von ihnen mit seinem frischimportierten Lieblingsschiff (USS Defiant) den Verzicht auf X-Wing schmackhaft gemacht. 🙂

Die Mission:

Die Turniermission, wie in den Unterlagen des Kit 1 abgedruckt, überzeugte uns nicht – und ich hatte auch leider die Minenmarker daheim vergessen. Sad
Außerdem wollte die Neueigentümerin von DS9 unbedingt ihre Station spielen.

Also wurden wir kreativ. Wir haben das Szenario einfach modifizert und dabei der Geschichte von DS9 angepasst.

DS9 war zu Spielbeginn in der Hand des Dominions und voll einsatzbereit (Schilde, Waffen, Crew) und wurde von dessen Flottenelementen verteidigt.

Aufgabe der Föderationsallianzflotte würde es sein, die Station anzugreifen, die Schilde auszuschalten und dann die Kontrolle über die Station zu übernehmen. Dazu wollten (und haben) wir die Away-Team-Battle Regeln der OP-Mission nutzen.

Da es recht spät war, als wir beginnen konnte, einigten wir uns auf, dass das Missionsziel erfüllt wäre, falls die Föderationsflotte die Kontrolle erringen würde über DS9, unabhängig ob noch Raumverbände im Einsatzgebiet operieren würden.

Hier hätte man mit mehr Zeit sicherlich anders verfahren können…

Die Flotten:

Wie so oft, konnten wir uns dann wieder nicht beschränken.

Die vom Dominion besatzte (und voll einsatzbereite Kampf-) Station (Marker und Karten aus dem Op1 Kit) wurde verstärkt von Elementen der Dominion-Flotte (Gor Portas, Fifth Wing Attack Ship, Kraxon), sowie von drei Klingonenschiffen, deren Commander von den Gründern durch einen Formwandler ersetzt worden waren (Kronos 1, Negh’Var, Magh’Ta).

Insgesamt kam das ganze Team auf die Größenordnung von rund 280 Punkte (kommt mir grade zu viel vor, aber ich meine es war so).

Die Föderation startete den Versuch mit einer Flotte von voll ausgerüsteten (und mit maximaler Besatzung versehenen) Schiffen unter Jean-Luc Picard (auf der Defiant!) und der USS Enterprise (unter Sisko), sowie der Reliant (unter Riker) und Elementen der im bajoranischen Sektor operierenden romulanischen Raumflottenverbänden (IRW Valdore / Valdore – Khazara unter Commander Donatra) die Kontrolle über die – wie gesagt voll einsatzbereite – Raumstation zurück zu erringen.

Der DaiMon eines sich in den Außenbereichen des Bajor-Systems aufhaltendes Ferengi Schiff, der Krayton, erkannte eine große Möglichkeit für Profit, falls DS9 zurück an die Föderation fallen und das Wurmloch wieder für den Transfer in den Gamma Quadranten geöffnet würde und schloss sich überraschend dem romulanischen Teil der Flotte an!

Jeder der vier Spieler verfügte über einen eigenen Elite Attack Die. Nicht ganz regelgerecht, aber lustig!

Der Spielverlauf von Operation Return:

Die Föderationsverbände nahmen direkt Kurs auf DS9, und mussten sich dort mit Elementen der fehlgeleiteten Klingonen auseinander setzen. Innerhalb zweier Runden gelang es der Enterprise-D mit ihren Geleitschiffen, die Schilde von DS9 mit einem Dauerfeuer ausser Gefecht zu setzen. Dafür mussten die beiden modernen Schiffe schwere Treffer einstecken, so erlitt die Enterprise einen beginnenden Warpkernbruch. In einem verwegenen, alles wagenden Manöver riskierte ihr Commander, Ben Sisko,  das Schicksal seiner Crew, würfelte zwei mal (erfolgreich) gegen den Kernbruch und beamte alle Besatzungsmitglieder auf DS9.

Attack Wing Abend 2

 

Dort begann sofort ein Kampf gegen die klingonische Besatzungsmacht. Die sich bietende Möglichkeit erkennend, die schwach besatzte DS9 zu erobern und dem Schlachtenglück damit eine entschiedende Änderung zu geben, liess Picard mit der Defiant direkten Kurs auf die Station setzen. Auch er liess seine Schilde fallen und beamte das gesamte Crew Kontingent auf die Station. Die Kräfteverhältnisse waren 9 Invasoren gegen 4 Klingonenverteidiger.

