Star Trek Attack Wing – Besprechung der „The Collective“ Blind Booster Schiffe (U.S.S. Yeager, IKS B’Moth, Gavroche, IRW Vorta Vor, 3rd Wing Attack Ship)

Wie im Artikel über den Fortgang des OP Programms hier auf Weiterspielen angekündigt, beleuchten wir auch die einzelnen Schiffe aus den Blind Boostern zum The Collective Story Arc kurz. Fünf unterschiedliche Schiffsmodelle sind in einem Tournament-Brick enthalten. Jedes davon doppelt, so dass man als Turnierausrichter mit einem Brick insgesamt zehn Spieler versorgen kann.

Die einzelnen Blind Booster

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sind schlicht und ergreifend an der oberen Seite zugeklebt mit einem Streifen Tesafilm.

Jeder Spieler bekommt einen solchen, Booster, nicht Tesafilmstreifen, zu Beginn des Turniers – gegen die Entrichtung seiner Startgebührt – zugeteilt, wenn der Ausrichter sich für dieses Format entschieden hat. Die Spieler bringen dabei eine 90 Punkte Flotte mit und müssen mit dem Inhalt des ihnen zugeteilten Boosters ihrer Flotte um genau ein weiteres Schiff und maximal 30 weitere Punkte aufwerten.

Die Booster-Schiffe gruppiert um einen Borg Cube Token aus dem OP Kit 1:

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Die  Föderation bekommt die U.S.S. Yeager.

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Die Romulaner die I.R.W. Vorta Vor.

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Die Klingonen die I.K.S. B’Moth.

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Das Dominion das 3rd Wing Attack Ship

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Und die Independent Fraktion erhält die Gavroche.

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Um die Blind-Booster-Sache besonders (an-)reizvoll zu machen, gibt es zwei Schiffstypen, die es – zumindest zum Erscheinungszeitpunkt des ersten BoosterBricks – nur über diesen zu beziehen gibt: Das sind die Saber-Klasse der Föderation und – für eine gewisse Zeit – der Maquis Raider. Letzter kommt in Form der Val Jean in einer späteren Welle auf den Markt. Dann aber natürlich (zumindest) mit einem anderen Kartensatz.

Die Schiffe im Einzelnen:

Den Anfang in unserer Besprechung macht die U.S.S. Yeager

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ein Föderationsschiff der Saber-Klasse.

Ähnlich wie die Nebula-Klasse, ist die Saber-Klasse (bisher zumindest) nur über die Teilnahme am Organized Play zu erhalten.

Die Schiffsklasse stammt aus dem Star Trek Film First Contact (FC) und war dort in den Schlacht um Sektor 001 gegen den Borg Würfel zu sehen. Weitere Auftritte verzeichnete der Schiffstyp aber auch in Gefechtsszenen aus Star TrekDS9 und in zwei Folgen von Star TrekVoyager.

Bei den Vorankündigungen der kommenden Wellen, war keine andere Saber-Klasse dabei. Was auch nicht wirklich überraschend ist, da man nur wenig von der Klasse sah und quasi garkeine mit einem dieser Schiffe verbundenen Crew zu Gesicht bekam.

Die benannte Version des Schiffes ist dann auch die U.S.S. Yeager aus FC.
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Passend zu ihrem Hintergrund, bringt sie eine Offensivfähigkeit mit, die es ihr erlaubt, eingesetzte Photonen Torpedoes nicht disablen zu müssen. Findige Spieler denken hier natürlich sofort an einen gemeinsamen Einsatz des Schiffes und von Captain Spock aus der neuen Enterprise Erweiterung der Welle 6.

Die Spielwerte von 3/2/3/3, ausgestattet mit den Upgrade-Slots Crew, Crew, Waffe, Waffe, passen sich gut in die Struktur der bisherigen Föderationsflotte ein und sorgen für einen Preis von 22 Flottenpunkten.

