Mansions of Madness

Mit Kreuz und Weihwasser den Großen Alten auf der Spur

Kleiner Ausflug ins Horrorhaus gefällig? So richtig "John Sinclair"-mäßig mit Kreuz, Weihwasser und ein paar heiligen Zaubersprüchen? Dann willkommen in den "Mansions of Madness" (FFG).

Mansions of Madness Minis Mansions of Madness Minis

Die „Villen des Wahnsinns“ (so der deutsche Titel dieses – wie immer – höchst umfangreichen FFG-Spiels) sind im gleichen „Universum“ angesiedelt wie „Arkham Horror“ und „Call of Cthulhu“. Eine Gruppe von bis zu fünf Ermittlern begibt sich in ein Gebäude, um herauszufinden, was dort Schreckliches passiert ist – oder noch passieren wird.

Meine ersten Spielerfahrungen als Keeper (nach Spielen der ersten beiden Szenarios):

Spiel macht richtig viel Spaß, bereits nach etwa der Hälfte des ersten Spieles war Blättern in der Anleitung kaum noch notwendig, das System ist relativ einfach nachzuvollziehen. Es spielt sich als Keeper tatsächlich wie eine Mischung aus Arkham Horror und Descent (gerade was die Thread-Punkte und das Ausgeben derselben angeht ;-) ). Was Chancen und Möglichkeiten von Keeper und Ermittlern angeht: Beim ersten Spiel gewannen die Ermittlern, allerdings vor allem deswegen, weil der Keeper irgendwie seine Siegbedingungen nicht richtig ernst genommen hatte.
Beim zweiten Spiel entschied am Ende EINE fehlende Spielrunde über den Sieg. Es kann also verdammt knapp werden.

Zwei Sachen bei den Ermittlern sind mir aufgefallen: Zum einen bekommen die im Laufe des Spiels so viel Equipment, was sie mangels Zeit meist gar nicht einsetzen können (beispielsweise die Bücher / Zaubersprüche).
Und was etwas nervt: Im zweiten Spiel hatte ein Ermittler eine „Sharp Melee Weapon“ – und da die Dame die Hauptangriffswaffe der Ermittler war, hieß es quasi jede Runde „Durchsuch den Kampfstapel nach einer von den ZWEI (!!!) Sharp Melee Weapon-Karten…“ Da hätte eine etwas andere Systematik vielleicht mehr geholfen.
Die Texte auf den (Kampf)Karten sind dagegen sehr lovecraft/horror-mäßig. Spritzendes Blut überall… (Anmerkung: Mittlerweile wissen wir, dass wir das falsch gespielt haben… Dummdidumm).

Wiederspielwert:
Klar, bisher habe ich nur zwei Spiele als Keeper geleitet, aber ich hätte auch kein Problem damit, die gleichen Szenarios auch als Ermittler noch mal zu spielen. Zum einen weiß man vorher nie, welches „Hauptquest“ man erfüllen muss, zum anderen spielt jeder Keeper anders. Insofern sehe ich die Problematik mit den vermeintlich „wenigen“ Szenarios bislang nicht. (und FFG hat sich mal wieder Tür und Tor für viele schöne Erweiterungen (Bodenplatten, Quests, Karten, Ermittler, Monster, usw. usf.) offen gehalten!).

Ich find’s klasse.
Und was mögliche Probleme mit den englischen Texten angeht: Ich bin nun beileibe kein Muttersprachler, aber das Allermeisten kann man gut verstehen, von einzelnen Vokabeln mal abgesehen. Und stimmungstechnisch tut die englische Sprache der Sache keinen Abbruch.

Von mir ne klare Kaufempfehlung!