Star Trek Attack Wing – Besprechung der “Resistance is Futile” Blind Booster Schiffe (Bok’s Marauder, Tal’Kir, Scout Cube 255, Relora-Sankur, Prakesh)

Wie im Artikel über den Fortgang des Resistance is Futile (RiF) – OP Programms auf Weiterspielen angekündigt, beleuchten wir auch die einzelnen Schiffe aus den Blind Boostern zum RiF Story Arc kurz.

Die Voraussetzungen ändern sich nicht. Fünf unterschiedliche Schiffsmodelle sind in einem Tournament-Brick enthalten. Jedes davon doppelt, so dass man als Turnierausrichter mit einem Brick insgesamt zehn Spieler versorgen kann.

Die einzelnen Blind Booster

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tragen jetzt den Resistance is Futile Aufdruck und sind schlicht und ergreifend an der oberen Seite zugeklebt mit einem Streifen Tesafilm.

Jeder Spieler bekommt einen solchen, Booster, nicht Tesafilmstreifen, zu Beginn des Turniers – gegen die Entrichtung seiner Startgebührt – zugeteilt, wenn der Ausrichter sich für dieses Format entschieden hat. Die Spieler bringen dabei eine 90 Punkte Flotte mit und müssen mit dem Inhalt des ihnen zugeteilten Boosters ihrer Flotte um genau ein weiteres Schiff und maximal 30 weitere Punkte aufwerten.

Neu ist, dass eine Flotte nunmehr aus mindestens drei Schiffen bestehen muss und kein Schiff die magische 50 Punkte Grenze mehr knacken darf. Das Blindbooster Schiff zählt dabei gegen die Zahl von drei mit, so dass man seine übrigen 90 Punkte durchaus auf zwei einzelne Schiffe verteilen darf.

Die Schiffe des RiFTournament Bricks in der Übersicht:

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Man sieht einen Ferengi Marauder,

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einen vulkanischen Kreuzer der D’Kyr-Klasse,

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und einen Borg Scout Cube.

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Es gibt ein neues Modell,

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welches zur Fraktion der Kazon gehört und eine cardassianische Galor-Klasse:

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Interessant ist schon die Auswahl der Schiffe und die Verteilung auf die Fraktionen. Doch sind nicht auf den ersten Blick alle Besonderheiten auch erkennbar.

Die Schiffe im Einzelnen:

Den Anfang macht die bisher OP-exklusive Fraktion der Ferengi.

Bok’s Marauder:

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Diese Fraktion wurde mit dem allerersten Preisschiff des Spiels seinerzeit in Kit 1 des Dominion Wars eingeführt. Damals gab es auch schon einen Marauder, die Krayton. Jetzt bekommt die Fraktion Verstärkung.

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Bok’s Marauder ist das Schiff von Picards kleinem, großen Feind DaiMon Bok aus der TNG-Folge The Battle. Das Schiff hat die Spielwerte 3 / 1 / 4 / 3 und kostet damit 22 Punkte.

Die Aktionen Ausweichen, Zielerfassung und Scan stehen zur Verfügung, die Upgrade Möglichkeiten des Schiffes sind Crew, Waffe, Waffe und Tech.

Die Schiffs-Fähigkeit, einen weiteren Angriffs-Würfel zu generieren, falls man ein Manöver mit Geschwindigkeit 3 oder höher geflogen ist, passt gut zu der auch die Offensive verstärkende Fähigkeit, die das andere Schiff der Fraktion (Angriffswürfel gegen aktiven Schildmarker) hat. Die Kosten für diesen Würfel belaufen sich auf einen Auxiliary Power Token (APT). Nett.

Da das Schiff nur einen Crew-Slot (weitere sind Waffe, Waffe, Tech) hat, bietet es sich nicht als Trägerschiff für Conditional Surrender Experimente (siehe das Elite Talent des Krayton-Preisschiff-Sets…) an. Auch gut! Anmerkung: Ist natürlich dummes Zeugs, da ja Conditional Surrender auch und grade mit einem Crew-Upgrade funktioniert. Danke an den Hinweis aus der Leserschaft!!