Auffällig ist, dass wir hier ein weiteres Schiff bekommen, was über ein Wendemanöver verfügt, was für Föderationsschiffe, die ja eher einen Rückwärtsgang haben, eine Besonderheit ist. Überhaupt ist das Schiff verhältnismäßig wendig und hat bis auf die Wende nur grüne und weiße Manöver auf dem Rad.

Da  – wie gesagt – keine Crew zu den Saber-Klasse-Schiffen in Film und Fernsehen zu sehen war, bekommen wir in diesem Booster ein zusammengewürfeltes Häufchen an alten Bekannten, die wir noch nicht in anderen Sets gesehen haben.

Der Captain des Sets heißt Benjamin Maxwell.

Diesen hatten sich viele Fans in einem U.S.S. Phoenix Erweiterungs-Pack gewünscht, womit dann die Nebula-Klasse ganz regulär Einzug ins Spiel finden würde. Doch es kam ersteinmal anders. Damit wird die Wahrscheinlichkeit auf eine reguläre Veröffentlichung einer Nebula-Klasse, zumindest auf den ersten Blick, kleiner. Denn auch wenn Maxwell zu einer Phoenix gehören würde, tut sein Auftritt hier dem ja keinen Abbruch. Denn zu diesem Zeitpunkt der Spielentwicklung haben wir bereits von diversen Captains– und Crewkarten mehrere Versionen erhalten, so dass das auch dann kein Problem wäre, wenn sich die Designer doch noch zur Veröffentlichung einer Nebula-Klasse Erweiterung in einer späteren Welle durchringen könnten.

Maxwell ist jedenfalls ein Skill-7 Captain und verstärkt damit die Ränge von hochwertigen Föderationscaptains.

Maxwell verfügt über eine Einmalfähigkeit. Man kann ihn opfern um, direkt bevor man sein Schiff ziehen muss, sein Manöver zu ändern.

Er kann ein Elite Talent nutzen und bekommt dann mit Preemptive Strike ein Offensiv-Talent, was zu seinem Verhalten in der TNG-Folge The Wounded passt, in der er seinen einzigen Auftritt hatte.

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Beides, Fähigkeit und Elite-Talent, passen thematisch sehr gut zur Figur.

Der generische Captain des Sets ist bebildert mit Paul Rice, dem Captain der U.S.S. Drake, einem ehemaligen Akademiekollegen von Commander Riker.

Dieser Rice hatte – zumindest in einer holographischen Version – einen Auftritt in der frühen TNG-Folge The Arsenal of Freedom. Da man ihm in der Folge eine aggressive Grundhaltung in Gefahrenssituationen attestierte, finde ich die Wahl hier, bei so etwas ähnlichem wie einem Kampfschiff der Föderation, sehr gelungen.

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Neben der neuen Saber-Klasse wurde mit den Blind-Boostern eine weitere Veränderung eingeführt. Und zwar in Form von neuen Versionen der Photonen Torpedoes. Die jetzt keine automatische Umwandlung bestimmter Würfelergebnisse mehr erlauben. Diese neue Art der Torpedoes findet sich auch in weiteren Boostern und hat mit der neuen Enterprise aus Welle 6 auch Einzug in die normalen Erweiterungen gehalten.

Doch weg von den Nebensächlichkeiten, hin zum Eingemachten:

Die echten Highlights des Boosters sind – für mich, aber sicherlich auch für viele andere Spieler – diese beiden Crew-Upgrades:

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Beide Figuren spielen zentrale Rollen in den TNG-Episoden in denen sie auftauchen. Beide Karten bekommen thematisch passende Fähigkeiten.

Insbesondere Shelbys Spezielgebiet, die Bekämpfung der Borg, wird durch ihre Fähigkeit wunderbar abgebildet. Für nur zwei Flottenpunkte gehört Shelby in jede Flotte, die sich den Borg stellen muss.

