Star Trek Attack Wing – Die Reinforcement Blind Booster Schiff Besprechung #4: IRW Belak

Was braucht(e) die Fraktion der Romulaner ganz dringend? Genau, einen weiteren Warbird der D’Deridex Klasse! Und eben diesen bekommen wir Spieler im Reinforcement Blind Booster Brick in Gestalt der IRW Belak!

Lassen wir die von den Borg assimilierte Avatar of Tomed und den Mirror Universe Warbird IRW Terix außen vor, ist sie die IRW Belak nach der Khazara (Starter Set), IRW Aj’rmr (Dominion War OP Preis) und der IRW Haakona der vierte Warbird dieser Klasse. Wie passend also, dass sie der Star der Schiffsvorstellung #4 des Reinforcement Blind Booster Bricks auf Weiterspielen.net wird!

Wer eine Übersicht zu unseren Reinforcement Blind Booster Brick Artikeln sucht, dem sei unser News-Beitrag zum Brick empfohlen. In besagtem Artikel werden wir nach und nach die Besprechungen der einzelnen Schiffe, sowie deren Besprechung erstellt worden und online gegangen ist, verlinken.

IRW Belak:
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Die IRW Belak war einer der Warbirds, der beim gescheiterten Überraschungsangriff des romulanischen Tal Shiars und des cardassianischen obsidianischen Ordens auf die vermeintliche Heimatwelt der Gründer (DS9 Episode „The Die is Cast„) teilgenommen hat. Damit handelt es sich bei dem Schiff um einen Warbird der unter direkter Kontrolle des Geheimdienstes stand. Das Schiff wurde in der Schlacht im Omarion Nebel von Truppen des Dominions vernichtet. Anders als bei den ersten drei Schiffen unserer Blind Booster Besprechungsreihe (Lakota, Nunk’s Marauder und Bioship Omega) scheinen hier nahezu alle zum Spielen des Schiffes benötigten Marker dabei zu sein. Zeichen und Wunder.

Das Modell:
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Klar, jeder Spieler dürfte mindestens einen D’Deridex Warbird in seiner Flotte haben, war doch die Khazara eines der drei Schiffe aus dem Star Trek Attack Wing (STAW) Starter Set. Seitdem sind auch noch weitere Schiffe dieses Typs erschienen. Allerdings hatten sie alle einen Schönheitsfehler. Entweder waren die Warpgondeln nicht in der richtigen Farbe gehalten (nicht grün, sondern blau…) oder, wenn das richtig gemacht wurde, war das Schiff mit Assimilationsspuren der Borg übersät.

Mit der Belak kommt nun das erste Modell, welches die richtige Farbe an den Gondeln hat. Allerdings hat es noch eine weitere Besonderheit. Es ist durchscheinend. Damit folgt es dem Beispiel der IRW Vrax und der RIS Talvath. Ich finde das ja super. Aber nicht alle Spieler sind überzeugt davon. Persönlich habe ich Spaß daran.

Die IRW Belak:
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Die Belak ist ein normaler Warbird der D’Deridex Klasse. Mit allem was das eben so bedeutet: Keine Kampfstationen auf dem Action Bar (Ausweichen, Zielerfassung, Tarnen und Sensor-Echo), Spielwerte von 3 / 2 / 6 / 4 die zu einem stolzen Preis von 30 Flottenpunkten führen. Damit ist die Belak nicht grade ein Leichtgewicht unter den Booster Schiffen. Ausrüstungs-Slots hat das Schiff gleich fünf Stück zu bieten. Einmal Crew und je zweimal Waffe und Tech.

Die Schiffsfähigkeit der Belak erlaubt es dem Warbird beim Verteidigen ein erzieltes Kampfstationen Resultat neu zu würfeln, bzw. sogar alle, falls der Warbird getarnt ist. Immerhin. Man kann endlich mal was mit den Kampfstationen Resultaten anfangen und die Fähigkeit ist passiv.

Wie gehabt bleibt die Klasse auf einen vorderen Feuerwinkel beschränkt. Die generische Version hat zwei Crew Slots zu bieten und je ein Tech und Waffen Upgrade. Sie verzichtet auf einen Schildpunkt und ist damit schon für schmale 28 Punkte zu haben.

Das Personal:
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Lovok ist der benannte Captain des Sets. Ursprünglich ein hochrangiger Offizier im Tal Shiar, war Lovok zur Zeit des Angriffs auf die Welt im Omarion Nebel bereits durch einen Gründer ausgetauscht worden. Lovok gehört dennoch zur Fraktion der Romulaner, kostet zwei Punkte und hat den Skill von „3“. Er hat keinen Elite Talent Slot, darf aber das Tal Shiar Elite Talent – welches sich auch im Set befindet – ausrüsten!