Das Schiffsmodell entspricht exakt dem aus dem Dominion War Kit 1:

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Das D’Kora-Klasse Modell sieht von oben und den Seiten betrachtet immer wieder cool aus, wie so oft, muss man aber an der Unterseite hinsichtlich der Bemalung Abstriche machen.

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Die Ausstattung:

Das Set umfasst die eigentlich üblichen neun Spielkarten. Neben der bereits gezeigten Schiffskarte bekommt der Spieler je eine Karte mit der generischen Version des Marauders und die Manöverkarte.

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Die Crew:

Natürlich sind DaiMon Bok und eine generische Karte als Captains enthalten. Letzteren erwähne ich natürlich mit einem Hintergedanken…

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Bok ist ein Skill-6 Captain, was schon ganz ordentlich ist und hat eine interessante, zu seinem aggressiven Charakter passende Offensivfähigkeit. Auf Kosten einer Aktion, kann er für jeden Angriff in einer Runde einen Zusatz-Angriffs-Würfel erhalten, sich dafür dann aber auch jeweils nur mit einem Würfel weniger verteigen. Darüber hinaus, kann er ein Elite Talent nutzen.

Auffallend ist, dass es WizKids diesesmal gelungen ist, tatsächlich einen generischen Captain zu drucken, also einen, ohne das „einzigartig“ Symbol auf seiner Karte. Ganz ohne FAQ. Wahnsinn 😉

Das Elite Talent für Bok heißt – einfach nur passend – Vengeance:

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und bietet die Möglichkeit, auf Kosten von eigenen Schaden, bei einem Angriff in nächster Nähe, bis zu zwei zusätzliche Angriffswürfel zu generieren. Im Zusammenspiel mit der Fähigkeit des Marauders und Bok’s Captains Fähigkeit wird aus dem kleinen, beschaulichen 22-Punkte-Schiff für einen Angriff direkt mal ein bis zu acht Angriffs-Würfel werfendes Monster! Beeindruckend.

Mit Kosten von lediglich zwei Punkten, eigentlich eine Pflichtausrüstung, wenn man denn den FerengiBooster zieht.

Doch da ist noch mehr im Set: Bok’s Erster Offizier Kazago beispielsweise ist eine weitere, ausgefallene, aber 100% thematische Karte:

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Die normale, für dieses Set überraschend defensive Fähigkeit, auf Kosten der Karte (discard) und der Aktion sowohl einen Ausweich– als auch einen Battle Stations Marker neben das Schiff platzieren zu können, ist nett, aber die thematische Ausgestaltung wird im zweiten Teil der Karte deutlich.

In der TNG-Folge The Battle of Maxia setzte Kazago seinen DaiMon letztendlich ja ab. Und im Spiel geht das nun auch.

Ebenfalls auf Kosten der Schiffs-Aktion kann man seinen aktuellen Captain ablegen (discard) und Kazago zum neuen Captain, mit Skill von immerhin 4, machen.

Mit nur zwei Punkten Kosten hat man hier eine einfache Möglichkeit, im Falle von Verletzung oder Abwesenheit des Captains, ganz ohne Admiralskarten oder das Reinforcement Sideboard, einen weiteren Captain zu erzeugen.

Gefällt mir total gut.

Und das geht (leider) so weiter im Set… Leider, da das Set ja einmal mehr OP-exklusiv ist und spätestens mit der Veröffentlichung der Kreechta, des einzigen bisher für den regulären Verkauf angekündigten Ferengi Schiffes, sämtliche diese Karten super begehrt sein dürften, zumindest für potenzielle Spieler dieser Fraktion.

Waffen– und Techupgrades bekommt das Set auch.

Die Photonentorpedoes sehen gut aus, sind aber wieder die abgeschwächte Version der Blind Booster Schiffe. Der Thought Maker hingegen ist wieder eine spannende Karte.

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Der extrem textreiche Thought Maker erlaubt einmalig (discard), das Manöverrad eines gegnerischen Schiffes zu beeinflußen, in der Form, dass man ein grünes Manöver, zu dem das Schiff fähig ist, mit der Geschwindigkeit 1 oder 2 auswählt und dem Schiff zuweist, und zwar ohne dass der Eigentümer des Schiffes, bis zur Aktivierung seines Schiffes davon erfährt, welches Manöver gewählt wurde.