Barclays Aktion erlaubt ein kleines Glücksspiel, mit dem sich im Optimalfall bis zu drei Hüllenpunkte reparieren lassen. Auch das ist durchaus stimmig. So hat doch der einfältige Barclay regelmäßig gute Ideen und ist im Grunde ein hervoragender Ingenieur. Allerdings ist er mit vier Flottenpunkten im Einkauf auch deutlich teurer. Sein Auftauchen hier ist auch in Ordnung, denn schließlich hat Barclay auch in FC seinen Auftritt und damit Kontakt mit den Borg.

Das Yeager-Fazit:

Auch wenn ich bei den ersten Spoilern zum Booster-Inhalt damals ziemlich genölt habe, was die Auswahl und Zuteilung von Captain– und Crew zu diesem Schiff anging, bin ich mittlerweile etwas milder gestimmt.

Obgleich weder die Captains- noch die Crew-Karten eigentlich genau auf die Yeager gehören, so passen sie doch in ihrer Funktion (allgemein Kampf (Maxwell) und Kampf gegen die Borg (Shelby und auch Barclay, der ja in FC einen Auftritt hat) sehr gut zusammen und eben auf ein Schiff, dessen Entwicklungshintergrund die Bekämpfung der Borg ist.

Bis hin zum passend gewählten Bild des generischen Captains ist die Erweiterung inhaltlich stimmig gefasst worden.

Spieltechnisch und inhaltlich ist die Yeager eine echte Vertärkung der Föderationsflotte und Spieler sollten ruhig versuchen, sich ein solches Schiff zu organisieren, auch wenn sie nicht an OP Turnieren teilnehmen können bzw. wollen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Preise auf dem Sekundärmarkt für Booster Schiffe nicht die gleichen astronomischen Höhen erreichen, wie das mit den Schiffen (der zumindest ersten vier Monate) des Dominion Wars geschehen ist. Was hinsichtlich der Saber-Klasse aber auf Grund der bisherigen Exklusivität des Modells und auch einiger Karten, aber zu befürchten ist.

Es bleibt abzuwarten, ob es die Saber-Klasse in irgendeiner Form wenigstens später in den regulären Handel schafft, wobei ich das persönlich – Stand jetzt – für nicht sehr wahrscheinlich halte. Auch halte ich einen weiteren Auftritt von Shelby für unwahrscheinlich. Eher rechne ich da Barclay noch Chancen aus, sich auf der Enterprise-E wieder zu finden, wobei diese Erweiterung wohl eher dazu genutzt wird, neue Versionen bereits etablierter TNG-Charaktere zu liefern und vielleicht die eine oder andere Lücke schließt (Doctor/Captain Crusher, Counselor/Commander Troi), die in den Reihen der Stamm-Crew noch sind.

Ob da dann noch Platz für eine weitere Barclay-Karte bleibt, wage ich zu bezweifeln.

Darüber hinaus muss man auch hier einmal mehr den Finger in die altbekannte Wunde legen und die Qualität der Miniatur und deren Bemalung kritisieren. Schlimm!

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Auch das teils vertretene Argument, man hätte von der Yeager so wenig auf dem Schirm gesehen, so dass die Farbgebung nicht kritikfähig sei, lasse ich zwar gelten, aber es überzeugt mich persönlich nicht. Auch wenn man schwarze und gelbe Applikationen auf dem Schiffsrumpf eines Föderationskreuzers vertretbar finden mag, so müssen diese Bemalungen einfach besser ausgeführt und das Modell besser gearbeitet sein.

Dennoch freue ich mich sehr, dass ich die Yeager meiner Sammlung hinzufügen konnte und mit Shelby und Barclay jetzt zwei sehr interessante Crew-Karten aus meiner Lieblingsserie TNG zur Verfügung habe, die ich meiner –  trotz nicht atemberaubender Spieleigenschaften von mir hochgeschätzten – Enterprise-D hinzufügen kann.

Ich gehe mal neue Föderations-Listen bauen und wünsche viel Spass beim weiterspielen! 🙂

Die B’Moth:

Das klingonische Collective-Blind-Booster Schiff ist die B’Moth.

