[Missionsbericht] Destroy the Space Station – Mission aus der Negh’Var Erweiterung

Am Wochenende kam es unerwartet schnell schon wieder zu einem Attack Wing Spiele-Abend. Diesesmal ungewohnt im kleineren 2-Personen-Kreis.

Eine Freundin, die ich erfolgreich mit einem eigenen Starter Set anfixen konnte, bekam von mir zu dieser Gelegenheit noch eine Negh’Var und einen Satz grüne Flight Stands und Basen geschenkt, die dann sofort eingeweiht werden mussten.

Und zwar mit einer Mission! Nachdem wir zuletzt immer die OP Kit Missionen  zu viert gespielt (und dazu etwas aufgebläht) hatten, sollte es nunmehr endlich einmal eine der kleinerern Missionen aus dem Starter Set bzw. den Erweiterungen sein.

Wir hatten uns ziemlich schnell auf die Mission aus der Negh’Var Erweiterung „Destroy the Space Station“ verständigt. Lag ja auch nahe, wo die stolze Klingonen-Spielerin ihre Neuerwerbung auspackte und begutachtete.

Aus meiner Sicht gesehen war es ein „Defend the Space Station„-Szenario, denn ich übernahm die Rolle der Föderation. Aber der Reihe nach.

Spielaufbau:

DS9 wurde – wie in der Original-Mission vorgesehen, – durch den kleinen Stations-Marker dargestellt, der der Negh’Var beigelegen hat und nicht durch die vorhandene DS9 Scheibe aus dem OP Kit 1.

Der Gedanke dahinter war, dass der Space-Station-Token eine kleinere Trefferfläche beiten würde, als der große, aber stylischere Token aus dem OP Kit. Auch wenn dieser drei Angriffe pro Runde erlaubt hätte, dachten wir uns, das für das Balancing der Mission der kleinere Token wahrscheinlich besser sei. (Ich danke an dieser Stelle nochmal dem Neutrale Zone Forum Nutzer Birdy für seinen ausführlichen Spielbericht zu eben dieser Mission!).

Weiterhin haben wir den Spielaufbau modifiziert indem wir DS9 nach „rechts hinten“ , also auf die Föderationsseite des Spielfeldes verschoben, damit die Klingonen einen längeren Anflugweg zu bewältigen hätten, ehe sie auf die Station feuern könnten.

Pro Seite wurden die durch die Mission festgelegten 120 Punkte verteilt.

Als Föderationsspieler musste ich 44 dieser Punkte, zzgl eines Captains in DS9 investieren. Die Crew bestand letztlich aus Captain Sisko, verstärkt von Miles O’Brien (Defiant Version) und Sulu.

Zum Schutze der Station konnte Starfleet neben der U.S.S. Defiant (unter Kira) und bestückt mit Quanten Torpedoes, noch die U.S.S. Sutherland (jaha!!!) unter Captain Data, mit Antimatter Mines und Christopher Hobson als Crewmitglied rechtzeitig zur Station beordern.

20140119_190036

Die Klingonen griffen mit drei Schiffen, eines davon die (gekaperte ?) Khazrara – unter Commander Toreth – an.

Die Negh’Var und die Mart’Ha unter Martok und Gowron rundeten die Flotte ab.

Alle Schiffe kamen ausgerüstet mit Sekundärwaffen in den bajoranischen Sektor. Die Romulaner hatten die gefürchteten Plasmatorpedoes an Bord und die Klingonen die jeweils zum Schiffstyp passenden Photonen Torpedoes (also die, die einen Bonus-Angriffswürfel lieferten).

Die Angriffsflotte ging in loser Formation auf die Jagd nach DS9. Die unerfahrenen Captains der Föderation begannen die Verteidigung mit einem taktischen Mißgriff und flogen den sich nähernden Schiffen offensiv entgegen.

Ein tödlicher Fehler für die Sutherland wie sich binnen zweier Runden zeigte.

Zwischendrin schafften es die völlig überforderten Navigatoren der Schiffe auch noch, die beiden Kreuzer in eine Kollision zu verwickeln…

20140119_192725

Dieses sinnlose Manöver forderte am Ende der zweiten Runde ihren Tribut in Form der Sutherland.

Mein schöner, neuer Kreuzer der Nebula Klasse zerplatzte noch ehe er seine Antimaterie Minen auslegen konnte im Kreuzfeuer der beiden klingonischen Schlachtschiffe.

Es gelang Data zwar noch (ohne dass er die Hilfe seiner Crewkarte Christopher Hobson in Anspruch nehmen konnte) die getarnte Negh’Var zu beschädigen, aber dann war es aus mit dem Kommando des Androiden.