Lovok darf beim Verteidigen alle Blank-Resultate neu würfeln. Tut er das, muss er sich einen Auxiliary Power Token (APT) neben sein Schiff packen. Alles nicht berauschend, aber in Verbindung mit der Schiffsfähigkeit der Belak kann das schon ganz gut werden.

Das Tal Shiar Elite Upgrade darf nur von einem romulanischen Captain gespielt werden. Wie passend 😉 Es kostet fünf Punkte und darf einmalig (discard) benutzt werden. Und zwar um am Ende der Planungsphase, nachdem alle Schiffe ihre Manöverräder platziert haben, eines in Reichweite 1-3 ansehen und dann ein Kampfstationen-Marker neben sein eigenes Schiff legen. Dadurch werden KampfstationenAktionen (auch freie) für diese Runde gesperrt. Man darf sein eigenes Manöver zwar nicht mehr anpassen, aber zu wissen, wo sich ein gegnerisches Schiff hinbewegen wird, kann durchaus auch große Vorteile haben. Grade auch, wenn man beweglich sein kann mit einer Sensor-Echo Aktion zum Beispiel…

Tallera gehört eigentlich nicht auf die Belak. Sie war auf der Suche nach dem mächtigen altvulkanischen Artefakt, dem Stone of Gol (The Next Generation Doppelfolge „Gambit„) und gehörte zur Crew von Arctus Baran.

Tellara kostet drei Punkte und man kann sie benutzen, um ein Crew-Upgrade zu „entsorgen“. Dies kostet das Schiff die Aktion. Man darf daraufhin ein Schiff in Reichweite 1-2 anpeilen und mit einem Angriffswürfel würfeln. Erzielt man ein beliebiges Treffer-Resultat, legt man Tellara ab. Ebenso ein Crew-Upgrade auf dem anvisierten Schiff.

Der generische Captain ist niemand geringeres als Senator Vreenak! (Ich sage nur: „It’s a faaaaaake!“). Ich mag den Schauspieler Stephen McHattie einfach. Ganz stark spielt er auch seine Rolle als Leiter der Mordkommission von Boston in der unglaublich großartigen Jesse-Stone-Filmreihe.

Auch diesem Set liegen je, wie z.B. bei der Lakota, ein Tech- und ein Waffen-Upgrade bei. Während das Modified Cloaking Device (MCD) mit fünf Punkten richtig teuer ist, sind die Aft Disruptor Emitters (ADE) mit lediglich zwei Punkten ein Schnäppchen.

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Das MCD erlaubt es, trotz eines gegnerischen Scan Tokens, seine vollen Verteidigungswürfel einzusetzen, natürlich nur, wenn das Schiff unter Tarnung operiert. Außerdem minimiert es das Risiko, in der ersten Phase der Tarnung noch in die Zielerfassung genommen werden zu können. Dies geht nur noch durch Schiffe, die sich in Reichweite 1 befinden. Alles schöne Sachen, die jedoch mit fünf Punkten zu teuer sind. Da gibt es andere Tech-Upgrades, kosteneffizientere, die man eher mitführen möchte.

Die ADE kennt man eigentlich ähnlich schon. Drei Angriffswürfel, auf Reichweite 1-3 und die Karte muss beim Einsatz ausgeschaltet werden (disable). Dafür darf man dann ein Schiff angreifen, welches sich nicht im vorderen Angriffswinkel befinden darf. Der ist ja bei Warbirds eher klein, so dass diese Karte durchaus ihren Sinn und ihre Berechtigung hat. Grade auch für diesen Preis. Ich mag sie.

Fazit:
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Ein schönes Blind Booster Schiff, aber sicher keins aus der allerersten Reihe. Für die Spieler der Fraktion ist das Modell sicherlich reizvoll: Durchscheinend und endlich endlich mal mit der richtigen Bemalung an den Triebwerken. Ansonsten ist die Belak sicherlich spielbar, aber an den grundlegenden Problemen der Klasse ändert sich hier nichts: Zu geringer Primärwaffenwert, kein Zugriff auf die KampfstationenAktion. Allerdings sind mit dem Modified Cloaking Device und den Aft Disruptor Emitters Karten dabei, die man auch so gerne der Flotte hinzufügen möchte. Auch Lovok und der Warbird selbst sind spielbar. Aber eben nicht erste Liga. Schade, wo ich doch die Romulaner so mag. Aber alleine wegen des Modells mag ich meinen Booster. Und hätte vielleicht gerne einen zweiten…

Ach ja: zum Thema Anti-Fighter-Waffe: nach vier Besprechungen steht es nunmehr zwei zu zwei – unentschieden. Genau wie das Bioship Omega hat auch die Belak keine spezielle Karte gegen die Fighter-Schwemme dabei. Ob ich da zu früh zu viel hineininterpretiert habe? Warten wir’s ab. Die Besprechung #5 kommt bestimmt…