Gleichzeitig hielten die romulanisch-ferengischen Elemente so gut es ging, die herbeieilenden Dominion Kampfkreuzer auf, um der Föderationsflotte Zeit zu geben, DS9 zurückzuerobern. Attack Wing Abend

Die drei Dominion-Schiffe, die grade Experimente am Minenfeld vorgenommen hatten, kehrten aus Richtung Wurmloch zur Station zurück und wurden direkt in heftige Kämpfe verwickelt. Die Valdore wurde unter Einsatz eines ED-Werfers der Breen schwer an der Hülle getroffen. Zwar wurde kein Schiff beider Flotten zerstört, doch gelang es den Romulanern schwerste Schäden an allen drei Schiffen anzurichten.

Mit einem hinterhältigen Manöver, zogen sich zwei Schiffe der Flotte leicht zurück (jaja, auch die Klayton kann meep-meep rückwärts fliegen!) und gelangten in den (nichtvorhandenen) hinteren Schussbereich des Dominion Flotte, während sich die Valdore mitten im Getümmel fand und dort mehr austeilte, als sie einsteckte.

Weyoun orderte jedoch – mit einem beginnenden Warpkernbruch kämpfend – volle Kraft voraus Richtung DS9 an, um dort Jem’Hadar Soldaten zum Einsatz bringen zu können, gegen die Invasoren auf der Station.

Die erste Kampfrunde der Außen Team Schlacht lief – trotz der überwältigenden Überzahl der Föderations-Angreifer, nicht gut. Die Klingonen verteidigten DS9, wenngleich sie keine der Invasoren ausschalten konnten. Allerdings kauften sie damit genug Zeit, um von weiteren Klingonen-Kriegern verstärkt zu werden.

Die kommende Raumkampfrunde sah die Vernichtung der Enterprise und der Defiant. Die Reliant verwundete die Negh’Var, die mitterweile ccptainslos vor DS9 lag, schwer, ohne jedoch kritischen Schaden anzurichten.

Ein von der entfernten Seite von DS9 gestarter Kreuzer, die Marth’a, konnte nicht mehr nennenswert in die Schlacht eingreifen.

Die herbeieilenden Dominion Schiffe kamen nicht mehr rechtzeitig in Transporterreichweite und wurde weiter schwer beschossen durch die Romulaner. Alle drei Schiffe verfügten nicht mehr über Schilde und nur noch wenige intakte Hüllenpunkte, als es dem Födertionsaußenteam gelang, die Kontrolle an DS9 an sich zu reißen.

Die sichere Niederlage erkennend – Chief O’Brien und Worf waren dabei, die massiven Kampfsysteme der Station auf die verbliebenen Flottenteile zu richten, ordnete Weyoun den Rückzug der Dominion Einheiten an. Er musste ja den Gründern Bericht erstatten, was sich zugetragen hatte. Die Romulaner nahmen umgehend die Verfolgung auf. Wie sich dieses Gefecht weiter entwickelt, ist aber unklar.

Die Klingonenschiffsbesatzungen, ihrer Changeling Führung durch Treffer und hinüberbeamen auf DS9 beraubt, erkannten, dass sie ausgenutzt worden waren und stellten sich dem Commander der frisch zurückeroberten Raumstation DS9 – Ben Sisko, als 1. Vertreter der neuen Elemente der Klingonischen Verteidigungsstreitkräfte als Eskorte zur Verfügung und verblieben um DS9.

Dem Ferengischiff wurde ein herzlicher Dank ausgesprochen aber das Docken an der Station aus Sicherheitsgründen zunächst verweigert, woraufhin DaiMon Tog sich wutentbrannt aus dem System zurückzog.

Missionsabschlussbericht:

Das Spiel endete mit einem knappen Sieg der Föderations-Allianz Flotte, der allerdings einigen Regelfehlern und Unaufmerksamkeiten der Spieler auf beiden Seiten geschuldet sein dürfte.

So wurde DS9 nicht annähernd mit seinen vollen Fähigkeiten durch das Dominion eingesetzt (kein Einsatz von Sekundärwaffen, nur ein Angriff pro Kampfrunde) und wir alle hatten verkannt, dass eine Transporteraktion bereits auf Reichweite 2 möglich gewesen wäre. Damit wäre Weyouns Jem’Hadar Verstärkung durchaus in der Lage gewesen, DS9 rechtzeitig zu erreichen und in das Außen-Team-Gefecht einzugreifen. Wahrscheinlich war aber einfach das Transportersystem durch die schweren romulanischen Treffer in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass hier unter Reichweite 1 nichts ging.