Beeindruckenderweise überstand die Defiant einen direkten, ungetarnten Anflug auf die Khazara (die Tarnvorrichtung der Defiant war wohl durch romulanische Fernbedienung abgeschaltet worden, so dass sie dem Schiff während der ganzen Mission nicht zur Verfügung stand!). Doch konnte sie dem D’Deridex-Warbird  selber auch keinen nennenswerten Schaden zufügen.

20140119_195458

Nach einigem Manövrieren, was der Station wertvolle Zeit einbrachte, nahm die Negh’Var doch noch einen Angriff auf die Station vor (die Dank Sulu hineinkommendem Feuer ungewohnt lebhaft auswich!). Dann lies Captain Sisko die Phaser der Station ausrichten und diese machten dem bereits schwer beschädigten klingonischen Flagschiff den Gar aus.

Es entwickelte sich im Folgenden ein Katz und Maus Spiel zwischen der Defiant und den nunmehr hauptsächlich auf die Station feuernden verbliebenen zwei Angreifern.

Die Quanten Torpedoes der Föderation zeigten einmal mehr ihre Qualitäten als furchtbare und effektive Waffe (endlich habe ich einmal wieder so gewürfelt, wie ich es von mir kenne!), mit deren Hilfe es Kira und ihrer Crew gelang, den Kreuzer der Vor’cha Klasse in unmittelbarer Nähe der Station zu vernichten.

20140119_201631

Die Klingonen hatten ehrenhaft und sehr klingonisch gekämpft, indem sie den offenen Anflug auf die Flotte und die Station versucht und dabei alles gewagt hatten. Obwohl sie die Sutherland zerstören und die Schilde der Station ankratzen konnten, war ihnen der siegreiche Abschluss der Mission nicht vergönnt. Aber über die tapferen Krieger werden andere Klingonen noch viele Lieder singen.

Trotz des Ausfalls der Klingonen waren die Mitglieder des Rates aber längst noch nicht gerettet. Eine Verstärkungsflotte der Föderation lies immernoch auf sich warten und ein Angreifer Schiff war ja noch – nahezu unbeschädigt – im Sektor aktiv. Es war also nunmehr an den Romulanern, die Überlebenden des Detapa Councils zu vernichten.

Während sich die Khazara den Angriffen der Station und der Defiant stellte, gelang es den Verteidigern die letzten Missions-Marker abzulegen und damit die nahende Ankunft von Verstärkungselementen von Starfleet anzukündigen.

Die Khazara beschädigte die Station noch schwer, bevor sie die Flucht ergriff, sich tarnte und das bajoranische System verlassen musste.

Die unbeschädigte (!) Defiant nahm die Ablöse-Flotte in Empfang und die Mitglieder des Detapa Councils wurden (einmal mehr) durch das beherzte Eingreifen von Captain Sikso und seiner tollkühnen Crew vor den Klingonen gerettet.

Anders als erwartet, war das Spiel viel enger ausgegangen. Der von mir erwartete Klingonen-Sieg trat nur um Haaresbreite nicht ein und das obwohl ich mit dämlichen Manövern die Föderation gleich zu Beginn der Mission eigentlich schon auf Niederlagen-Kurs gebracht hatte. Mein sprichwörtliches Würfelglück und ein ungeschicktes Manöver des verbliebenen Klingonenschiffes glichen dies allerdings über den Verlauf der Mission wieder aus. Dennoch: der Ausgang der Mission stand bis zum letzten Zug auf des Messers Schneide. Und genai so sollte in meinen Augen eine gute Mission auch entworfen und zu spielen sein 🙂

Ein sehr enges Spiel fand nach einer Spielzeit von gut 1 1/2 Stunden sein Ende. Da wir schneller waren als sonst, war an diesem Abend noch Zeit genug, den Klingonen doch noch zu einem Sieg zu verhelfen.

Denn wir haben direkt einen Kobayashi Maru Test nachgeschoben.

Bonus-Inhalt des Abends:

Die U.S.S. Enterprise – unter Kirk -, ging mit einer Crew- und Elite-Talent Auslastung die sich nahezu exklusiv aus dem Material der Enterprise Erweiterung rekrutierte sowie einem Red Shirt Crew Upgrade aus dem OP Kit 2, an den Start

20140119_221554

und schaffte es immerhin zwei der Crewmitglieder von der Kobayashi Maru zu retten, ehe sie dem Dauerfeuer der beiden viel moderneren Klingonenschiffe erlag und platze wie eine reife Melone.

So trug dann auch die Klingonen-Spielerin einen wohlverdienten Sieg an diesem Abend davon.

Einmal mehr zeigte sich Attack Wing von seiner besten Seite und bescherte uns über 2 Stunden vergnüglichen Spielspaß.

Also, ran ans Missionsspiel und Spielbericht getippt! Weiterspielen.

20140119_221531

For the record, Commander Cut.