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Die B’Moth ist ein Kreuzer der K’t’inga-Klasse, der im Dominion Krieg eingesetzt wurde.

Was aber zunächst viel interessanter sein dürfte, wenn man den Booster mit dem Schiff darin öffnet,  ist die Tatsache, dass die K’t’inga-Miniatur von der Kronos One – Erweiterung hin zu diesem Modell aus dem Brick, verändert bzw. angepasst worden ist.

Gab es vorher im Hinblick auf die fehlerhaften Details bei den D7 und K’t’inga-Modellen unter den Fans (fehlende Torpedo-Mündung am Bug, fehlerhafte Platzierung der Brücke) wurden diese Fehler nunmehr „korrigiert“.
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Auch die Bemalung wurde angepasst. Allerdings ist das Modell aus meinem Booster nicht besonderns sauber zusammengesetzt.

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Die Fähigkeit der B’Moth, auch unter Hilfsenergie rote Manöver durchführen zu können, ist nett. Auch wenn nicht viel Rotes auf dem Manöverrad zu sehen ist, ist die Fähigkeit hinsichtlich des 3er Wendemanövers Gold wert.

Das Schiff kommt auf 24 Flottenpunkte und hat die Spielwerte 4/1/4/3. Die Aktionen Ausweichen, Zielerfassen, Tarnen und Sensor Echo. Die Upgradeoptionen sind Tech, Waffe, Waffe, Crew. Die generische Version büßt einen Waffen-Slot ein.

Da der Captain der B’Moth während der DS9-Folge in der die B’Moth ihren Auftritt hatte (Soldiers of the Empire) nicht zu sehen war, übernimmt Captain K’Nera, der erste Klingonencaptain der in der ersten Staffel von TNG (Heart of Glory) zu sehen war, diese Rolle.

K’nera kostet vier Punkte und hat eine Fähigkeit die es ermöglicht, ein gegnerisches Schiff unter Druck zu setzen. Entweder deaktiviert (disable) das Schiff ein Upgrade seiner Wahl  oder aber es setzt sich einem um einen Würfel verstärkten Angriff durch K’Neras Schiff aus. Dies geht zwar auf Kosten einer Aktion, trotzdem handelt es sich dabei um eine interessante Fähigkeit.

K’Nera hat einen Elite-Talent-Slot und bekommt mit Qapla‘ ein sehr klingonisch klingendes Talent zugeteilt. Für zwei Punkte kann man einmal (discard) bei einem Angriff einen Würfel auf eine gewünschte Seite drehen und dann quasi einfrieren. D.h. dieses Ergebnis kann dann nicht mehr verändert werden.

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Die Crewkarte Kunivas, hat die Besonderheit, dass sie, ebenso wie das „eingefrorene Red Shirt“ aus dem DW-OP-Kit 2, eine tote Figur abbildet. Passenderweise kann man diese Crewkarte dann auch ablegen (discard), um einem Angriff ein Treffer-Resultat hinzuzufügen.

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Die beiden anderen nennenswerten Karten des Packs sind Tritium Intermix und die neue Version der Photonen Torpedoes. Letztere ist eine Sekundärwaffe und dabei sehr gewöhnlich.

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Die andere Karte ist eine TechUpgrade-Karte. Und zwar eine sehr gute! Für vier Punkte, kann ein damit ausgerüstetes Schiff alle seine offenen Schadenskarten (d.h. aktive kritische Treffer-Effekte) umdrehen und gleichzeitig einen Hüllenschaden reparieren. Zusätzlich erhält das Schiff die Option, eine Ausweichen-Aktion als freie Aktion durchzuführen.

Da dieses Upgrade nicht einzigartig (unique) ist, könnte man sich durchaus überlegen, es auf zwei Schiffen zu spielen, um deren Lebensdauer zu verlängern.