Damit das Upgrade, welches vier Punkte kostet, nicht zu mächtig ist, und dafür genutzt werden kann, Schiffe über den Spielfeldrand zu manövrieren, kann man die Effekte abwenden, wenn man sich einen APT zuweist und darf dann sein Schiff an Ort und Stelle belassen, d.h. man bewegt sein Schiff diese Runde nicht. Eine sehr interessante, ein Glück einzigartige, Karte.

Fazit:

Die neuen Karten sind ein echter Gewinn für die Fraktion. Das Set ist überzeugend, nicht zuletzt, weil es so thematisch gekonnt die Inhalte der TNG-Episode The Battle of Maxia einfängt und abbildet.

Der Thought Maker ist klasse, das Elite Talent Vengeance zusammen mit der Schiffs-Fähigkeit und Bok’s Fähigkeit ein echter Knaller. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Kazago ist eine nette Karte und damit sind bereits überdurchschnittlich viele Karten eines Booster Schiffes nutzbar.
Extrem ärgerlich für Fans der Ferengi, dass dieses Schiff wieder nur OP-exklusiv ist und nicht zu kaufen. Der Kartensatz stünde jedem Ferengi Spieler gut zu Gesicht und überzeugt thematisch und wie ich finde auch visuell auf ganzer Linie. Sicherlich ein wünschenswerter Booster!

Und hier noch ein Größenvergleich mit einem aus dem Starter bekannten Schiff:

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Die Tal’Kir:

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Wo wir es grade von einem visuell ansprechenden Set hatten, greife ich dieses Thema direkt wieder auf. Denn – für mein dafürhalten zumindest – ist auch der Kartensatz, der dem vulkanischen Blind Booster beiliegt, optisch sehr ansprechend. Beleg dafür ist direkt die Karte für das namensgebende Schiff.

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Die Vulkanier bekommen also ein weiteres Exemplar ihres großen Kreuzers. Thema des Sets sind auslösbare Fähigkeiten auf Kosten von APT. Um den Kosten entgegenzuwirken gibt es dann auch eine Karte im Set, die es erlaubt  APT abzulegen oder deren Platzierung zu verhindern.

So auch die Schiffsfähigkeit der TalKir: Auf Kosten eines APT kann ein weiteres Ausweichen Resultat zum Verteidigungswurf hinzugefügt werden. Praktisch!

Allgemein hat die D‘Kyr Klasse  die normalen Föderations-Aktionen Ausweichen, Zielerfassung, Scan und Kampfstation und die Tal’Kir im speziellen die Upgrade-Slots Crew, Crew, Waffe, Tech.

Spielwerte von 3 / 1 / 5 / 4 sorgen für Kosten von 26 Punkten, die generische Version entsprechend weniger.

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Das Personal:

Der Captain des Sets ist Solok. Skill-6 und mit Elite Talent.

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Seine Fähigkeit besteht darin, auf Kosten eines APT eine freie Ausweich– oder Scan-Aktion ausführen zu können.

Sehr passend ist der Titel des enthaltenen Elite Talents: Vulcan Logic.

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Einmalig (discard) darf ein vulkanischer Captain, der mit Vulcan Logic agiert, zwei zusätzliche Verteidigungswürfel generieren und eine beliebige Anzahl von Würfel neu werfen. Das ganze für vier Punkte. Klingt nicht schlecht.

Der sympatische, dicke Ingenieur aus Enterprise, Kov, der sich mit Trip angefreundet hat, ist die Crew-Karte des Sets.

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Auf Kosten einer Aktion und von Kov kann man einmalig (discard) seine Schilde oder Hülle um zwei Punkte reparieren. Schick. Allerdings ist die Karte mit vier Punkten nicht grade günstig.

Waffen- und Techupgrades:

Die Photonic Weapon Karte ist dem Grunde nach bekannt, das Tech Upgrade Power Grid hingegen, ist das oben angesprochene Gegenstück zu den APT generierenden Fähigkeiten des Sets.