Als wir (ich war der Romulaner/Ferengi Spieler) DS9 genommen hatten, war es schon sehr spät, so dass wir das Spiel abbrachen – wobei wir der Ansicht waren, dass es für das Dominion durchaus noch etwas hätte werden können! Die Klingonenkreuzer waren zum Teil noch komplett unbeschädigt und hochgerüstet, und die drei Dominion Schiffe hätten eine Vielzahl an Crew-Karten auf die Station beamen können, ehe es O’Brien gelungen wäre, die Schilde zu reparieren.

Die Föderationsflotte war ja schon auf 1 angeschlagenes altes Schiff zusammengeschmolzen und hätte aller Voraussicht nach eine andauernde Konfrontation mit den Klingonen nicht überstanden. So hätte es an der schwer an der Hülle geschädigten, mittlerweile schildlosen Valdore und der Khazara gelegen, die Raumstreiträfte zu besiegen bzw. die drei Crewmitglieder die die Khazara als Truppenkontingent zur romulanischen Eroberung von DS9 einzusetzen gedachte, noch ins Spiel zu bringen.

Einschätzung:

Alles in allem war es ein tolles Spiel in dem ein Großteil meines gesamten Arsenals auf den Tisch kam.

Zu meiner Verwunderung entschieden sich die Dominionspieler, die auf Elemente des Dominions und der Klingonen Zugriff zum Flottenbau hatten, jedoich gegen einen Einsatz der Ch’Tang, wohl aber für Barrage of Fire, welches aber nicht mehr zum Einsatz kam. Ich hatte ihnen komplett mein Promomaterial zur Verfügung gestellt. Wir hatten uns auf Grund der bereits vorhandenen Überfrachtung gegen einen Einsatz der op2-Kit Ressourcen entschieden, dafür aber jedem einzelnen Spieler die Möglichkeit gegeben, einen Elite Attack Die einzubinden. Was auch alle Spieler taten.

Auch die neuesten Errungenschaften – in Form von Welle 1 – kam auf den Tisch:

Für das Dominion mit der Kronos 1- stilecht unter dem wohl durch einen Formwandler ersetzten Gorkon – zum Einsatz und mit dem Jem’Hadar Attack Fighter und Weyoun.

Die Welle 1 war auf Allianz Seite mit der Defiant und dem Polarized Hull-Plating-Upgrade auf der Khazara im Einsatz.

Einfach um die lustige grün-orangene Farbkombination zu sehen, hatte ich neben meinen beiden Romulaner Kreuzern noch die Ferengis ins Feld geführt und hatte Spass dran, auch wenn das Schiff nicht wirklich einen Hering vom Teller gezogen hat.

Leider hatte ich in der Hektik des Aufbruchs zwar daran gedacht, das bajoranische Wurmloch einzupacken, nicht jedoch die noch nicht aus den Stanzbögen gelösten Minenmarker, so dass wir diese nicht einsetzen konnten Sad
Aber immerhin konnten wir – optisch wertvoll – das Wurmloch in der Nähe von DS9 platzieren.

Die neue stolze Eigentümerin von einer DS9-Schablone hatte ihren Spass daran, ihre Station einzusetzen.
Auch wenn wir für die Zukunft wissen, dass DS9 einen Captain braucht und über mehr Möglichkeiten verfügt, als man sehen kann, wenn auf der Schablone eine Popcorn-Schale steht Wink

Mein Eindruck:

Das Spiel war super, wir waren allerdings auf Grund der hohen Punktezahl und des viel zu späten Spielbeginns ziemlich überfordert mit unseren Schiffen und ihrer Ausrüstung. Diverse male wurden Aktionsmarker nicht eingelöst oder ähnliche Anfängerfehler begangen.

Am Ende des Abends waren aber alle angetan und das Dominion schwor Rache an der Allianz.

Die Allianz ist bereit. Eine Fortsetzung ist in dieser Gruppe für Dezember geplant, wenn sich die Wege aller Commander mal wieder kreuzen. Ich freue mich drauf Smile

2 Kommentare zu Star Trek Attack Wing – Operation Return XXL – Spielbericht

  1. Gefällt mir der Spielbereicht und hoffe ich kann auch endlich mal meine X-Wing Spieler zu einer Partie AW überreden.

  2. 🙂

    Ich wäre gespannt, dann Eure Eindrücke über die ersten Spiele zu lesen!
    Es gibt da ein kleines, aber feines neues Attack Wing Forum: http://www.neutralezone.forumieren.com

    Schau doch mal rein!

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