B’Moth Fazit:

Ich selber habe mit der Fraktion der Klingonen wenig am Hut. Aber der neue K’t’inga-Klasse-Skulpt interessierte mich, als ich davon hörte. Umso enttäuschter war ich, dass meine Miniatur ziemlich mies zusammengesetzt ist. Trotzdem freue ich mich am Inhalt des Packs. K’Nera war (so ziemlich?) der erste Captain der Klingonen, der dem Zuschauer in TNG begegnete. Das erste mal also, dass ein Klingone ein Verbündeter der Föderation war.

Inhaltlich ist der Pack stimmig. Die B’Moth hat in der DS9-Folge keinen Captain und keine Crew erhalten; K’Neras Schiff hatte in der TNG Episode keinen Namen bekommen. Das ergänzt sich hier gut. Dass dann auch noch Kunivas aus der gleichen TNG-Folge wie K’Nera  rundet die Sache ab:  Einmal mehr ist die Zusammenstellung eines Sets als gelungen anzusehen.

Spieltechnisch ist der Skill-7-Captain gut, das Elite-Talent zumindest nutzbar, weil so billig und die Tech-Upgradekarte Tritium Intermix ein Knaller. Wer diesen Booster zieht, Klingonenspieler oder nicht, bekommt etwas nutzbares an die Hand für das Event (und auch spätere Spiele!). Wäre doch nur (mein/) das Modell etwas besser verarbeitet gewesen… Für mein Dafürhalten ist dieser Booster von der Stärke und der Wertigkeit der der Karten – in den Augen der Fans -, nicht ganz so stark wie die U.S.S Yeager. Trotzdem: Schöne Ergänzung (m)einer Sammlung.

Die Gavroche:

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Auch wenn das Modell des neuen Independent-Fraktions-Schiffes, des Maquis-Raiders, im Vergleich zu den anderen Schiffen des Spiels, viel, viel zu groß geraten ist, so handelt es sich doch um ein interessantes Modell, das viele Details aufweist und welches nur unter größter Vorsicht aus seinem Plastikinlay zu entfernen ist, so man Brüche an den fragilen Tragflächen und Apperaturen an diesen verhindern möchte.

Das Schiff ist auch deswegen von Interesse, weil es sich dabei um ein neues Schiffsmodell, den Maquis-Raider handelt. Dieses Modell wird aber, anders als die Nebula– und Saber-Klassen, zeitnah, eben in Gestalt der grade erwähnten Val Jean, Einzug in das Spiel halten.

Gavroche ist der Name des benannten Schiffes in diesem Set. Die Gavroche ist das Schiff des ehemaligen Starfleet Sicherheitsoffiziers und späteren Maquis-Zellen-Anführers Michael Eddington gegeben haben.

Die Gavroche bringt es auf Grund ihrer Spielwerte von 2 / 3 / 3 / 3 auf 22 Punkte. Die Schiffsfähigkeit erlaubt (als Aktion) das disablen von bis zu zwei Crew-Upgrades, um für jedes dieser beschäftigten Crewmitglieder einen Bonus-Angriffswürfel zu erhalten. Damit wird aus dem kleinen Schiffchen kurzeitig ein Widersacher mit ernstzunehmenden Krallen.

Damit das Schiff diese Aktion auch sinnvoll nutzen kann, verfügt es die Upgrade Optionen Crew, Crew und Waffe.

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Die Schiffsklasse verfügt über ein halbwegs wendiges Manöverrad (viel Weiß, rotes Wendemanöver) und bring mit dem vier Punkte teuren (nicht einzigartigen!) Waffen-Upgrade Focused Particle Beam etwas Glücksspiel an den Tisch – erlaubt das Upgrade doch im Optimalfall ein „explodieren“ der Angriffswürfel, in Form von weiteren Treffer-ergebnissen, die dem Angriff hinzugefügt werden können. Eine lustige Karte, die, vielleicht nicht im Turnierspiel, aber doch am heimischen Tisch, ähnlich wie die Tribbles, für Spannung und Spielspass sorgen kann.