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Für lediglich zwei Punkte kann man hier eine nicht einzigartige Karte kaufen, die man ausschalten (disable) kann, um einen APT, den man neben sein Schiff packen sollte, direkt ablegen zu können. DA möchte man eigentlich mehr von haben 🙂

Fazit:

Lustig und bemerkenswert: Auf den ersten Blick habe ich garkeine Pleiten, Pech und Pannen bei diesem Set feststellen können. Was ist denn los mit den WizKids und ihrem besonderen Verhältnis zu den Vulkaniern? Müssen wir uns Sorgen machen? 😉

Auf jeden Fall ist das Set optisch sehr schick anzusehen. Ich mag ja die Schiffsklasse, wie ich seinerzeit in der Wellenbeschreibung schon kundgetan habe. Und auch die Karten sind ziemlich gut gestaltet und klar vom Druckbild. Die Kartendicke ist auch in Ordnung.

Spieltechnisch macht das Set Sinn und Spaß, grade auch im späteren Zusammenspiel mit anderen Schiffen der Fraktion. Für die Fraktion ein Gewinn – auch im OP Spiel dürfte dieser Booster nicht der schlechteste Griff sein.

Weiter gehts mit dem Scout Cube 255 der Borg.

Scout Cube 255:

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Mit Spielwerten von 3 / 3 / 2 / 4, dem typischen Action-Bar Ausweichen, Zielerfassung, Scan, Regenerate, den Upgrade-Slots Borg, Tech, Waffe und Crew, und der Einschränkung, dass keine Borg Upgrades mit Kosten von fünf oder größer gekauft werden können, erinnert der Scout Cube 255 an die Kauf-Version.

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Lediglich die Sonderfähigkeit des Schiffes, ist anders. Liegt ein Scan Marker neben dem Schiff, darf ein zusätzlicher Verteidigungswürfel geworfen werden. Praktisch.

Das Personal:

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Eine Skill-2 Tactical Drone und eine generische Drone sind die Captains. Mit auf dem Bild zu sehen ist die Regelkarte.

Die Tactical Drone bekommt zwei Drone Tokens bei Spielbeginn. Als Sonderfähigkeit ist, auf Kosten eines Drone Tokens in der Aktivierungsphase, einen APT ablegen zu können. Auch nicht schlecht.

Für Fans der Serie Star Trek Voyager, ist sicherlich die Crew-Karte des Sets interessant, ist One doch eine der sympatischsten Borg Figuren gewesen, die wir im Laufe der Zeit vorgestellt bekommen haben. Ob die Fähigkeit dies abbildet, lasse ich mal dahingestellt, trotzdem freut sich mein Fanherz, dass ich die Karte habe und leidet, dass man wieder einmal eine solche Karte in ein OP-exklusives Set packen „musste“.

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One macht sein Schiff etwas haltbarer, in dem man ihn ablegt (discard), allerdings auch seine Aktion verbraucht. Für jeden Schaden, den das Schiff in dieser Runde nimmt, werden Schilde deaktiviert und nicht zerstört. Ob sich der Einsatz von One auf dem Scout Cube lohnt, der nur zwei Hüllen Punkte hat, ist fraglich. Für ein größeres Borg Schiff klingt die Karte aber nicht schlecht.

Es gibt noch drei Upgrade Karten, jeweils eine der Typen WaffeTech und Borg.

Der Proton Beam ist die Waffe.

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Drei Angriffswürfel, limitiert auf den Einsatz auf Reichweite 1 ist dies das Borg Gegenstück zu den Polaron Beams des Dominions, durchdringt der Schaden dieser Waffe doch Schilde.

Kostenpunkt sind vier Flottenpunkte, bei einer Ausrüstung auf einem fraktionsfremden Schiff werden weitere fünf Strafpunkte fällig.

Das Tech-Upgrade ist das Access Terminal.

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Für lediglich zwei Punkte, wird hier das Poolen von Drone Token von Schiffen in einer Entfernung von bis zu Reichweite 2 möglich, auch wenn man dann die Karte ausschalten muss (disable). Damit werden die Borg noch flexibler. Etwas, was man natürlich garnicht will. Für den Fall, dass man Borg zum Turnier mitgebracht hat, ist dieses Talent natürlich toll, genauso, wie wenn man es später im heimischen Spiel einsetzt. In einer Flotte, in der der Borg Booster jedoch das einzige Schiff der Fraktion ist, ist es eher überflüßig.

Die Gewinnerkarte des Sets ist jedoch das Borg-Upgrade Dispersion Field.

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Ebenfalls aus einer Star Trek Voyager Folge stammend, verhindert diese Schnäppchenkarte (Kosten von zwei Punkten!), die Entfernung oder auch Beeinflußung von Upgrades vom eigenen Schiff, so lange diese Karte ausgerüstet ist. Als wäre das schon nicht stark genug, darf man auch die volle Anzahl an Verteidigungswürfel werfen, wenn das angreifende Schiff einen Scan-Marker neben sich liegen hat. Geht’s noch?

Das ist doch etwas zu viel des Guten, auch wenn die Karte einzigartig und damit auf ein Exemplar je Flotte limitiert ist. Zu günstig und zu mächtig möchte ich meinen.

Fazit:

Alleine schon wegen des Dispersion Field Upgrades ist dieser Booster ein Glücksgriff. Allerdings ist der Booster besonders hilfreich, wenn man ihn zu einer mitgebrachten Borg-Flotte hinzuzieht. Bei anderen Schiffen laufen einfach viele der schönen Fähigkeiten leer, wobei das Dispersion Field natürlich grade auch gegen andere Borg Schiffe stark wirkt.

Für Fans ist die Karte One interessant. Ansonsten ist es sicherlich nicht all zu tragisch, wenn man diesen Booster verpasst, falls man nicht grade passionierter Assimilator (will sagen, Borg Spieler) oder Sammler ist. Wobei man so ein Dispersion Field eigentlich schon haben will, grade wenn man auch mal auf ein Turnier geht oder gehen will.

Die Relora-Sankur:

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Das neue Modell der Bricks ist eines der Predator-Klasse, des großen Schiffstypes der im Delta-Quadranten ansässigen Spezies der Kazon.

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Die Relora-Sankur kommt auf stolze 26 Punkte ( 4 / 1 / 5 / 3) und hat ein Föderations-Aktions-Fenster: Ausweichen, Zielerfassung, Scan, Kampfstationen. Entsprechend der Größe, bekommt das Schiff auch viele Upgrade Möglichkeiten: Crew, Crew, Waffe, Waffe, Tech.

Die Sonderfähigkeit ist ähnlich der des romulanischen Schiffes Valdore: Bei der Durchführung eines grünen Manövers, erhält die Relora-Sankur einen einzelnen Angriffswürfel als Bonus.

20141207_121910generisches Schiff und Manöverkarte

Beeindruckend ist das große Schußfeld des Schiffes: 180° Front und 90° rückwärtig. Stark!

Das Personal:

Der Captain des Sets ist Haron.

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Skill-2, kein Elite Talent. Er verbilligt die Anschaffung von Kazon Waffenupgrades und gibt einen weiteren Waffen Upgrade Slot. Joa.

Das Set umfasst ein Crewmitglied, Tersa, und ein Tech-Upgrade, Tractor Beam.

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Tersa ist eine sog. Ganking Karte, also eine, bei der man die Karte und (in diesem Fall zumindest) seine Schiffs-Aktion opfert um dem Gegner etwas wegzunehmen oder zumindest auszuschalten. In diesem Fall richtet sich Tersa gegen andere Crew Upgrades und sein Opfer bringt dem eigenen Schiff noch einen Scan Marker. Immerhin. Außerdem billig, mit Kosten von zwei Punkten.

War aber so, oder ähnlich schonmal da. Passt ja auch zu den Kazon, die sich wenig selbst entwickelt, sonder mehr erbeutet haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Tech-Upgrade auch schon mal dagewesen ist.

Mit dem Tractor Beam kann man ein Schiff in seiner Nähe halten, indem man es verlangsamt. Auch billig, sicherlich auch mal praktisch, aber doch eher und arg situationsabhängig.

Zwei weitere, irgendwie auch schon bekannte, Karten Waffenkarten runden das Set ab: Photonic Charges und ein Particle Beam Weapon.