Der Herkunft des Schiffes, aus einer Föderationswerft, wird mit seinem Action Bar Tribut gezollt: Dort finden sich die für die Föderation typischen Aktionen Ausweichen, Zielerfassung, Scan und Kampfstationen.

Der Maquis ist schließlich eine Ansammlung von (zumeist) Föderationsbürgern, die sich von der Föderation allgemein und deren Sternenflotte insbesondere, verraten und sich auf Grund von politischen Entscheidungen, den Cardassianern und ihren Übergriffen schutzlos ausgeliefert fühlen, und sich beim Widerstand gegen diese Aggressoren insbesondere der Technologien und Schiffe der Bajoraner und eben der Föderation bedient.

Michael Eddington ist vielleicht das bekannteste Gesicht der Maquis-Widerstandsgruppe, zumindest wenn man sich auf DS9 beschränkt.

Das Verhältnis des abtrünnigen Offiziers Eddington und seinem ehemaligen Commander Captain Sisko, ist der Stoff für einen ganzen Handlungsbogen der Serie. In diesem lieferten sich die beiden einen über mehrere Folge andauernden Kampf, den Sisko extrem verbissen führte und an dessen Ende Eddingtons Opfer für die „gute Sache“ stand.

Diese ganze Handlung zwischen den beiden Figuren war durchzogen von Anspielungen und Zitaten auf bzw. aus Victor Hugos Werk Les Misérables. Sich selbst dachte Eddington dabei die Rolle des gejagten Jean Valjean zu, während er in Sisko den ihn verfolgenden Inspector Javert sah.

Eddington tritt dann auch folgerichtig als Skill-6-Captain seinem Kontrahenten aus der Serie, Captain Sisko, der ja ebenfalls (nur) ein Skill-6-Captain ist, ebenbürtig gegenüber.

Eddington verfügt über eine, seinem Naturell aus der Serie entsprechende Captains-Fähigkeit, die es ihm erlaubt, drei mal (als Aktion) den Angriff eines Schiffes auf sein Schiff um zwei Angriffswürfel abzuschwächen.

Dazu kann er ein Elite Talent nutzen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, findet sich Independent Booster das – mit vier Flottenpunkten durchaus teure – Talent Hijack.

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Unter dessen Einsatz ein Tech– oder Waffen-Upgrade gestohlen und auf dem eigenen Schiff – unabhängig von Beschränkungen des Schiffes! – installiert und eingesetzt werden kann.

Die jeweils zwei Flottenpunkte teuren Crew-Karten Sakonna (bekannt aus DS9) und Lon Suder (aus Voyager) runden die Ausstattung des Sets ab.

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Insbesondere Sakonnas Einsatzgebiet als Waffenakquisiteurin wird mit ihrer Kartenfähigeit gut eingfangen. Suders Fähigkeit hingegen soll wohl seine unkontrolliert-aggressiven Wesenzüge abbilden. Ob das gelingt, liegt wohl im Auge des Betrachters.

Fazitz zur Gavroche:

Der Pack selbst ist – ich wiederhole mich – thematisch recht gelungen – und kein schlechtes Set.

Da ich selbst mit Eddington nicht wirklich etwas anfangen konnte, mir aber Siskos Verbissenheit in der Sache gegen den Strich gegangen ist, als ich die Serie schaute, finde ich die Entscheidung, Eddington in einem solchen Pack zu verwursten, durchaus in Ordnung. Das werden naturgemäß andere Spieler anders sehen.

Sakonna und Focused Particle Beam sind unterhaltsame Karten. Das Schiff ist auf Grund seiner Fähigkeit durchaus spielbar, auch in und nach dem OP-Event, in dem man es bekommen hat.

Mit dem Ausblick auf einen weiteren Maquis-Raider, der Val Jean, und der Vielzahl von weiteren Schiffen, die zuletzt erhätlich gemacht wurden, wird die Independent Fraktion immer interessanter und langsam vielleicht wirklich als eigenständige Fraktion spielbar.

Ähnlich wie bei der bereits besprochenen U.S.S. Yeager, fällt hier eine sehr schlampige Ausführung der Bemalung, eines durchaus detaillierten Modells negativ auf.

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Ich hoffe, dass die Verkaufsversion des Modells hier besser aussehen wird, auch wenn ich eigentlich weiß, dass das illusorisch ist.

Für mich wird es dennoch reizvoll sein, wenn es den zweiten Raider zu kaufen gibt, diese beiden zusammen und ein paar bajoranische Schiffe gegen eine cardassianische Flotte ins Feld zu führen und zu sehen, was dabei passiert.

Die Vorta Vor:

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Die Vorta Vor ist das romulanische Blind Booster Schiff. Dabei handelt es sich – anders als bei den drei bisher besprochenen Schiffen – um genau das gleiche Modell eines Schiffes, was es bereits im Handel zu kaufen gibt. Die Vorta Vor ist ebenfalls ein TOSBird-of-Prey. Genau, den mit dem coolen Raubvogel auf der Unterseite des Schiffes.

Die Vorta Vor hat eine interessante Schiffsfähigkeit, die es dem Schiff unter Tarnung – bei Ausführung eines grünen Manövers – erlaubt, eine freie Aktion Sensor Echo durchzuführen.

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Endlich gibt sich auch die romulanische Commanderin als einzigartiger Skill-6-Captain (samt dazu passendem, billigem Zwei-Punkte-Discard-Elite-Talent Direct Command) ihr Stelldichein.

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Das ist einerseits schön für die Fan-Seele, andererseits stimmt es aus zwei Gründen traurig. Sinkt damit doch die Wahrscheinlichkeit (grade auch, wenn man die Neuankündigungen der Schiffe bis einschließlich Welle 16 dazunimmt) dass man den von den Fans gewünschten D7-Kreuzer unter romulanischer Flagge zu Gesicht bekommen wird, auf den die gute Dame eigentlich als Commander gehört.

Außerdem ist ihre Captainsfähigkeit für die Romulaner denkbar ungeeignet.

Dennoch kommt ein Fan der Fraktion nicht wirklich drum herum, sich um diesen Booster und seinen Inhalt zu bemühen. Und das liegt am Star des Packs: dem Advanced Cloaking Tech-Upgrade.

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Die Romulaner bekommen damit endlich eine Spielart des Advanced Weapon Systems Upgrades der Klingonen, die über diese sehr starke Karte schon seit dem Starter Set (und auch mit der Koraga Erweiterung) verfügen.

Für vier Flottenpunkte kann ein romulanisches Schiff nunmehr beim Angriff verhindern, dass es seine Tarnung einbüßt, wenn es dafür einen Auxiliary Power Token (APT) nimmt.  Man möchte fast alle seine Schiffe mit dieser Karte ausstatten. Daher ist es sehr ärgerlich, dass eine solche starke (und für die Romulaner dringend benötigte) Karte auf diesem Wege unter das spielende Volk gebracht wird.

Dass auch die Romulaner mit Tal noch eine weitere Crew-Upgrade Karte, sowie ebenfalls eine neue Version der Plasma Torpedoes (also eine solche ohne Würfel-Modifikation / Neuwurf – Option) erhalten, fällt eigentlich schon garnicht mehr ins Gewicht. Handelt es sich doch dabei- ebenso wie dem obligatorisch enthaltenen generischen Skill-1-Captain – nur um nettes Beiwerk.

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Fazit zur Vorta Vor:

Vorta Vor ist ein Begriff in der romulanischen Sprache, der einen Ort bezeichnet, den die (christlichen) Menschen als Himmel oder Garten Eden ansehen würden.

Ganz so selig machend ist das Booster Schiff, trotz seiner netten Schiffsfähigkeit, denn dann doch nicht. Wegen des Tech-Upgrades Advanced Cloaking, die es einem so ausgestatteten Schiff auf Kosten eines APT erlaubt, seine Tarnung auch nach einem Angriff aufrecht zu erhalten, ist der Pack aber dennoch eine lohnende Ausbeute für jeden Romulaner Spieler.