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Beide vier Punkte teuer und für die kurze Reichweite gedacht. Wenigstens sieht das Bild auf der Karte des Particle Beam Weapons cool aus. 🙂

Fazit:

Der sicherlich überflüßigste Booster des Bricks. Wer spielt/braucht schon Kazon? Selbst in der Serie Voyager wirkten die Kazon einfach nur wie ein billiger Abklatsch der Klingonen (bis hin zu den seltsamen Stirn- und Haarapplikationen) und hatten dann auch recht bald ausgedient.

Dass jetzt ausgerechnet diese Fraktion ein neues Schiff erhält, erscheint im ersten Moment dämlich, dann aber wieder gefällt es mir. Wer dies Ding bekommt, kann sich freuen, als Sammler zumindest. Wer es nicht bekommt, den juckt der Verlust auch nicht. Damit ist es – für mein Dafürhalten mal wieder – ein perfektes Preis/OP Schiff.

Das seltsamste Schiff ist denn dann aber das, was ich als letztes vorstellen möchte.

Die Prakesh:

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Dieses cardassianische Schiff gehört natürlich zu welcher Fraktion? Dem Dominion? Nein, das wäre zu einfach.

Zu einer endlich eingeführten eigenen Fraktion der Cardassianer? Nein, das wäre zu schön gewesen (und man wird doch wohl nicht auf die Fans hören wollen…).

Also, zu welcher Fraktion gehört das Schiff dann? Richtig, Spiegeluniversum. Mit dem das Schiff Dukats, soviel zu tun hat, wie Jem’Hadar mit Gartenpflege.

Was sich auf den ersten Blick absurd anlässt, wird aber noch getoppt. Doch zunächst weiter im Text:

Das Schiff:

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Die Prakesh hat solide Werte (4 / 1 / 4 / 4) und kostet 26 Punkte. Die Aktionen Sind Ausweichen, Zielerfassung und Scan. Upgrade Möglichkeiten sind Crew, Waffe, Waffe und Tech.

Die Sonderfähigkeit, einem anderen Schiff in Reichweite 1 nach der eigenen Bewegung, eine freie Aktion zuzuschustern, ist super.

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Das Personal:

Auf Gul Dukats Schiff eine neue Version von Gul Dukat zu packen…wäre wohl zu einfach gewesen. Aber gut, der hat ja auch nichts mit dem Spiegeluniversum zu tun. Garak, der Captain dieses Sets, wenigstens schon.

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Zwar nur Skill-3 und ohne Elite Talent, aber mit passiver, offensiver Fähigkeit (Crew-Upgrade gegen einmaligen Bonusangriffswürfel) und Kosten von nur zwei Punkten, durchaus spielbar.

Wie bei den Borg auch, liegen diesem Set zehn Karten, statt der gewohnten neun Karten bei. Beim Spiegeluniversum gibt es ebenfalls eine Regelkarte, die hier zusammen mit dem generischen, natürlich klingonischen Captain, abgebildet ist. Meine Güte, wird in dieser Fraktion gemischt, was nicht zueinander gehört…

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Der Gipfel der Absurdität wird mit dem Crew-Upgrade erreicht… Niemand geringeres als die ehemalige Sicherheits-Chefin der Enterprise-D, Tasha Yar, ist auf dieser Mirror Universe Galor-Klasse enthalten. Aber nicht etwa, in Form einer Föderations-Karte, sondern als Spiegeluniversums-Version.

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Da interessiert mich schon die Regelwirkung der Karte nicht, da bin ich erstmal erbost. Warum Tasha Yar zuerst in einer anderern Fraktion erscheinen muss, ehe sie als Stamm-Crew-Mitglied der ersten TNG-Staffel in ihrer eigenen Fraktion erschienen ist, ist mir schleierhaft. Wenigstens scheint die Uniform die Tasha Yar auf dem Bild trägt, nahezulegen, dass sie aus der Folge Yesterday’s Enterprise und damit zumindest aus einem alternativen Universum stammt. Wir sehen also auf dieser Karte die Mutter von Commander Sela. Eine Karte, auf die wir ja auch noch warten. Bin gespannt, auf welchem Spiegeluniversumsschiff wir diese dann bekommen.