Auch die übrigen Karten sind nett. Zumindest für den Fan, auch wenn ihre spielerische Bedeutung eher überschaubar ist. Auch wenn einem Spieler der OP-Events vielleicht auf den ersten Blick mit einem angriffstärkeren Schiff (wie etwa der B’Moth) in der Turniersituation eher geholfen wäre, ist die Vorta Vor auf Dauer gesehen für die Sammlung eines interessierten Spielers eine lohnende Bereicherung.

3rd Wing Attack Ship:

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Das 3rd Wing Attack Ship ist das Blind Booster Schiff des Dominion.

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mit einer netten Offensivfähigkeit, die der der Gavroche ähnelt.

Das Schiff verfügt über die Upgrade-Slots Crew, Crew, Waffe und Tech.

Auch wenn das Schiff selbst gut nutzbar – zumindest als Teil einer Jem’Hadar Flotte – erscheint, so ist das Set doch grade wegen seines Captains Gul Damar und der neuen Crew-Karte Seskal für jeden Dominion-Spieler ein absoluter Gewinn.

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Skill-6 und eine Fähigkeit, die seinem Schiff eine höhere Lebensdauer garantieren dürfte, dazu die Fähigkeit, ein Elite Talent zu nutzen, machen Damar zu einem der besten cardassianischen Captains die es gibt. Das ebenfalls lohenden zwei Punkte teure Talent First Strike ermöglicht einmalig (discard) die Erhöhung des Captain Skills auf 10 während der Kampfphase.

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Seskal erhöht die Offensivkraft eines bereits angeschlagenen Schiffes deutlich und ist damit seine vier Punkte Kosten durchaus wert.

Damit ist der cardassianische Teil des Packs besprochen. Es folgen noch Jem’HadarWaffen und Tech-Upgrades:

Zu den neuen Photonen Torpedoes ist zu diesem Zeitpunkt bereits alles gesagt worden. Interessant sind vielmehr die Ion Thrusters.

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Mit nur zwei Punkten ist es sehr günstig und erlaubt dieses Tech-Upgrade einem derart ausgestatteten Schiff ein weiteren „Schub“ vorwärts. Ein sehr praktisches, nicht einzigartiges Upgrade, welches aber (auf Grund seines Potentials) auf den Einsatz von einer Ion Thrusters-Karte pro Schiff limitiert ist.

Das 3rd Wing Attack Ship Fazit:

Der Dominion Blind Booster ist von seinem Gesamtinhalt und der Verwendbarkeit von Karten und Schiff vielleicht eines der stärksten Sets aus diesem Brick.

Sind die anderen Fraktionen allesamt nicht wirklich auf die Schiffe und Karten ihres Sets angewiesen, so wünscht sich doch jeder Dominion Spieler, dass er nahezu alle Karten des Packs beim Flottenbau zur Verfügung hat. Einem Dominion-Spieler, grade einem, der gerne Cardassianer als Schwerpunkt seiner Flotten spielt, sollte zusehen, dieses Set in seine Flotte einzugliedern. Bleibt zu hoffen, dass ein Teil dieser Karten, in dieser oder ähnlicher Form, bei dem für eine spätere Welle angekündigten neuen Cardassianer Kreuzer Pack enthalten sein könnten.

Letzte Worte:

So, das war sie, die Vorstellung aller fünf Schiffe aus dem ersten Tournament Brick von Star Trek Attack Wing.

Ich hoffe, ich konnte einen lohnenden Einblick in die einzelnen Booster geben. Viel Spass den Spielern, die an einen oder mehrere Booster kommen konnten.

So es das Interesse der Leser, die eigene Zeit und nicht zuletzt die Verfügbarkeit des Materials, erlauben, folgt zu gegebener Zeit die Besprechung der anderen Schiffe des späteren Tournament Bricks. Bis es soweit ist, wünsche ich viel Spass beim weiterspielen 🙂