Auch wenn ich weder das Dominion, noch das Spiegeluniversum besonders im Herzen trage, war dieser Booster für mich wichtig, da ich als TNG-Fan der ersten Stunde, natürlich alle Kern-Charaktere im Ordner haben möchte.

Tasha Yar erlaubt bei der Zerstörung ihres Schiffes, einen einmaligen Angriff gegen ein gegnerisches Schiff in Reichweite 1 bis 3 mit vier Angriffswürfeln, wobei das angegriffene Schiff sich mit zwei weniger Verteidigungswürfeln verteidigen darf, als sonst.

Drei Tech– und Waffen-Upgrade-Karten runden auch dieses Set ab. Aber was für welche. Mit diesen Karten wird die MU-Fraktion krass aufgewertet. So gibt es die starken Karten des Dominions aus deren Koranak Erweiterung für die MU-Fraktion:

Das Cloaking Device ist das Tech-Upgrade des Sets.

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Für nur vier Punkte bekommt man eine super praktische Karte, die man ohne weiteren Aufpreis auf jedem Schiff der Fraktion, welches über einen Tech-Slot verfügt, ausrüsten darf. So billig gibt es eine universell einsetzbare Tarnvorrichtung nicht noch einmal. Lediglich bei einem fraktionsfremden Einsatz werden zusätzlich zum Fraktionspunkt noch weitere fünf Strafpunkte fällig. Beeindruckend. Aber damit nicht genug.

Die Waffen-Karten haben es auch in sich:

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Die beiden Karten sind bekannt in ihrer Wirkung, kommen hier aber extrem kostengünstig an den Start, mit vier bzw. sogar nur zwei Punkten. Die MU-Fraktion scheint ein Lieblingskind der Designer-Crew zu sein. Mich nervt sie nur an…

Das Fazit:

Wer das Spiegeluniversum spielen möchte, braucht diesen Booster. Fertig aus. Die Schiffsfähigkeit ist stark, aber die Upgrade Karten des Sets sind ein Traum. Eine Mirror-Enterprise-D mit Cloaking Device und Dorsal Weapons Array wird eine echte Kampfansage. Auch die anderen Karten wie Garak und Tasha Yar sind interessant, auch wenn ich Yars Platzierung, genauso wie die Bezeichnung des Schiffes als Prakesh, in diesem Set nicht nachvollziehen kann. Vielleicht der stärkste Booster des Sets, zumindest auf lange Sicht gesehen, also was die weitere Verwendbarkeit angeht.

Das Gesamtfazit:

Zunächst überrascht die Zusammenstellung der Fraktionen in diesem Brick.

Keine der etablierten ersten vier Fraktionen erhält ein neues Schiff, dafür bekommen die Borg, die Ferengi, die Kazon, die Vulkanier und das Spiegeluniversum Schiffe.

Vier von fünf Booster-Schiffen sind interessant, zwei so richtig (Spiegeluniversum und Ferengi) weitere zwei immerhin deutlich (Borg und Vulkanier).

Nur die Kazon fallen hinten runter. Da hilft auch die neue Schiffsklasse mit ihrem großen Schußfeld und ihrem bissigen Namen „Predator“ nichts. Den Booster braucht kein Mensch.

Für die Ferengi– und das Spiegeluniversums-Spieler sind die Booster ihrer Fraktion wegen der Karten, aber auch wegen der Schiffe, hingegen Pflichtkäufe. Und auch im Borg Booster ist mit Dispersion Field zumindest eine sehr spielstarke Karte und mit One eine sicher unter Fans begehrte Karte dabei.

Spielbar erscheinen mir fast alle Schiffe, auch wenn mir die Erfahrungen beim Turniereinsatz natürlich fehlen.

Das mit Garak, Tasha Yar und One Karten wieder Karten in einem OP exklusiven Rahmen veröffentlicht werden, ist einmal mehr unfair gegenüber den Fans, die keine Lust, keine Zeit oder kein Interesse am Turnierspiel haben. Solche Karten gehören einfach in den freien Verkauf.

Soviel zu den Schiffchen, wie ich sie aus den Boostern gefischt und angeschaut habe. Soweit auch ihr mit diesen Schiffen in Kontakt kommt, viel Spaß beim weiterspielen. 🙂